09. Mai ’19 Death Valley

Das Wetter war heute kühler als gestern, die Sonne versteckte sich hinter den Wolken. Eigentlich wollten wir zum Lake Mead, änderten aber unsere Meinung, da wir diesen gerne bei besserem Wetter besuchen wollten. Im Death Valley dagegen, scheint es immer heiß zu sein. Nun waren wir bis jetzt immer im Sommer hier und da haben wir teilweise Temperaturspitzen erlebt, die die 120°F erreichten (das entspricht 49°C), eigentlich unglaublich. Wäre das Auto verreckt, hätten wir ein echtes Problem gehabt. Aber diese Hitze zu spüren, auch das ist ein bleibendes Erlebnis. Diesmal sind wir im Mai hier, es ist nicht ganz so heiß, aber auf jeden Fall sehr warm.

Wir entschieden uns kurzerhand um, es ist so toll, wenn man keinerlei Verpflichtungen hat und auch keine Kinder rummaulen. Einfach nur spontan sein, so wie früher, eben „back to the roots“.

Wir haben uns mit einem Dutzend Donuts versorgt, sind schnell in eine Grobplanung gegangen und schon ging es los. Von Las Vegas bis zu unserem Ziel berechnete Waze (Navi) knapp drei Stunden. Das war gut schaffen.

Unser Ziel hieß Badwater Basin, das ist eine Senke im Death Valley, der mit minus 58,8 m, tiefste Punkt der USA.

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

Death Valley Junction, „Area 51“ scheint hier zu sein;)

 

Im No-where, absolut nichts war hier, sahen wir plötzlich diese Filiale der „American First National Bank“, immerhin gab es hier mobiles Internet, sogar 4G! Gleich ausgenutzt, um das Waze zu refreshen:)
Unwetter im Hintergrund.

Wir fuhren weiter und erreichten den Death Valley National Park. Irgendwie erwarteten wir, wie üblich einen Kiosk mitten auf der Straße, bei welchem man seinen National Park Pass vorzeigt oder das Eintrittsgeld entrichtet oder eben den Park Pass kauft (ich hatte extra Bargeld dabei). Das ist hier nicht so (fiel uns auch später wieder ein, ist eben ein paar Jahre her unser letzter Besuch). Am Straßen-Rand gibt es eine Kasse des Vertrauens, ehe wir diese wahrgenommen hatten, waren wir auch schon vorbei. Nicht so tragisch, wir wollen niemanden prellen, sondern kaufen den National Park Pass einfach beim nächsten Park. Das soll jetzt nicht so verstanden werden, dass  ich hier kommuniziere, dass man auch ohne Eintritt zu entrichten in bestimmte National Parks kommt, nein ich möchte nur kundtun, dass man entspannen kann, wenn man diesen National Park als ersten auf seiner Rundreise ansteuert und kein Bargeld dabei hat. Ich kenne es bis dato so, dass der National Park Pass in bar bezahlt werden muss.

Death Valley National Park, nahe dem Eingang
Hinweis

Wir fuhren erst einmal bis zum Ende, also dem unserer Planung, man kann auch hinten sozusagen aus dem Park herausfahren und einen Loop abfahren. Wir sahen unterwegs, dass sich am Zabriskie Point gerade Mengen von Besuchern herumtummelten, deswegen fuhren wir weiter.

Erster Stopp: Badwater Basin.

Auto um Auto schlängelt sich die Straße entlang. Wir hatten erwartet, hier alleine zu sein, da wir fest damit rechneten uns in der off-season zu befinden.

Als wir am Parking lot ankamen waren wir etwas erschrocken. Erstens wegen der Masse an Besucher, aber was uns traf ist, wie sich das Areal verändert hat. Alphalt, gemauerte Absperrungen, alles sehr touristisch. 2012 hatten wir ein Dixi-Klo vorgefunden, ein aus Holz gezimmerter aber sehr funktioneller steg-ähnlicher Weg, der ein paar Meter in das Bassin hineinreichte und, ich glaube eine Art Minibrüstung. Das sah jetzt anders aus, diese Brüstung war jetzt eine massive Absperrung und dahinter der erwähnte Asphaltweg. So ändern sich die Dinge…

Das kannte ich auch noch nicht. Ab hier kann man nach der Warnung loslaufen, sollte sich aber sicher sein, dass man das wirklich möchte, bzw. die Länge der Wanderung, der Fitness anpassen.
Versuchtes Selfie = keine gute Idee;)
Der Beweis
Oben am Berg befestigt, und nun mit dem nächsten Foto vergleichen…
…da, isses nochmal… :)

Unten folgt noch der Link zum 2012er-Beitrag, dort sind noch mehr Fotos zu sehen.

Wir sind nun einige Meilen zurückgefahren, bis zum Parkplatz „Trailhead Natural Bridge„. Hier wir es ruhiger, da die Busse nicht hierher können und man wandern muss, um etwas zu sehen (nicht unbedingt jedermanns Sache)…

Empfehlung! Und ’ne Meile laufen ist nun wirklich kein Ding:)
Dustroad zum Trailhead, all-wheel drive empfohlen
Es lohnt sich.
Natural Bridge nochmal
Andere Perspektive
Vom Trail aus der Blick zum Badwater Basin

Wir haben außerdem einen Stopp beim Golden Canyon eingelegt, auch hier ein Hiking trail und man bekommt tolle Gesteinsformationen und -farben zu sehen, allerdings gingen wir nicht sehr weit, da das Schuhwerk von mindestens einer Person nicht adäquat war. Also, gut Schuhe und ausreichend Wasser, dann funtzt es.

Einzelner Eindruck

Unsere Fahrt zurück brachte uns wieder zum Zabriskie Point. Auch hier Asphalt und Brüstungen und viele, sehr viele Menschen. Wir sammelten ein par Eindrücke dieser tollen Felsformationen und machten uns dann bald wieder weiter.

Zabriskie Point
Zabriskie Point, asphaltierte Wege(?)

Link unseres Besuches 2012: 22. Juni ’12 Death Valley, NV (3. Tag)

Unsere Rückfahrt brachte uns offline, nur mit Hilfe von Hinweisschildern durch andere Ortschaften, als auf der Hintour. Wir waren nicht mal analog ausgerüstet, da wir keine Karte mitführten, aber es klappte doch. Trotz der jahrelange Nutzung von Navis können wir Hinweisschilder noch entziffern und verstehen diese sogar!

Soweit zum heutigen Tag. Morgen, am Freitag geht es Richtung Süden. Ich werde berichten.


Achso, auch hier wird Pott verkauft. In der Nähe von Death Valley Junction haben wir das hier entdeckt. Kleine Dispensary und im Hintergrund große Gewächshäuser (Licht und Wärme sind ja ausreichend vorhanden). Diesmal ohne den Zusatz „Recreational“ auf dem Schild…wir sind uns noch nicht ganz sicher, ob man wirklich überall frei kaufen kann. Vielleicht hätten wir es doch testen sollen;)

:)
Hinter der Verkaufsbaracke sind die Gewächshäuser zu sehen.