29. November ’16 New York City, USA

...nochmal

New York im Winter, bedingt durch die weihnachtliche Schmückerei, kommen hier eigentlich immer die entsprechenden Gefühle auf. Überall Lichter und Glitzer und Weihnachtslieder. Das mit den vorweihnachtlichen Gefühlen klappt trotzdem nicht so richtig, vielleicht liegt es einfach am Wetter. Dazu später mehr…

Warum ich nun aber (schon wieder) von zu Hause weg bin und dann auch noch auf einem anderen Kontinent, läßt sich damit erklären, dass ich ein liebes Familienmitglied begleiten darf. Ja, das Leben ist schön:-)

Gestern sind wir beide hier angekommen und zwar so zeitig, das wir gleich noch einmal losziehen konnten. Wir haben das RAMADA in Jersey City gebucht, das liegt eben nicht in New York City und dort möchte man auch nicht übernachten, wenn man sich mal vor Augen führt, was  Hotelzimmer dort kosten. Jersey City, von hier mit dem PATH-Train ein paar Minuten und schon befindet man sich inmitten von Manhattan.

Der PATH verbindet New Jersey mit New York, man benötigt wirklich kein Auto, wenn man hier unterwegs ist. Was was eher nicht so fahrgastfreundlich ist, ist die Tatsache, dass die Systeme des öffentlichen Nahverkehrs nicht zusammengehören. Da sind wir zu Hause verwöhnt. Hier habe ich den PATH und benötige dafür Tickets, um dann neue in der MTA (Stadt New York) zu kaufen. Das geht schon irgendwie, ist allerdings eher unpraktisch und zeitraubend, da sich vor den Automaten grundsätzlich Menschentrauben aufhalten. Wer täglich Tickets zieht, weil sich ein 7-day-Pass nicht lohnt, der muss aufpassen, das er entweder immer Bargeld zur Verfügung hat, oder mehrere unterschiedliche Kreditkarten. Man kann nämlich pro Kreditkarte nur 2(!) Transaktionen pro Tag durchführen und wenn man weiß, dass es nicht möglich ist, zwei Tickets auf einmal zu bezahlen, dann ist klar, dass die Kreditkarte nicht wirklich gut einsetzbar ist. Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass das Erreichen dieses Limits für beide Verkehrssystem gilt, soll heißen: ich kann genau 1 Ticket für den PATH ziehen und eins für die MTA, damit ist dann Schluss für insgesamt 24 Stunden –hier wiederum gibt es eine Zusammenarbeit beider Transportsysteme;-)–… Also, gucken, ob man doch eine Dauerkarte erwirbt.

Soweit, so gut…wir sind gestern noch zum World Trade Center gefahren…wirklich beeindruckend, was hier entstanden ist. Der Bahnhof, soll der teuerste der Welt sein, und das glaube ich sogar, wenn sich diese architektonische Meisterleistung anschaut. Ich kannte bis dato nur die Baustelle, der gesamte Bahnhof war eine riesige Baustelle, so kam ich gestern wirklich ins Staunen. Es ist wirklich viel passiert, wir haben etwas herumgeschaut. Am Sonntag steht das  WTC auf unserem Plan, dann mit richtig Zeit und Museumsbesuch. Das Wetter war gut, gestern Abend, so dass wir noch zur Brooklyn Bridge gelaufen sind. Es ist sowieso die schönste/ beste Zeit, wenn es abends dämmert. Hier entstehen einfach die besten Fotos.

fullsizerender
Architektur

Heute war ein besonderer Tag, vielleicht ist es für New York ja nicht ungewöhnlich, aber es hat geregnet, in Ausmaßen, die mir so noch nicht untergekommen sind.

Ich habe die Wetterprognose schon vorher verfolgt und wußte, dass es nass werden würde, ergo, packte ich Regenjacke und zusätzlich Regenschirm ein (ich hasse diese Dinger!), zusätzlich verpackte ich alles im Rucksack in eine Plastiktüte (mein Glück). So ausgestattet zogen wir los. Es war mild, frühlingshafte Temperaturen und dann wandelte sich der zaghafte Regen um, in einen Dauerguss. Wir waren in Manhattan, es wäre ein verlorener Tag, wenn man diesen nicht auch nutzen würde und so traumhaft ist das Hotel auch nicht, um dort zu verweilen. Unseren Spaziergang begannen wir am Flatiron Building und liefen dann nordwärts die 5th Avenue Richtung Central Park.

Wir schaute Architektur, die Sache mit der Fotografiererei gaben wir bald auf, da der Regen so stark war, das es wirklich nicht mehr ging. Das Wasser lief mir die Jacke herunter, welche den Dichtigkeitstest bestand, mein Regenschirm war derweil anderweitig vergeben;-)

Wir waren tapfer und kämpften uns weiter. Dann erreichten wir 555 5th Ave., „Barnes&Noble“, der Lieblingsbuchladen und wir brauchten keine Entschuldigung zu suchen, warum, da jetzt unbedingt herein mussten. WiFi, Starbucks-Kaffee, Bücher, das war die Rettung. Nach einem ausgiebigen Aufenthalt hier, machten wir und trotzdem wieder auf unseren Weg. Wir erreichten wirklich völlig durchnässt den südlichen Rand des Central Parks. Man versteht sicherlich, dass wir Mühe hatten, unserer Lust Herr zu werden, diesen auch noch zu durchqueren ;-)

Angekommen im Hotelzimmer, waren wir natürlich komplett durchnässt. Mein Rucksack, so ein kleines Daypack, hat den Durchnässungstest nicht bestanden. Der Kram, den ich dabeihatte, hat überlebt (dank der Plastiktüte), aber nach dem Auspacken, konnte Wasser aus dem Rucksack ins Waschbecken gießen. Das ist grenzwertig, so einen Regen, von dieser Intensität und Dauer, hatte ich wirklich noch nicht erlebt. Unsere Klamotten und Schuhe brauchten auch wirklich die gesamte Nacht, um richtig trocken zu werden.

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