24. Januar ’18 Eine Woche in New York City |Tag 1|

Ein neues Jahr, es ist Januar 2018 und das Jahr ist gerade mal 24 Tage alt….was jetzt kommt, kann der regelmäßige Besucher dieses Blogs, der eventuell auch die Posts liest (es soll ja doch einige wenige geben), erahnen!
Ja! Sie haben es wieder getan! Es ist ungefähr 17:30 Uhr und SuMi, ohne SaCo sitzen in einer A330-300 der Lufthansa. Der Vogel ist nicht mal zur Hälfte ausgebucht und bereitet sich gerade auf den Start von TXL nach JFK vor. Davor gab es kleine Schwierigkeiten beim Check-In. Heute sollten wir hier in Deutschland, am Abflughafen eine ausgedruckte ESTA vorlegen. Wer mit dieser Materie nicht vertraut ist. Die ESTA ersetzt das Visum. Das brauchen wir mit unserem deutschen Pass sowieso nicht, zumindest konnten wir vor 2008 ohne jegliche Vorbereitung in die USA einreisen. Nun müssen wir eine ESTA (Electronic System for Travel Authorisation) beantragen, 14.-€ löhnen und können dann einreisen. Dieses Dokument ist zwei Jahre gültig und wir haben es noch nie irgendwo vorlegen müssen. Bei Einreise in die USA prüft die Homeland Security im System, ob diese Genehmigung beantragt und erteilt wurde. Die ESTA ist an den Reisepass gekoppelt, so dass ich z.B. eine neue beantragen musste, obwohl meine noch gültig war, da ich mir einen neuen Pass machen lassen musste. Mein gutes Stück ist nach nicht mal 8 Jahren einfach zerfallen. Also, die ESTA auszudrucken wird weder irgendwo empfohlen (zumindest ist mir keine Empfehlung bewusst untergekommen, nur ein Hinweis des Speicherns auf dem Rechner), noch wurde jemals danach gefragt. Nachdem ich mich gestern bei der Lufthansa nicht einchecken konnte, es gab eine undefinierbare Fehlermeldung und heute am Schalter meine gesamtem Daten zurückgesetzt wurden, kam dann die Frage nach benanntem Ausdruck. Überall Fragezeichen und „Häh‘s????“ (Mit Idioten-Apostroph, sieht einfach besser aus??). Der gute Mann der hinter dem Check-In, aber vor der Passkontrolle und Security stand (wer TXL kennt, weiß, dass ich hier von einem Areal von max. 30m2 spreche) wollte unbedingt dieses Stück Papier sehen. Ein paar Minuten später gab er sich aber mit der Antragsnummer, der Gültigkeitsdauer, und das alles präsentiert aus meiner Daten-Safe-App auf dem iPhone zufrieden. Im Notfall hätten wir die ESTA online aufrufen und ihm zeigen können, aber auf Papier zu beharren scheint mir einfach nicht zeitgemäß. Nun aber zurück zu SuMi, und was denen so einfällt:
Wie kommen wir also dazu, schon wieder die heimatlichen Gefilde zu verlassen? Ich habe da mehrere Gründe und Erklärungen parat.
Erstens, die Schichtarbeit, des besten Ehemanns der Welt, ist zwar nicht unbedingt gesundheitsfördernd und nach einigen Jahren mit diesem krusen Wach-Schlaf-Rhythmus und den häufigen Fragen, welcher Wochentag eigentlich sei, konditioniert sich die Ehefrau auch langsam dahin.
Die Wochentage sind schon länger durcheinander und eigentlich verdanken wir es nur den Kindern, die von Montag bis Freitag zur Schule gehen, dass wir den Überblick nicht total verlieren.
Seit einigen Monaten bin ich so drauf, dass ich eigentlich auch dann wach bin, wenn Mike auf Arbeit ist. Das ist ziemlich schräg und bringt mir überhaupt keine Vorteile, ich habe aber noch kein Modell entwickelt, wie ich diesem Zustand entgegenwirken kann. Machen wir einfach das Beste draus. Schlafen kann man auch noch, wenn man tot ist?.
Alle Nachteile, wie Unausgeschlafenheit, Appetitattacken, zu merkwürdigen Uhrzeiten, das abrupte Beenden meines mäßig erholsamen Schlafes, durch mich selbst, bevorzugt um 3:26 in der Früh (warum auch immer ich zu dieser Uhrzeit wach werde) all dieses bringt auch Vorteile. Freie Arbeitstage meines Mannes, die verplant werden können. Wer fliegt schon an einem Mittwoch Nachmittag mit einem Linienflugzeug nach NYC. Und preiswert war es auch noch. Das ist aber bekannt, dass wir hier wahre Meister geworden sind, im Suchen und Finden der Schnäppchen bei den Airlines.
Im Dezember beobachteten wir die Wettersituation an der Ostküste und den Niagara-Fällen. Das war schon krass und da wir vor vor einem guten Jahr diese Kälte mit ihren Naturschauspielen an den Niagara-Fällen erlebt hatten,  http://sumisaco.eu/2016/12/15/20161214-niagara-falls-ontario-und-new-york-state/ beschlossen wir, es zu riskieren. Wir buchten diesen Flug, mit der Idee, entweder ist es noch so kalt oder wieder so kalt oder wärmer. Nun ist es wärmer, also fallen die Niagara-Fälle flach und wir bleiben diese knappe Woche in New York. So groß war das Risiko nicht, da NYC auf jeden Fall immer eine Reise wert ist.
Unterkunft haben wir diesmal nicht in Jersey City und auch sonst nirgends auf der New Jersey-Seite. Wir haben uns ins YMCA-Hostel eingebucht. Eigenes Zimmer mit bunk bed und Gruppenklo?. Jetzt bitte nicht anfangen diesen Song aus den 70er zu summen, den mit dem Bauarbeiter, dem Indianer (sorry, das war jetzt nicht „pc“,dem Native American) und was da noch für Gestalten auf der Mattscheibe des Röhrenfernsehers rumhüpften. Also, wir pennen im YMCA oder allgemein „The Y“. Man muss weder jung sein („Y“=young), noch muss man männlichen Geschlechts sein („M“=men), noch einer Kirche angehören („C“=christian), man geht einfach auf die Seite von booking.com, sieht, dass das YMCA die preiswerteste Variante ist und violá, hat man ein Zimmer. Das wird bestimmt gut und in Chicago haben wir bei oben erwähnten Trip ja auch gute Erfahrungen mit dem Hostel gemacht.

Nun befinden wir uns ungefähr über Kopenhagen, das heißt, wir sind seit einer knappen Stunde in der Luft, ich habe, genauso wie Mike eine Vierer-Reihe für mich ganz alleine. Das ist ökologischer Wahnsinn, aber es bringt wohl nichts, darüber nachzudenken. Vor einigen Jahren ist uns das schon einmal passiert, dass wir im Flugzeug liegen konnten, ausgestreckt über 4(!) Sitze. Das wird entspannend. Wir werden völlig relaxed in NYC ankommen, zu einer Uhrzeit, wo es zu Hause in Deutschland irgendetwas gegen 2:00 Uhr früh ist. Und mir schwant schon, dass wir irgendwann ins Doppelstock-Bett kippen, dann aber zu einer Zeit wach sein werden, wo der durchschnittliche New Yorker sich das erste mal im Bett dreht, um sich keinen Decubitus zuzulegen. Zu einer Zeit, wo selbst bei Starbucks noch die Kaffeemaschine geputzt wird und der Laden definitiv geschlossen ist. Das fetzt! Ich liebe diese Gegebenheiten, einfach machen und gucken was passiert. Das Hostel haben wir auch erst vor zwei Tagen gebucht, dann als uns klar war, das wir an den Niagara-Fällen statt des erwarteten Eis-Zaubers nur Matsch zu sehen bekommen würden.

Auweia, mehr als die Hälfte der Sitze sind leer, jetzt ist auch klar, warum unser Rückflug verlegt wurde…

Das war eine kurze Einführung.

 

Wir landeten planmäßig in JFK und passierten die Immigration, mit einem sehr gut gelaunten Grenzbeamten, also wirkliches nettes Willkommen. Um vom Airport wegzukommen, muss man den AirTrain nehmen. An diesem kommt man nicht vorbei, wobei es so geregelt ist, dass, wer zum CarRental möchte nichts zu bezahlen braucht (kopfschüttel), wer allerdings zu Jamaica Station will, um dort z.B. in die MTA umzusteigen hat pro Person $ 5.- zu löhnen. Was man machen sollte, ist, wenn man noch alte MTA-Karten hat, diese mitzubringen, sie werden vom System akzeptiert, eventuell ausgetauscht und man spart sich die Kartengebühr. Den AirTrain kann man auch mit MTA-Guthaben bezahlen, einfach $ 10.- auf eine Karte tanken und schon läuft der Hase. Was allerdings noch ein sehr wichtiger Hinweis ist. Kreditkarten werden nur 2x pro Tag akzeptiert, dann sind sie für den Ticketkauf, für 24 Stunden, gesperrt. Das hatte ich bei meinem letzten Aufenthalt hier schon mal herausgearbeitet, ein MTA-Mitarbeiter war mal so freundlich und hat mir das erklärt, der Grund sind Sicherheitsaspekte, geklaute Kreditkarten sind nicht gut einsetzbar bei der MTA.

Unsere Unterkunft befindet sich wirklich mitten in Manhattan, nicht weit zum Crysler-Building und auch der Central Park ist fußläufig zu erreichen, natürlich auch mit der Subway, wir haben ja Wochentickets?.

Es ist saukalt draußen, aber die Sonne scheint. Mit einem heißen Kaffee von Starbucks und einer Kiste Donuts lässt sich der Morgen aber richtig gut beginnen.

Klasse Kombi, ober (deutsches) Bier und im Untergeschoss Donuts
Erstes Foto heute früh, E 47th St

 

 

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