06. Juli ’13 Denver July 4th and Pines Peak Cog Railway, Manitou Springs, CO

Ich beginne mit dem 04. Juli, Independence Day! Wir hatten uns ja extra dafür eine größere Stadt ausgesucht, um an den Feierlichkeiten teilhaben  zu können. Nachdem wir am 03. Juli schon ein sehr schönes Feuerwerk vom Hotelfenster aus gesehen haben, waren wir gut eingestimmt. Wir sind am vormittag (die Kinder brauchten morgens erst den Pool um sich so richtig auszupowern) mit der LightRail Richtung City gefahren. Wir haben extra die Öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, erstens für unseren Bahn-Fan Colin, am liebsten möchte er mit jedem Zug fahren, den wir irgendwo sehen und zweitens ist das immer eine Erfahrung, in einem Land mit so geringer Abdeckung durch den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, diesen auch zu nutzen. In Denver gibt es gut ausgebaute Park-and-Ride Parkplätze und die Tages-Tickets waren erstaunlich günstig (später erfuhren wir auch warum). Zur LightRail gehören Züge, die unseren Straßenbahnen sehr ähnlich sind. Sie sind allerdings mit mehr Geschwindigkeit unterwegs und es ist ein deutsches Fabrikat (SIEMENS). Außerdem gibt es noch Busse, die die schienenfreien Strecken bedienen und zum Verbund der LightRail gehören. Also die LightRail ist wirklich flink, aber nur so lange man nicht umsteigen möchte und auf einen Anschluß angewiesen ist. Ein zweiter Punkt ist, der Tag an welchem man das Netz nutzen möchte. Als Fahrgast bekommt man nicht das Gefühl, dass man mit der LightRail scheller unterwegs ist (aber vielleicht ist das ja in der Rush-Hour anders, wir konnten die Bahn nur an einem Feiertag testen). Wir kamen mit dem Bus am Bahnhof an und zwei(!) Züge verließen genau in diesem Moment den Bahnhof, von Abstimmung der Anschlußzüge waren wir nicht überzeugt). An Feiertagen und am Sonntag ist der Busverkehr stark ausgedünnt, es gibt Linien, die dann gar nicht bedient werden, von den Bahnen fuhren einige ebenfalls nicht. Das ist bei und auch so, dass der Takt zwischen den Bahnen verlängert ist, aber das z.B. der Bus, der einen zum Zoo bringen kann an diesen Tagen gar nicht fährt, ist mir unverständlich. Ebenso war das Naturkundemuseum nicht angebunden und ich vermute noch andere Sehenswürdigkeiten. Auch Taxis waren in diesem Areal kaum zu sehen. Wir liefen einfach ein paar Kilometer, das war nicht weiter tragisch (außer, dass sich die Kinder beschwerten), aber es stimmt mich schon traurig, dass ein öffentliches Nahverkehrssystem relativ gut ausgebaut ist (Hardware) und die Menschen nicht das Gefühl bekommen (schlecht abgestimmt Anschlüsse und Anbindungen), das es eine Bereicherung ist, die Vorteile und Zeitersparnis bringt. Aber nun zurück zum Independence Day. ————– Denver: a major city and a good choice for enjoying Independence Day, with its fireworks and parades. We went to downtown by light rail and were surprised by the modern trains (made in Germany by SIEMENS) and by the poor schedule. We only could test the schedule on a official holiday. The realization was not really good. I hope it will be better on „normal“ days.  To take a connecting train without waiting time seems to be impossible. When we entered a station we could see, how two(!) two possible connecting trains exactly left in this moment. We only got a glimpse of the tail lights…. On weekends and official holidays the schedule is thined out, no problem, the ÖPNV in Germany does the same, but in Denver there are lines which do not exist on these days.  I found it really strange, that the line which could us bring to the Zoo does not run on sundays and official holidays (when do you have time to visit the Zoo or maybe the Museum of Natural Science?)…

Freight train/ Güterzug
Light Rail

Wir haben im Internet von einer Parade gelesen. Der Park Hill Parade. Erwartete haben wir was ganz großes, gesehen haben wir eine kleine Parade, die aber auch schön war und den Kindern einen Einblick gegeben hat, wie in Amerika gefeiert wird. Die Park Hill Parade ist eher eine nachbarschaftlich organisierte Sache, was aber weder uns, noch die Park Hill Anwohner störte :-) Sanja und Colin hatten Spass und nach einigen Minuten tauten sie auch so auf, dass sie ihre Fotoapparate beseite legten und mit den anderen Kindern um Wette liefen, um die leckersten Bonbons aufzufangen. ————— We were looking for a parade in the internet and only found the „Park Hill Parade“. We thought it will be a big one, but when we arrived we have seen it was more a neihborhood organized one. So we had the possibility to enjoy this parade, it was really nice and the kids had fun by catching candies and watch vintage cars.

Alles, was imposant aussieht, wird zur Parade rausgekramt…
Sanja
Colin
Fireworks
:-)

Abends haben wir uns zum Confluence Park aufgemacht, um das, besser eines der Feuerwerke anzusehen. Hier wurden Grills ausgepackt und ganze Familien reisten an. Wir fanden ein Plätzchen auf einer Böschung, wo wir unsere Decke ausbreiteten. Wir hatten einen guten Blick zur Sport’s Authority Arena. Keine 100 Meter entfernt sah Sanja irgendwelche Kästen rumstehen und wir grübelten noch was das wohl sei, als wenig später mit Getöse die ersten Feuerwerkskörper in die Luft gingen. Wir saßen mitten drinne, es war unglaublich. Uns flogen Papp-Reste der Feuerwerkskörper um die Ohren die waren aber ungefährlich, da klein und abgekühlt und wir waren einfach ganz dicht dabei. Das Feuerwerk war sehr schön, zum Finale dann nochmal richtig laut und einfach ein super Abschluß für diesen Tag. Wir blieben noch etwas sitzen, tranken ein Bierchen, ohne zu wissen, ob das in Denver in der Öffentlichkeit erlaubt ist und die Kinder liefen etwas herum und spielten mit den Taschenlampen. ————- We planned one more event before this day went out. The firework was missing, so we went to Confluence Park, where we found a nice spot on a slope with a direct and great view to the Sport’s Authority Arena. About 100 meters in front of our blanket lay big boxes, we were thinking of them and of their content when the firework started with a big bang. Now we realized that the boxes were the firework batteries. We were sitting very close to the firework and lots of paper shreds are blows up in our faces. But no panic the shreds were not hot or dangerous.  This firework, where we were sitting in the middle of, was the most one impressing in my life!


Am nächsten Tag sind wir nach Manitou Springs gefahren. Über Internet habe ich Tickets für die Cog Railway bestellt. Das ist die höchste Zahnradbahn der Welt. Das Ziel liegt bei 4303 Meter und die Bahn ist über 100 Jahre alt (übrigens in der Schweiz gebaut). Das war nun wieder ein absolutes Highlight für Colin, für uns natürlich auch, aber wir versuchen die Sehenswürdigkeiten immer so zu planen, das mal Sanja in ihrem Element ist (Steine) und mal Colin (Züge). Manitou Springs ist ca. eine Stunde von Denver entfernt. Auf dem Weg dahin realisierten wir, dass wir mindestens 30 Minuten vor Abfahrt die Tickets am sog. Depot abholen sollten (so ist dass, wenn man das Kleingedruckte am Ende des Bestellvorgangs nicht wahrnimmt). Immerhin habe ich es unterwegs dann gelesen. Zu diesem Zeitpunkt standen wir im Stau auf der Interstate, dieser war zum Glück nicht sehr lang, also runter die Abfahrt und noch ein paar Meilen, rein nach Manitou Springs (wir waren wirklich in Zeitdruck, in 20 Minuten sollte die Bahn losfahren). Manitou Springs schockierte uns ein bisschen…ein richtiger Touristenort, nicht, dass wir so etwas nicht schon mal in Europa gesehen hätten, aber hier kam es unerwartet. Auf den Bügersteigen schlenderten Touristen von Souvenierladen zu Souvenierladen, das ist mir unverständlich, warum jemand in einem solchen Ort ein Hotel bucht, es macht alles so einen künstlich Eindruck—nicht mein Ding. Wir waren aber nun hier, für ein paar Stunden, um mit der Cog Railway zu fahren. Und in 15 Minuten(!) sollte diese losfahren. Von unterwegs habe ich angerufen, ich wollte Bescheid sagen, dass unsere Tickets bitte nicht zum Verkauf freigegeben werden sollen. Durch die Bandansage erfuhr ich, dass die Fahrten für die kommenden Tage komplett ausverkauft sind. Diese Information beruhigte mich so gar nicht, es blieb bei der Ansage, mit einem menschlichen Wesen konnte ich nicht sprechen. Als wir mit dem Auto in Manitou Springs ankamen, verringerte sich die gefahrene Geschwindigkeit von ca. 40 Meilen pro Stunde sofort auf 10 Meilen pro Stunden. Unglaublich, Sightseeing vom Auto aus! Die vorgegebene Geschwindigkeit lag keineswegs bei 10 mph, nein Sightseeing war die Erklärung…riesige amerikanische Autos verstopften die Straßen und krabbelten im Zeitlupentempo voran. Hier mußten wir durch, dann erreichten wir die Geschwindigkeit von 15 mph, aber nur kurz, der Fahrer bemerkte sofort seinen Fehler und bremste ab. Mike und ich waren nun gar nicht mehr entspannt…wir konnten unsere Situation aber nicht ändern, selbst ein nettes Anhupen brachte keinen Erfolg. Zum Glück näherten wir uns unserem Ziel. Das Depot war zu sehen, ich raus aus dem Auto, ran an den Schalter (natürlich stand eine lange Schlage davor) mit ganz vielen Entschuldigungen bin ich nach vorne und siehe da, unsere Tickets waren noch da! Das Auto parken, warme Klamotten rausholen, die Kinder über den Restroom in den Zug bugsieren, diesen Vorgang absolvierten wir in Rekordzeit. Und schon ging es los. Als wir die Tickets buchten, waren wir etwas skeptisch, da wir eine Touristenfalle erwarteten. Und ja, es ist schon die Art von Reisen und Besichtigen, die wir sonst vermeiden. Der Trip hoch nach Pines Pike ist es aber wert! Man kann auch mit dem Auto hoch (und natürlich um einiges preiswerter) aber die Bahn ist es einfach. Ich kann die Tour nur empfehlen. Ein paar Fotos sollen zeigen, was uns erwartet hat: ————– The day after Independence Day we went to Manitou Springs to have a ride with the cog railway. This cog railway is the world’s highest one and reaches the altitude of 14110 ft (ca. 4300 m). We almost missed our train because of a traffic jam on the interstate but when we arrived in time (just to collect the pre-ordered ticket and jump into the coach), we had a very nice ride. We can recommend this trip, there are many, many tourists, only tourists of course but it is worth to buy the really expensive tickets and plan this trip in your itinerary.

Shunting/ Rangieren
@Windy Point
Colin
uphill
uphill
Sanja
:-)
at the finish
seen with attentive expert eyes ;-)
Sanja
at the very end
Colin
tracks
??

Die Cog Railway hupt, um alle Passagiere zusammenzusammeln…und Colin durfte den Knopf drücken!!!Ein schöner Ausflug, danach sind wir zurück nach Denver ins Hotel. Die Kinder hatten noch Spass im Pool, bis zur Dämmerung und sind dann ins Bett gefallen. Heute geht es weiter gen Süden. Unser Ziel Albuquerque, New Mexico (Land of Enchantment)…

Denver, Colorado, USA

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