21. August ’17 (21.08.) Total Solar Eclipse |Tag 16|

Heute ist DER Tag, es gab Sonderbeilagen in den Zeitungen, bestimmt auch Sondersendungen (haben die Flimmerkiste nicht genutzt, in den letzten Wochen) und seit zwei Tagen Hinweise auf den Interstates, dass man mit Verspätungen beim Reisen Richtung Norden (Oregon, Idaho, Wyoming…) rechnen soll. Heute ist totale Sonnenfinsternis. Und wir sind hier! Es gibt schon seit Monaten keine Übernachtungen im oder in der Nähe des Gürtels. Deshalb sind wir in Salt Lake City, ca. 200 Meilen südlich von Idaho Falls. Diese Stadt haben wir uns zum Gucken ausgesucht. Um 3:45 Uhr saßen wir im Auto, die Kinder hassen uns jetzt, und sind auf dem Weg…
Noch ist der Weg entspannt, unser Navi meldet uns normalen Verkehr und wenn das stimmt, dann sind wir viel zu früh vor Ort! Es ist vielleicht etwas mehr Verkehr, als sonst zu dieser Uhrzeit, keine Ahnung, mir fehlt ja der Vergleich. Wir werden sehen, ob wir eine Chance haben, unser Ziel zu erreichen…

Sunrise, bisschen unscharf, da aus dem Auto, bei voller Fahrt, fotografiert…
Hinweis?

Wir fuhren wirklich früh los, habe ich oben schon erwähnt, aber, das hat sich bezahlt gemacht. Nach gut drei Stunden erreichten wir Idaho Falls. Unterwegs habe ich im Internet recherchiert, wo wir vor Idaho Falls von der Interstate auf eine kleinere Straße wechseln könnten, einfach, weil wir das absolute Verkehrschaos erwartet haben. Nichts, es waren nur mehr Autos unterwegs.

Vor uns eine lange Reihe roter Rücklichter und hinter uns das Gleiche mit weißen Frontlichtern. Die Gegenspur dagegen fast gespenstisch dunkel. Hin und wieder sahen wir einen Truck und das war es. Wir suchten uns die Adresse eines Starbucks heraus und verließen die Interstate. Unser erster Kaffee heute, da im Hotel noch nichts verfügbar war (alles schlief). Hier merkten wir, wie gut wir mit der Zeitplanung waren. Wir sitzen nun seit ungefähr einer Stunde hier und merken, wie es sich füllt und füllt. Wohlgemerkt, wir sitzen(!) an einem der wenigen Tische bei unserer Lieblings-Kaffee-Kette…nun stehen die koffeinabhängigen schon bis draußen. Also alles richtig gemacht, wir sind hier und gespannt, wie es weitergeht. Wir müssen noch etwas Zeit totschlagen, aber das bekommen wir bestimmt hin.

Fortsetzung folgt…

Wir blieben bei Starbucks, nicht direkt, nein, wir standen vor dem Laden auf dem Parkplatz und zwar so günstig, dass wir sogar noch im Wi-Fi waren?. Hier chillten die Männer ein wenig und die Frauen liefen rüber zum WalMart, Sanja hatte noch ein paar Optionen auf Stifte und so.

Überall sahen wir Menschen, die ihre Klappstühle auf irgendwelchen Grünstreifen aufstellen. Wir taten es ähnlich, nur, dass unsere Klappstühle Decken waren, die wir zum Picknick auf der Grasnarbe ausbreiteten.

SuMiSaCo-Headquarters
…gleich beginnt‘s…
…family, zumindest 75%…
…was wichtig ist!

Dann ging es irgendwann los, die Eclipse-Brillen lagen bereit und wir beobachteten, wie sich langsam der Mond vor die Sonne schob. Ein Naturschauspiel sondergleichen und beeindruckend. Die Lichtverhältnisse änderten sich, erst wurde es kühler, die Schatten nahmen andere Dimensionen an und dann war es dunkel.

Es wird dunkler…

…die Straßenbeleuchtung schaltet sich ein.

Nicht stockdunkel, aber so dunkel, dass die Straßenlaternen einschalteten?. Nun gab es dieses kurze Zeitfenster, in welchem man ohne Brille zur Sonne schauen kann, da diese ja verdeckt ist und man durch die Brille eh nichts mehr sehen kann. Eine schwarze Scheibe verdeckte die Sonne, es war windig und kühl, am Rand sah man einen Lichtring (ich denke, jeder kennt dieses Bild, aus Dokus oder SoFis, die er irgnedwann gesehen hat). Bedingt durch fehlenede Kameraausrüstung, gibt es davon leider kein Bild, hier im Blog. Ich habe zwar die gesamte Show mit der GoPro aufgenommen, denke aber, das da nich viel zu sehen sein wird (werde ich erst zu Hause sichten).

Alles ging viel zu schnell vorbei, wird aber ein bleibendes Erlebnis sein.

Pepsi-Eclipse-Werbung ???

Unsere Rückfahrt nach Salt Lake City, gestaltete sich leider nicht so zügig, wie die Herfahrt. Die Auffahrt zur Interstate war gesperrt, da diese einfach voll war. Da kamen Unmengen an Autos aus Norden, so dass ein Einfädeln in Idaho Falls einfach unmöglich war. Wir wurden parallel über einen Highway oder eine Stateroute (keine Ahnung) umgeleitet. Irgendwann ging es dann doch auf die I-15, aber der Verkehr war zäh, bis nach Salt Lake rein.

Trotzdem war es der gesammte Aufwand gerechtfertigt, wie oft hat man die Möglichkeit, so ein Naturschauspiel zu sehen?

43° 29.578 N -112° 3.153 W

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