06. Februar ’18 Eine Woche auf Malta |Post 1|

Wie ich in dem Beitrag zuvor schon schrieb, verbringe ich die Winterferien mit dem Töchterchen auf Malta. Hier ist Off-Season. Die Preise für Reisen, wenn man denn bereit ist von einem anderen Flughafen, eines anderen Bundeslandes zu fliegen, sind moderat. Wir haben uns eine Pauschalreise geschnappt, da das eigene Zusammenstückeln, wie ich es z.B. letztes Jahr für Zypern tat nicht wirklich erfolgreich war. Also Pauschalreise, wo man am Ankunftsflughafen den Reiseveranstalter sucht und sich dann in einen Shuttle-Bus setzt.

Über den Alpen (pic taken by Sanja)
Anflug auf Luqa Airport Valletta (pic taken by Sanja)
Am Boden

Wir mussten uns erst mal durchfragen, wo denn die Sammelstelle war, denn von allen möglichen Veranstaltern wurden uns Zettel entgegengehalten, nur unseren fanden wir nicht. Da wir nur mit Handgepäck reisten, konnten wir das Warten am Baggage Claim überspringen und organisierten stattdessen Wochentickets für den Bus und Maps und Infomaterial von der Tourist-Info. Hier fanden wir auch unseren Reiseveranstalter, in einer Ecke der Arrivals Hall, in einem festinstallierten Kiosk. Wir stellten uns vor und prompt bekam ich den obligatorischen Zettel mit Zusatztouren, die wann und wo gebucht werden konnten, dazu die Rüge, dass alle schon auf uns warteten. Wahrscheinlich hat der Flieger das Gepäck der Reisenden in einer Megageschwindigkeit aufs Gepäckband gekippt, es war zumindest unklar, dass alle (derer 3) schon vor uns den Sammelpunkt erreichten.

Das Busnetzt ist wirklich gut ausgebaut.
Für 21.-€ kann man eine ganze Woche kreuz und quer fahren, auch auf Gozo.

Auch egal, wir wurden in einen kleinen Bus verfrachtet und los ging es, über Sliema, erster Stopp und ein Passagier verschwand, weiter nach Mellieha. Die Fahrt dauerte ca. 90 Minuten, bis wir in einer Gegend ankamen, die glaube ich im Sommer viel Tourismus zu ertragen hat. Wir sind in einem Hotel, direkt am Mittelmeer, mit entsprechendem Blick, was wirklich schön ist. Das Hotel hat eine sehr merkwürdige Bauform, es ist unwahrscheinlich langgestreckt und uns wurde ein Zimmer fast am Ende zugewiesen. Nachdem man von der Rezeption einige Ecken umrundet hat und einen merkwürdigen Flur passiert hat, in welchem an der Seite viele Tische der Reiseveranstalter stehen, wie ein lang gestrecktes Großraumbüro und wenn ein Klient gegenüber des Verkäufers Platz nimmt, dann sitzt er so im Durchgang, so dass Niemand mehr vorbeikommt. Das mag kein Problem sein, in einem abgelegenen Gang des Hotels, dies ist aber DER Gang, den alle benutzen, um zwischen Rezeption/ Ausgang und Zimmer zu wechseln.

Großraumbüro auf dem Hotelgang…

Wir hatten nun ein Zimmer, welches wirklich Fitness erforderte, um mehrmal täglich von A nach B zu kommen. Nun ist Schrittesammeln mein Ding und es wäre auch ok gewesen, aber in unserem Trackt sind nicht mal mehr ein Repeater für das Wi-Fi installiert, die hören zehn Zimmer früher auf. Wir hatten ca. 150 m zurückzulegen, auf einem kalten(!) zugigen Flur. Es erschien uns, als wenn hier hinten niemand wohnte. Ich ging zu Rezeption und fragte nach Zimmertausch, dieses wurde dann auch für den nächsten Tag gewährleistet und jetzt fühlen wir uns wieder etwas dazugehörig zum Hotel und dem Leben, das hier herrscht. Das Internet geht allerdings seit gestern gar nicht mehr in unserem Flur. Bei der Ankunft wurde mir gesagt, das ein „Kabel kaputt sei“☺, deshalb gäbe es in unserem Trakt zur Zeit kein Internet, meine Frage, ob das vielleicht mit den nicht vorhandenen Repeatern zusammenhängen könnte, wurde mehrmals übergangen. Heute nun war der Techniker „gerade“ da und hat alles repariert, nur leider scheint er das Internet in unserem Flur vergessen zu haben, das war ja auch das Einzige, welches nicht ging, überall sonst gabt es welches.

Der Flur, der nicht enden möchte!!! (pic taken by Sanja)

Das Wetter hat uns ein bisschen im Stich gelassen, bei dieser Reise. Es ist nicht so angenehm warm, wie wir es erwartet hatten, da permanent ein ziemlich frischer Wind geht, der heute fast stürmisch genannt werden kann. Wir machen auch daraus das Beste. Gestern sind wir mit dem Bus nach Valetta gefahren, besser, wir haben den Bus nach Sliema genommen und sind mit der Fähre übergesetzt.

Sliema-Valletta Ferry, mit Sanja
Valletta

Valletta ist auch in der Nebensaison voll, die Hauptstraße, Triq il-Republika ist voll mit Menschen und die meisten sind Touristen, ich glaube, dass ich in der Hauptsaison hier nicht sein möchte. Ansonsten hat sich diese Flaniermeile so entwickelt, dass man zwischen den Sehenswürdigkeiten nicht merkt in welcher Stadt man ist. Überall die gleichen Geschäfte, ich hätte auch in Bratislava spazierengehen können?. Das scheint wirklich die Hauptattraktion in den Großstädten zu sein, Markenwaren. Den Buchladen, in dem ich so gerne war, das war 1991(!), den gibt es noch und das Angebot ist wirklich gut. Sonst sind Sanja und ich einfach uns treibend lassend durch die Hauptstadt, haben uns viele Gebäude angeschaut, natürlich auch Kirxhen und waren zum Abschluss im St. Elmo Fort. Leider muss man hier, auch wenn man nicht ins Museum möchte (Kriegs-Museum) den kompletten Eintritt entrichten. Es gibt keine Möglichkeit mehr nur das Fort anzuschauen. Wir haben uns Eintrittskarten gekauft, da die Ankage sehr beeidruckend ist. Diese sollte man auf jeden Fall anschauen. Das Museum ist meinen Augen (rein subjektiv) nicht wirklich gut aufbereitet. So hat man wirklich Probleme, die Reihenfolge der Ausstellungsräume einzuhalten, wenn man einmal falsch abbog. Das passierte uns, wir wollten vor der Ausstellung, die ja gar nicht unsere Intention war, die Festungsanlage anschauen. Als wir dies getan hatten, versuchten wir den Beginn der Ausstellung zu finden. Das gelang uns nicht, wir konnten die Ausstellungsräume nur von hinten her aufrollen. Nirgends ein Hinweis, dafür aber ständig gesperrte Abgänge, Zugänge, Durchgänge. Ebenso fiel uns auf, dass teilweise nur dürftige Beschreibungen vorhanden waren, so z.B. in Raum 1. Drei Vitrinen und nur eine mit Informationen versehen. Das Fort ist ein Besuch wert, von dem Kriegs-Museum sollte man nicht zu viel erwarten.

Blick vom Fort St. Elmo
Gehört zum Fort

Wir verbrachten einen halben Tag in Valletta und Sanja hat bestimmt viele bleibende Eindrücke mitgenommen. Ich war wieder etwas erschrocken, wie sich doch Orte, an denen ich schon mal war (ich habe in Sliema 1991 mal 4 Wochen verbracht) verändern.

Hier noch mehr Eindrücke die wir aufgenommen haben:

Treppen überall
Im Sonnenschein (pic taken by Sanja)
Wolkig (pic taken by Sanja)
Typischer Straßenzug (pic taken by Sanja)
@ the Seafront (pic taken by Sanja)
Das Töchterchen fotografiert
St. Paul‘s Pro Cathedral

Mit dem Bus sind wir zurück nach Mellieha gefahren und waren uns einig, dass trotz des unschönen Wetters, dies doch ein erfolgreicher Tag war.

Tag zwei zeigte sich einer noch windigeren Seite. Fer Wind war aber wärmer als gestern. Wir beschlossen heute im Umkreis zu bleiben und uns den „Red Tower“ oder auch „Saint Agatha‘s Tower“ anzuschauen. Diesen konnten wir mit einer kleinen Wanderung erreichen, es sind vielleicht 1,5 km von unserer Unterkunft. Der wachturm ist 1649 fertiggestellt wurden und anfang dieses Jahrtausends restauriert worden. Wer in der Nähe ist, sollte einen Abstecher machen. Einfach der Geschichte wegen oder um den Ausblick von dem Turm zu genießen.

Red Tower 1
Red Tower 2
Red Tower 3

 

In der Gegend lässt es sich wirklich gut wandern und so konnten wir noch ein paar schöne Blicke erhaschen.

Mittelmeer, die Sonne traut sich doch ein bisschen hervor
Kakteen
Mauer

 

Zum Abschluss des Tagen hat uns der Bus zum Ferry Terminal Cirkewwa gebracht. Wir planen morgen eigentlich nach Comino zu Fahren, aber es scheint, dass die Fähre diese Strecke morgen nicht ab Cirkewwa fährt, so die Information, die wir hier erhielten. So werden wir nach Gozo rüberfahren und von dort, wenn möglich nach Comino, wenn das nicht geht, dann haben wir Zeit für Victoria (Rabat) auf Gozo.Nachtrag:

An der Rezeption wurde mir heute, nachdem der Techniker ja da war, von einer anderen Dame totale Unwissenheit kundgetan. Wisse sie nichts von, werde sie weiterleiten und ein paar Stunden später, diesmal ein Herr, hieß es, es liege an der Menge der Geräte die eingeloggt seien. Letzteres habe ich dann doch dementieren müssen, diese Antwort war einfach zu albern.

Ich erklärte ihm erneut, dass es gar keine Verbindung zum Router gibt, ich sofort abgewiesen werde, mit der Meldung No Internet Connection und dem Ausrufezeichen im WiFi-Symbol. Er beharrte auf dem Bandbreitenproblem (was mir zeigte, dass er nicht wirklich Bescheid wusste) dann kam mehrfach die Antwort, dass der Manager sich darum kümmern müsse. Tja, sollte ich jetzt auf  Kontakt zum Manager beharren? Hätten vielleicht manche gemacht, mir war das zu doof. Ich bin auf die morgige Antwort gespannt. Die sammle ich jetzt einfach und stelle sie bei der Hotelbewertung, die mir inzwischen ein Bedüfnis ist, online.

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