22. August ’17 SLC -> Bryce Canyon, UT -> Page, AZ |Tag 17|

Unser Aufenthalt in Salt Lake City ist vorbei. Diese Stadt haben wir ja nur als Station gewählt, da wir relativ gut von hier, einen günstigen Beobachtungspunkt für die gestrige Sonnenfinsternis, erreichen konnten.

Heute früh, besser früher Vormittag, ging es los. Interstate-15 nach Süden. Wir verließen SLC, dann passierten wir noch Provo, als größere Stadt und dann kam nichts mehr. Gegend, hin und wieder ein paar Kühe, noch mehr Gegend, ein Ausfahrtschild von der Interstate, mit dem Hinweis „No Service“ …unklar, warum man dort abfahren sollte? und warum dort überhaupt ein Schild steht. Dann kam wieder eine größere Siedlung, mit Tankstelle und ein paar Häusern.
Kein Event unterwegs, diese Fahrt ist wirklich nicht der Bringer.
Wir wollen die kommenden drei Nächte in Page, Arizona verbringen, die Tage natürlich auch?, deshalb heute dieser lange Trip. Sehr viel Zeit hier in den USA verbleibt uns ja auch nicht. Page, AZ, dann Vegas, NV und die letzte Nacht in Modesto, CA…und schon ist der Spuk vorbei.

Nach einigen Stunden verließen wir die I-15 und bogen auf die US-89 ein. Hier realisierte ich, dass Waze uns am Bryce Canyon National Park entlangroutet und mit Mehrheitsentscheidung des Familienrates machten wir hier Stopp. Susi ist sonst immer so drauf, dass sie ziemlich genau weiß, was man wo gut erreichen kann, was sich lohnt anzuschauen etc. Diesmal haben wir keine definitive Route für nach der Sonnenfinsternis geplant. Ich hatte nur Möglichkeiten recherchiert, aber diese lagen alle weiter östlich. So z.B. stand mal wieder der Arches National Park auf der Wunsch-und-Planungs-Liste?. Diesen versuche ich seit 1997(!), das liegt im letzten Jahrtausend?, zu sehen. Fast jede Reise in die USA (und das waren nicht wenige) brachte während der Vorbereitung die Arches ins Gespräch…und bis jetzt haben wir es nicht geschafft?. Nun aber zurück, zur momentanen Route: wir wollten eigentlich nur entspannt, ohne große Highlights, eben nur Kühe und Tankstellen, nach Page fahren, aber diesen National Park muss man einfach gesehen haben, wie die folgenden Bilder beweisen.

Bryce Canyon
Bryce Canyon
Bryce Canyon
Bryce Canyon
Bryce Canyon
…mit Töchterchen
Flug-Getier am Himmel

Wir sind nur den kleinen Loop gefahren, aber hier mit absoluten Highlights. Hier benötig man Zeit und Vorbereitung und dann sollte man auf jeden Fall den einen oder anderen Wandertrail bewältigen. Es gibt derer einige und was ich auf die Schnelle gesehen habe, findet man Trails, die einen nicht zu sehr fordern, rein distanzmäßig.

Nach diesen Eindrücken, setzten wir unseren Weg gen Page fort. Die Landschaft blieb unbeschreiblich schön, Felsen überall, in unterschiedlichen Farbtönen, hin und wieder ein Canyon und das Alles, so schön, aber nur zum Anschauen zu gebrauchen. Alles lebensfeindliche Wüste. Wenn man rechts ranfährt und aussteigt, den Motor abschaltet und einfach nur in dieser Hitze unbeweglich stehen bleibt hört man nichts. Es gibt kein Geräusch, die einzigen Lebewesen, die wir hier sahen, waren Eidechsen (und die rennen geräuschlos?)… Es ist so still, das es ein komisches Gefühl in den Ohren macht, wie eine Art Druck. Sanja beschrieb es so, es so leise, dass es einem vom Gefühl her schon wieder sehr laut erscheint. Wenn sich den ein Auto auf der Straße nähert, denn das ist das Einzige, was hier in dieser verlassenen Gegend Geräusche produziert, hat das fast etwas Erlösendes.

Wir erreichten Page ohne weitere Vorkommnisse, fanden unser Hotel auf Anhieb, wir waren genau in diesem schon einmal und zogen ein.

Viel mehr lief an diesem Abend nicht mehr, Colin fiel nur sofort auf, dass das Internet hier wirklich $#1][ ist.

Das ist ein Grund, den Wohnort zu wechseln!
Rechner in der Lobby, innerhalb von 18 Std., hat sich dort gerade mal ein halbes GB Daten durch die Leitung gequält!

Hier der Link zum 2013er Page-Aufenthalt: Glen Canyon und Page

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