13. August ’17 Green Sand Beach, Papakōlea, Big Island, Hawai‘i |Tag 8|

Ich komme erst heute dazu, über den gestrigen Tag zu schreiben. Wir waren irgendwann im Hotel, später als geplant und statt etwas in den Reiseblog zu schreiben, waren diverse Nacharbeiten, die Basis für unser Weiterexistieren sind, von Nöten. Dazu später mehr?.

Wir haben uns gestern auf den Weg an die Südspitze der Insel gemacht. Das ist von Hilo aus eine 2-Stunden-Fahrt. Wir sind über die Route 11 bis nach Nā‘ālehu und dann irgendwie weiter über eine kleine einspurige Straße, die Navi-Software findet den Weg?. Die Fahrt allein war schon ein Erlebnis. Hilo ist grün, so grün, dass es schon fast in den Augen schmerzt, nach dem Queren des Passes, ändert sich die Vegetation aber schlagartig. Die Pflanzen sind auf Wasserspeichern ausgelegt, kleiner und die Kühe stehen auf hell-ocker farbenen Weiden (keine Ahnung, was die hier zu fressen finden).

Spannend, nach so kurzer Fahrt diese Änderungen zu sehen. Dazu gab es wieder atemberaubenden Scenic Views.

Nā‘ālehu
Nā‘ālehu, mit Familie (Beweisfoto☺️)

Wir erreichten unseren Startpunkt, für die Wanderung zur Green Sand Beach, South Point Road, hier geht es irgendwann nicht mehr weiter, die Straße ist einfach zu Ende. An dieser Stelle bieten Locals auf ihren Pick-Ups Fahrten zur Beach an. Wir aber wollten lieben Laufen, einfach, um die Landschaft in Ruhe sehen zu können und vor Ort auch mehr Zeit zu haben (niemand sollte uns drängen, dass es nun zurückgehen müsste). Der Weg ist ein Sandweg, und zwar ist der Sand so beschaffen, dass es nach wirklich kurzer Zeit überall ist. Superfein, hell-ocker und sehr, sehr körper-, klamotten- und schuhaffin.

Der Weg führte uns direkt am Meer entlang, ein bzw. mehrere Trampelpfade. Hin und wieder kommt ein vollgeladener Pick-Up vorbei, befindet man sich in diesem Moment zu dicht an dessen Route, dann droht Staublunge! Einfach spannend. Man stapft durch diesen feinen Sand, der wie Mehl ist und schaut Richtung Küste und dort bietet sich einem dieser Anblick. Die Landschaft ist großartig, irgendwie unwirklich. Die Empfehlung ist die Wanderung, auch wenn diese anstrengend ist. Wir waren ungefähr eine Stunde unterwegs um die 4,4 Kilometer zu bewältigen…

Wanderweg
Mal sah die Gegend so aus…
…dann sah sie so aus…
…und endlich erreichten wir unser Ziel
Green Sand Beach
nochmal
Grüner Sand (Olivin), hier mit Koralle

Der Wellengang hier an Green Sand Beach war der Hammer und die Kinder haben das reichlich genossen. Wir waren einige Stunden hier und hatten dann den Rückweg noch vor uns.

Häufig liest man, das man hier nicht baden soll. Ich denke, dass das ein bisschen übertrieben ist, es gibt schon ein paar Dinge, die man beachten sollte, aber die sind eigentlich klar. Nicht zu weit raus bei den Wellen, das ist logisch und etwas aufpassen sollte man auf die großen Steine am Strand. Einfach von dort fern halten und alle haben Spaß.

Strandgut. Taue und anderer Kram lag viel an der Küste rum.

Von der Beach mussten wir natürlich wieder die gut 4 km zurücklaufen und die zogen sich nun wirklich in die Länge! Unser Trinkwasser, das wirklich gut bemessen war für so einen Tag neigte sich aber nun doch dem Ende entgegen. Aber, niemand verdurstete und irgendwann errichten wir unser Auto, in welchem sich noch eine pullerwarme Wasserflasche befand (man kann warmes Wasser lecker schmecken!).

Unsere Rückfahrt verlief ohne Vorkommnisse. Die Kinder waren total ermattet und mega dreckig. Wir alle sahen aus, wie… (ich spare mir den Vergleich?).

Pahala, Kaffepflanze
Kaffee?

Im Hotel mussten Alle, ausnahmslos, sofort unter die Dusche, vorher durfte nichts berührt werden, was wir noch mochten oder benötigten. Der Staub, der unsere Körper und Klamotten nicht nur umhüllte, sondern auch in diese eingedrungen schien, musste irgendwie weg! Der schwierige Part war dabei das Reinigen der Sachen und Schuhe. Wenn man nur mit Handgepäck unterwegs ist, dann sind leider auch die Wechselsachen stark limitiert, so dass hier zeitnah gehandelt werden musste. Wir wurden der Sache Herr, irgendwann hingen überall im Zimmer und am Fenster Klamotten, und nasse Schuhe standen auch herum…ich durfte am nächsten Morgen in eine noch leicht nasse Hose steigen, aber auch da gibt es schlimmeres.

Ganz doll schlimm…

 

18° 56.171 N -155° 38.785 W

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