14. August ’17 Volcano, Big Island, Lava Flow |Tag 9|

Diesmal teile ich den Tag (Nummer 9) in zwei Blog-Beiträge. Einfach, weil wir abends noch einmal unterwegs waren und dieses Event völlig anders war, als das vom Vormittag. Wir sind am frühen Abend Richtung Süden gefahren, unser Plan war, den Lavafluss ins Meer bei Dunkelheit zu sehen.

Im Januar war ich mit Mike im Hawaii Volcano National Park, die offizielle Variante, sprich, am Ranger vorbei, Eintritt bezahlen, mit dem Auto bestimmte Routen abfahren, alles sehr imposant und sehenswert, aber man kommt nicht dicht an die Lava heran. Eigentlich sieht man nur in einer Entfernung von vielen Meilen den Dampf aufsteigen, der entsteht, wenn die Lava ins Meer fließt.

Ein bisschen durch Zufall, da falsches Ziel im Navi, fanden wir die Stelle, an der man sich Fahrräder ausleihen kann. Hatte schon einige Tage zuvor davon geschrieben.

Von hier sind es 4 Meilen, die man radeln muss, um dann ein unvergessliches Naturschauspiel sehen zu können.

Geplant, getan. Ausreichend Trinkwasser abgefüllt und los. Es ist ca. eine Stunde Autofahrt von Hilo aus, dann biegt man auf eine dust road und etwas später parkt man sein Auto am Rand der Straße. Hier nun stehen viele Zelte, wo Fahrräder verliehen werden. Selbst e-Bikes habe ich gesehen. Bei den traditionellen Bikes bewegen sich die Preise zwische 10.- und 25.-.

Wir haben uns 10.- $ Räder geliehen, nicht die beste Ware, egal, meins hat komische Geräusche gemacht und die Beleuchtung war eher ein Witz, aber was soll‘s. Die Dinger haben uns zum Ziel und sogar zurück gebracht.

Wir radelten mit beginnender Dämmerung los, es waren einige Radfahrer unterwegs, eigentlich ziemlich viele, auch Wanderer gab es, aber wochentags sind es nicht so viele, wie am Wochenende.

Die Gegend ist unwirklich, rechts und links Lavafelder und was noch unwirklicher ist, hier stehen vereinzelt Wohnhäuser. Off-Grid, ohne Wasser…bestimmt so ein Aussteiger-Ding oder alternative Lebensweise…

Off-Grid
…noch eins…
Alternative Lebensweise…
Lava rechts, lava links…

Ich denke, wir waren ungefähr eine halbe Stunde unterwegs, wir passierten einen Zugang zum Nationalpark (ohne Ranger?) und am Ende der Straße lassen alle einfach nur ihr Fahrrad zur Seite kippen und laufen los. Schwierigkeitsgrad hierbei ist, sich zu merken, wie das Ding (das Fahrrad) aussieht, um es wiederzufinden. Aber ich denke, wenn man zum Schluss ein anderes nimmt und damit zur Mietstation zurückradelt und der „Bestohlene“ gezwungenermaßen auch ein anderes zurückbringt, dann ist das auch ok. Die Eigentümer kennen das bestimmt und sortieren sich die Teile wieder. Als wir zurückkamen, war unser Vermieter schon weg und wir haben die Bikes einfach in sein Zelt geschoben, Hang Loose, eben, niemand macht sich heiß.

Hinweise

Wir sahen die Lava in einiger Entfernung, die Fotos hier sind nur vom iPhone, ich habe den Travelzoom zu Hause gelassen. Wenn aber Zeit ist, dann lade ich noch Fotos on der GoPro hoch (dauert ein bisschen, muss sie erst aus dem Video extrahieren)…

Das Naturschauspiel ist beeindruckend, einfach hinsetzen und genießen, so etwas bekommt man manchmal nur einmal im Leben zu sehen… Wir waren bestimmt über ein Stunde hier.

SuMiSaCo
Da…!
…nochmal…
…und es fließt und fließt…

Wir haben irgendwann den Rückweg angetreten, fanden sogar die richtigen Bikes wieder und dann ging es durch die Dunkelheit, mit Minifunzeln, die die Beleuchtung darstellten zurück auf der Schotterstraße Richtung geparktes Auto. Niemand stürzte, keine Verletzten oder Toten ?… und das, obwohl eigentlich niemand einen Helm geschweige denn TÜV-taugliches Fahrrad hatte?. Wir fuhren gegen den Wind, warmer Wind, es war toll, das Terrain war insoweit etwas anspruchsvoll, als dass es nicht plan wie eine holländischer Feldweg war. Ich habe mich nicht getraut meine Kettenschaltung zu bedienen, da das Fahrrad auch so schon diese komischen Geräusche von sich gab. Den gesamten Weg im gleichen Gang gefahren, das stärkt die Beinmuskulatur und kräftigt das Herz.

Auf jeden Fall eine Empfehlung! Wir werden wahrscheinlich noch einmal dorthin, da es die Möglichkeit gibt, nach einer Wanderung in die Gegenrichtung, weg vom Ozean der Lava noch näher zu kommen. Ich werde berichten…

Schein sein Dasein zu genießen :-)

19° 20.536 N -155° 12.967 W

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