30. August ’17 Zurück in Europa |Tag 25|

Wir sind gerade am Airport Oslo angekommen und haben unseren Touran beim Parkservice „Dalen“ https://www.dalenparkering.no/  eingesammelt und schon geht es gen Süden. Unser nächster Stopp ist Trelleborg. Hier werden wir die Fähre rüber nach Rostock nehmen.

Nun habe ich Zeit, über unsere letzten Tage in den USA zu schreiben. Wir haben nach dem beeindruckenden Besuch des Grand Canyons abends unser Casino-Hotel erreicht. Es war heiß in Mesquite, NV, direkt hinter der Grenze zu Utah. Abends über 30°C! Wir checkten ein. Die Rezeption befindet sich mitten im Casino. Überall Spielautomaten, die blinken und entsprechenden Lärm dazu machen und dabei müssen Menschen an einer Hotelrezeption arbeiten, ich würde über kurz oder lang einen Knall kriegen. Mike meint, den Krawall kann man tagsüber teilweise ausblenden und der menschliche Körper reagiert eher so, als dass er zu Hause mit der Abstinenz nicht zurechtkommt und der Betroffene bestimmt einen eigenen Spielautomaten im Wohnzimmer aufstellt….

Casinos, überall…
Selbst der DunkinDonuts, den wir besuchten, versteckte sich in einem Casino

Hier zogen wir für zwei Nächte ein. Vom Casino bekamen wir nichts weiter mit, der Pool war groß, die Zimmer spatanisch aber sauber, wir zogen wegen bestimmter Krabbeltierchen vom Groundfloor in die dritte Etage um, diese Tierchen leben einfach in diesem Klima und unser erstes  Zimmer lag wohl genau auf derer Haupt-Spazier-Route.

Die kommenden zwei Tage waren für Vegas reserviert. Mesquite liegt ca 130 km von Vegas entfernt, wir buchten hier, da es in Vegas ab Freitag bis zum Sonntag einfach keine bezahlbaren Unterkünfte gibt…

Wir suchten uns etwas Entfernteres, aber immer noch so, dass wir Vegas erreichen konnten (130 km sind in diesem Land nichts an Entfernung). Ein Tag war den Outlets vorbehalten, den anderen  Tag verbrachten wir getrennt. Die Männer machten Männertag (Elektronikmärkte und Autorennstrecke), die Mädels machten auch ihren eigenen Tag. Das kommt jetzt bestimmt sehr überraschend, aber Sanja hat sich „Barnes&Noble“ (der ultimative Buchladen) gewünscht.

B&N
Alles ist abgemeldet, Töchterchen ist in ihrem Element
Jeder Barnes&Noble hat einen eigenen Starbucks!!!
Glückseligkeit

So ließen wir unsere Rundreise langsam ausklingen. Die Nacht vom Sonntag zum Montag checkten wir in Vegas ein, da das Wochenende vorüber ist, sehen die Preise dann wieder mormal aus und wir näherten uns weiter der Westküste, wo unser Abflughafen liegt.

Am Montag, bevor wir uns weiter Richtung Kalifornien machten, haben wir versucht ein paar Blicke auf den „Hyperloop One“ zu werfen.

https://www.washingtonpost.com/video/national/hyperloop-conducts-a-successful-test/2017/07/12/4d2724a4-6759-11e7-94ab-5b1f0ff459df_video.html?utm_term=.bf61fa65a5b0

Leider konnte Mike vorher online nicht wirklich viel herausarbeiten, wir fanden die Teststrecke, konnten aber nur aus der Ferne einen Blick werfen.

Ganz da hinten, Hyperloop One @Apex Power Rd., North Las Vegas

Nächste und letzte Übernachtung Fresno, CA.

Hier hatte Mike noch die Gelegenheit unseren als unfallfrei deklarierten Mietwagen mit Gorilla-Glue (DER ultimative Klebstoff) zu flicken. Über die Kilometer, sahen wir, das sich das Spaltmaß auch dieses Wagens (siehe Beitrag von Tag 12: San Francisco „Thrifty“ Car Rental) vergrößerte. Irgendwann wurde uns klar, dass ein Vormieter wohl nach einem kleinen Unfall hier den Kotklügel mittels Klebstoff(!) …ich bin mir sicher, dass er Gorilla-Glue genutzt hat?, wiederbefestigt hat. Das können wir auch, da wir so überhaupt gar keine Lust auf Diskussionen bei Autorückgabe hatten…

IMG_7271
Über Nacht vernünftig fixiert, und schon hält das Ganze?

Es war eine ziemlich lange Strecke hierher, deswegen abends nur noch Pool und Erholung. Wobei Erholung bei mir dann am letzten Tag/ Abend eigentlich immer in Einpackwut ausartet. Immerhin habe ich mir die Fertigkeit angeeignet, in Taschen mit z.B. einem Volumen von einem halben Kubikmeter (big one), mindestens einen dreiviertel Kubikmeter reinzubekommen?. Gestern sind wir die letzten Meilen nach Oakland, CA gefahren, rein in den Flieger der Norwegian Airshuttle und los. Es war wieder ein DreamLiner und das Werbefilmchen versprach uns durch ein tolles Lichtmanagement, das während des Fluges/ zum Ende des Fluges eingesetzt wird „More Jet and less Lag.“ …klingt nach Lichttherapie und hat nicht gewirkt (subjektive Einschätzung der Passagierin/ Verfasserin). Trotzdem, der Flug war ruhig, ich denke auch, dass es keine Winde/ Wetterunbillen gibt, die einen so großen Vogel aus dem Gleichgewicht bringen können. In Oslo angekommen gab es wieder keine Airbridge. Das scheint Tradition zu sein, bei Norwegian Airshuttle. Bei drei Flügen unsererseits erinnere ich mich an drei Durchsagen, dass wir auf den Rüssel warten müssen. Eine halbe Stunde später, haben sie aber eine Airbridge aufgetrieben und wir durften raus, in europäische Luft. Der Captain erzählte etwas von einem wunderschönen Tag mit 16°C(!), wir bekamen einen Kälteschock. Auf dem Rollfeld standen alle dort beschäftigten (nordeuropäische) Menschen kurzärmelig und teilweise kurzbeinig herum und wir begannen nach unseren Jacken zu graben!!! Raus aus dem Flieger, durch die wertvolle, weil so rare Airbridge gelaufen und da standen wir. Es gab eine Rolltreppe nach oben, eine von den schmalen, wo man nicht nebeneinander steht, diese mussten alle bewältigen (da war noch ein kleiner Lift, wenn 4 Personen drinne waren, dann wurde die Luft knapp), alle Passagiere, und das sind in einem Dreamliner schon mal um die 300 rauf auf die Rolltreppe, die kaputt war. Niemand der Passagiere hielt sich an die 5kg-Höchstgrenze für das EINE Handgepäck! Tolles Bild, wie wir dort hochgekraxelt sind auf der Hut sich nicht mit einem anderen Passagier zu verkeilen.

Alles lief gut, wir wurden nach Gesichtskontrolle wieder nach Europa reingelassen, Norwegen ist nicht Mitglied der EU, aber der Grenzübertritt nach Schweden (EU) ist ja auch nur an der Meldung des Mobilfunkproviders zu merken, sonst muss man schon genau aufpassen, wenn man die Grenze aktiv erleben möchte (Schild).

In Norwegen haben wir unseren Gasbrenner betankt, man ist CNG hier teuer! Sind los und haben nach ca. einer Stunde festgestellt, dass das ein wirklich „dürres“ Zeug sein muss. Die Reichweite entsprach überhaupt nicht unseren Vorstellungen! Beim durchscrollen durch das Menü, zeigte uns dieses bei „Qualität“ auch genau drei Querstriche an (sonst gibt es 100% bei H-Gas und entsprechend weniger bei L-Gas). Erneutes Tanken in Schweden, noch teurer(!), um wenigstens bis zu Fähre zu kommen. Gleiche Qualitätsanzeige und dafür eine halbe Stunde später das Aufleuchten der Motorkontrollanzeige! Empfehlung: Werkstatt aufsuchen! In Schweden, nach 20°° Uhr, Mist. Der beste Ehemann von allen, checkt was möglich ist und wir entscheiden uns zur Weiterfahrt. Manuelles Umschalten auf Benzinbetrieb geht nicht, also fahren wir weiter mit CNG. Der Motor läuft rund, die Temperaturen stimmen, die Motorkontrollanzeige leuchtet und die Erdgasqualität ist unbekannt.

Hm…

Knapp 200km vor Trelleburg. Ich denke, dass alles gut geht und sich unsere Familienkutsche nur den Magen verdorben hat. Sollte dem so sein, ist das eine definitive Empfehlung auf keinem Fall mit einem Erdgasfahrzeug nach Skandinavien zu fahren.

 

36° 10.078 N -115° 8.886 W

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.