07. November ‘14 Hong Kong 1.0, Apple Store und schlechtes Wetter, außerdem: wie werden in Hong Kong Häuser eingerüstet…

Ein grauer Tag in Hong Kong, also haben wir uns mehr drinne rumgetrieben.

Als erstes möchte ich das System der OctopusCards loben. Diese Karten kann man am Automaten oder Ticket-Schalter erwerben und Geld raufladen. Das ganze war als Zahlungsmittel für die öffentlichen Verkehrsmittel konzipiert. Inzwischen kann man auchin Restaurants und Geschäften damit bezahlen, einfach super. Heute habe ich gesehen wie jemand seine Uhr über den Kartenleser hielt und wirklich, es gibt die ultimative octopus-Uhr…ich mag solche innovativen Ideen!

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Ansonsten haben wir kennengelernt, auf welchem Wege es möglich wäre, ein neues iPhone 6 zu erwerben. Am ersten Abend haben wir uns über die Menschenmassen, die im Apple-Store anstanden gewundert, die Erklärung folgte relativ schnell.

Im unteren Geschoss stehen die Menschen von rechts nach links am Fenster entlang. Als wir im Store waren, klärte es sich auf. Diese (glücklichen) hatten eine Registrierung online machen können (warum ich „machen können“ schreibe erkläre ich gleich). Also es formte sich eine lange Schlangen durch den Apple-Store.

Man geht nicht einfach in einen Apple-Store und kauft ein neues iPhone 6, nein dazu gehört eine durch Apple entwickelte und überwachte Prozedur.

(1) Im Apple-Store wird man genau über alle Voraussetzungen informiert, die man erbringen muss um eventuell in die nähere Auswahl rücken zu können. Diesen Punkt können vielleicht einige Leser/ Interessenten überspringen, da ihnen diese Prozedur schon bekannt ist. Für uns waren diese Informationen neu. Die Prozedur gilt weltweit, nicht nur in Hong Kong.

(2) Wie im Apple-Store erfahren, benötigt man eine Mobil-Nummer mit hongkonger Vorwahl, sprich, man muss sich eine Prepaid-SIM zulegen. Dann fotografiert, wahrscheinlich mit dem noch vorhandenem iPhone 5(s), man sich die folgende Webadresse ab http://www.apple.com/hk/en/retail/iphone/, um sie parat zu haben (natürlich kann man sich auch durch die Apple-Seite hangeln, aber das kostet Zeit und Zeit ist der entscheidene Faktor).

(3) Wir haben uns eine PCCW-HK SIM-Card zugelegt. Hierzu muss ich sagen: Die preiswerten prepaid-SIM sind eigentlich immer Micro-SIM, also habe ich mir schon überlegt, wie ich schnell an eine scharfe Schere komme, um den Formfaktor „Micro“ möglichst pragmatisch in „Nano“ umzuwandeln…und siehe da, als ich meinen Gedanke noch nicht zu Ende gedacht hatte zaubert die nette Dame im „7Eleven“ diese berühmte Zange hervor (diese kannte ich bis dato nur aus Erzählungen, da ich sonst immer zur Schere griff)…und knacks lag da meine Nano-SIM :-)

Jetzt aber zurück zu unserer Reservierungs-Story:

Die Reservierungsseite ist ab punkt 8:00 online und dann beginnt der Spaß (der sehr kurze Spaß). Einloggen mit der Apple-ID, das ganze natürlich mit unleserlichen Capchas bestückt, ehe man seine Anmeldung (und nur die Anmeldung) abschließen kann. Danach geht es weiter, man versendet einen generierten Code an Apple und betet, dass man einen bestätigten Registrierungscode zurückbekommt. Wenn das geklappt haben sollte, geht es weiter, den Registrierungscode gibt man nun bei Apple auf der Seite ein, dazu seine Mobilfunknummer und weiter.  Danach hat man die Möglichkeit, die Verfügbarkeit der gewünschten Ware zu prüfen…und weiter habe ich es noch nicht geschafft. Ich hatte immerhin schon mal einen Reservierungs-Code ergattert, aber dann war nichts mehr verfügbar. Die Prozedur geht wohl weiter bis man zum Schluss seine Pass-ID eintragen muß, an der man sich bei Abholung dann identifiziert. Das weiß ich aber auch nur von einem Mitarbeiter im Apple-Store, der uns das heute erzählte, nachden er sein Handy zeigte, mit vielen, vielen Registrierungscodes, die er über die Tage ergattert hatte, aber auch nie weiterkam. Wenn selbst die Mitarbeiter so gut wie keine Chance haben, dann ist es wirklich eine Lotterie.

Wir sind in Urlaub und es macht morgens Spaß es zu versuchen. Mal schauen, vielleicht haben wir ja Glück.

Vor den Apple-Stores (es gibt 3 in Hong Kong) sitzen Händler, die ungeöffnete iPhone 6 verkaufen (mit Kassenbeleg). Das ist interessant,  es hat sich auf Grund der geschilderten Situation eine Art Marktzweig gebildet (temporär), der nur wegen der gesteigerten Nachfrage und der kanalisierten Verteilung existieren kann.

Sonst noch einige Aufnahmen von einem verregneten Tag, der aber doch interessant war.

Sehr windig heute in Hong Kong…
…und trübe

SAMSUNG CSC

Hier noch ein paar Aufnahmen der Gebäude-Einrüst-Kunst…

 

Rüstung unaufgebaut
Rüstschelle

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Und es hält…

 

genau hingucken, die Bauarbeiter klettern da oben rum (ohne Sicherung etc.)
…nochmal

Meng Kok, Märkte.

Wer Colin kennt, der wüßte, dass dieser hier (Computer Markt) im Himmel wäre.

Konvolut
CDs
Adapter
Kabel
Speichermedien
Meng Kok, die Straßen sind voll
Meng Kok, Studentenproteste
Meng Kok, Studentenproteste

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