Mai ’17 Mehr zum Boot, was ich noch so mitteilen möchte

Wann immer wir Lust verspüren und das Wetter entsprechend ist, fahren wir zur Marina und stechen in See. Meist ein kurzer Ausflug zwischen Stienitzsee und Kalksee, da eine Weiterfahrt  nur möglich ist, wenn wir die Woltersdorfer Schleuse passieren. Nun sind wir blutige Anfänger und das Bötchen ist mit seinen 6,80 m ohne (!) Außenborder auch nicht wirklich winzig. Lange Rede, kurzer Sinn: ham wa uns noch nich jetraut!

Wir genießen erst mal die Möglichkeit, einfach Frühstückskram in die Kühlbox zu werfen und und los zu machen. Das ist Lebensqualität. Bedingt, durch die Schichtarbeit, haben wir dazu auch wirklich öfters Zeit?.

Während dieser Fahrten üben und praktizieren wir natürlich alles, was notwendig ist. Zum Glück gibt es Fender!?…aber ganz ehrlich, niemand sollte denken, dass er mit Erhalt des Lappens, nach ca. 3 Praxisstunden und 7 min Prüfung, perfekt ein Boot steuern kann. Auch hier gibt es Naturtalente, aber das werden die Wenigsten sein. Wir werden immer besser und irgendwann wird das Anlegen auch bei Wind so gut klappen, dass kein Crewmitglied (klingt gut, nach Überseedampfer?) auf den Anlegesteg springen muss, um zu helfen.

Wir befinden uns nahe Berlin und um durch Berlin-Mitte, respektive das Regierungsviertel fahren zu dürfen, benötigt man einen Funkschein (Binnen), den UBI. Zur Zeit ist das Zentrum Berlins ab 19°° auch ohne Funk befahrbar, aber es wird gemunkelt, dass sich das eventuell ändern kann. Berlin vom Wasser aus, ist auf jeden Fall eine Sache, die man machen sollte.

Was tun wir also? ?.

Klar, ein Kurs buchen, um den UBI zu erwerben. Dieser Kurs ist nicht obligatorisch, wer aber keinen Zugang zu einem Funkgerät hat, hat hier die einzige Möglichkeit, eins vor der Prüfung zu bedienen. Wir haben einen Samstagskurs gebucht, der ca. 6 Stunden dauert sollte (Pausen, früher gehen, weil nicht mehr kommt, muss man abziehen).

Wir wussten danach, wie man eben das Funkgerät bedient, viel mehr kam nicht. Es wurden alte Anmeldeformulare präsentiert, die schon lange so nicht mehr gültig waren, ein paar Funksprüche übten wir, ansonsten kam nicht wirklich viel rüber. Eigentlich haben wir uns den gesamten Stoff, hier wieder Multiple Choice Fragen, mittels App selbst erarbeitet. Nicht vergessen, teilweise Gehirn anschalten, es soll ja nichts kaputtgehen, bei den teilweise sehr merkwürdigen Fragen. Auch die Funksprüche und die Einordnung in die entsprechende Kategorie sind gut im Selbststudium zu erlernen.

Prüfungsvorbereitung, Anmeldung zur Prüfung, ab nach Berlin-Tegel, vor Ort fast nur männliche Wesen im Prüfungsraum… Der Fragebogen, verfügbare Zeit 60(!) min, war in gut 5 min durchgekreuzt, die praktische Prüfung ist ähnlichem einem Interview. Zwei Prüflinge, zwei Funkgeräte, ein Prüfer. Es läuft relativ easy ab, allerdings sollte man darauf vorbereitet sein, auch hier noch Fragen zu beantworten, es geht nicht nur um Funksprüche.

Nun haben wir beide den UBI-Funkschein (sollte in den kommenden Tagen im Briefkasten sein), können aber noch kein Funkgerät einbauen, da uns die BNetzA erst die ATIS-Nummer zuteilen muss. Hätten wir früher beantragen können, wäre vielleicht ein Punkt den man den Newbies im gebuchten UBI-Kurs verklickern könnte, wussten wir aber nicht. Funke liegt im Laden, Antrag bei der BNetzA, ATIS wird hoffentlich gerade bearbeitet…

Bis hierhin, nächster Post = anderes Thema…

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Schwanfamilie auf dem Kalksee (Rüdersdorf)
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Skyporn @Kalksee
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Kanal
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Brücke
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Skipper Colin

 

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