28. Januar ’18 Eine Woche in New York City |Tag 6|

Gestern habe ich keinen Beitrag geschrieben, da dies unser Outlet-Tag war. Das ist obligatorisch und wenig spektakulär, eigentlich…

Woodbury Common Outlet ist die Empfehlung, beim Aufenthalt in NYC. Dieses Outlet liegt in Upstate New York und um hinzukommen benötigt man am besten ein Auto. Es gibt die Möglichkeit, mit einem Bus, der eigens zum Outlet fährt, hinzukommen. Das ist nicht wirklich günstig und da wir sowieso mobil sein wollten, haben wir uns für einen Mietwagen entschieden. Wer es ähnlich plant, sollte unbedingt über Deutschland buchen, da eine Buchung hier direkt vor Ort um einiges teurer ist. Wir haben dieses Mal Unterkunft in Midtown, unsere favorisierter CarRental in Newport, NJ (ganz einfach mit dem PATH zu erreichen) hatte leider für Sonntag keinen Wagen verfügbar und aus diesem Grunde haben wir direkt in Manhattan gebucht. Die Autovermietung befand sich in einer Seitenstraße und irgendwie schien die gesammte Straße unterirdisch ein Parkhaus gewesen sein. Wir erhielten ein Auto und die wichtigen Tipps, wie zum Beispiel den Hinweis, welche Brücke bei Rückkehr nach NYC noch Bargeld für den Toll akzeptiert. Die Bayonne Bridge akzeptiert nämlich keine Zahlung außerhalb des elektronischen Bezahlsystems mehr, was für den Touri, der den eazyPass nicht mitgebucht hat, echt problematisch werden kann. Die Fahrt durch Manhattan verlief gut, ebenso die Rückfahrt.

Woodbury im Orange County liegt ungefähr 65 km nördlich von NYC. Wir hatten außerdem die Möglichkeit einen Abstecher im Walmart und bei IHOP einzulegen und genau deswegen, war es uns wichtig mit dem Auto zu fahren und nicht mit dem Bus. Für abenteuerlustige gibt es wohl noch die Möglichkeit, mit dem Zug bis nach Harriman Station zu fahren, aber das scheint preislich und zeittechnisch nicht empfehlenswert zu sein.

Über einen Outletbesuch gibt es wirklich nichts zu schreiben. Danach war der in unmittelbarer Nähe liegende Walmart fällig.

Hier fielen uns sehr viele ultra-orthodoxe Juden auf, die Einkäufe tätigten. Ist ja erlaubt? und Shabbath war ja auch vorbei, allerdings war die Menge schon beeindruckend. Es handelte ich wirklich um Ultra-Orthodoxe, die miteinanden Jiddisch sprachen. Die Kleidung und Haartracht genauso, wie in Mea Shearim in Jerusalem. Hin und wieder sieht man Anhänger der Hasidics, auf Flughäfen, in Großstätten, aber nie habe ich so viele außerhalb Jerusalems gesehen. Eine Internet-Recherche ergab, dass es genau hier, in Monroe, NY, eine eigene, eine komplett jüdische Stadt gibt. Kiryat Joel, zur Zeit mit einer Einwohnenrzahl von über 23.000! Entsprechend der gelebten Religion wird diese Zahl sehr schnell weiter ansteigen. Von 1980, mit knapp 2100 zu heute mit ca. 23.000. Sicherlich merkt man, dass von meiner Seite hier wenig Sympathie für diese Religion rüberkommt. Ich habe allgemein mit Religionen meine Schwierigkeiten, Religionen, mit denen ich mich ausreichend beschäftigt habe oder zu denen ich direkten Kontakt hatte, diese wage ich auch zu kritisieren. Das Judentum gehört dazu. Auch wenn dies ein reiner Reiseblog ist und hier keine Meinungsbildung betrieben werden sollte, denke ich dass ich trotzdem diese Plattform für Äußerungen, die auf rein privaten Erfahrungen beruhen, nutzen darf. Wir waren beeindruckt, ob der Menge, immer mit Familie im Schlepp.

Unser Rückweg gestaltete sich unproblematisch. Es wurde dunkel und wir schaukelten erst über eine State Route und später über Local Routes gen NYC. Die Washington Bridge passierten wir für schlappe 15.-$ Toll(!). In Höhe der 60th Street sahen wir plötzlich eine Seilbahngondel(!) über die Straße schweben. Das erschien uns erst surreal, aber Dank des DataPlans war es uns möglich, herauszuarbeiten, dass es hier wirklich eine Seilbahn von Mahattan nach Roosevelt Island gab. Der Plan, diese am nächsten Tag aufzusuchen war schnell gefasst.

Apropos „DataPlan“, mobiles Internet und den Möglichkeiten, die sich dem Reisenden bieten, dazu werde ich im nächsten Post ausführlich schreiben. Wir haben diesmal eine andere Möglichkeit genutzt, aber diese Angebote sind relativ verwirrend und funktionieren etwas anders, als wir es in Deutschland gewohnt sind. Ich habe Infos gesammelt und werde diese im Abschlussbeitrag darstellen.

Nun aber weiter mit unserem Reisebericht:

Heute, das Wetter war zwar kälter, aber um ein Weites besser, als gestern. Wir wohnen wirklich dermaßen zentral, dass wir heute erneut zu Fuß starten konnten. Ungefähr 1,5 km waren es bis zum Roosevelt Island Tramway Terminal. Dieser liegt and der 2nd Ave, Ecke East 59th St. und ist nicht zu übersehen. Die Seilbahn kann man ganz unkompliziert mit dem MTA-Ticket bezahlen. Der Preis ist identisch mit dem der MTA und wer ein Wochenticket hat, der kann genau dieses nutzen. Die Fahrt ist nicht lang, Roosevelt Island liegt ja auch in unmittelbarer Sichtweite, bietet aber wirklich spektakuläre Ausblicke, während man über den East River schwebt. Hier ein paar Eindrücke:

Ankunft der Gondel @2nd Ave
Roosevelt Island Bridge
Tramway Terminal @Roosevelt Island
@Roosevelt Island
Cornell Tech Campus @Roosevelt Island
Manhattan Skyline
Roosevelt Island Bridge

Auf Roosevelt Island gibt es das Fourth Freedom Memorial:

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Ein paar Eindrücke der Rückfahrt nach Manhattan folgen noch. Wir haben diese Tour abends bei Dunkelheit noch einmal gamacht. Allgemein kann ich sagen, bei einem New York Aufenthalt sollte dieses Event nicht fehlen.

Roosevelt Island Bridge, Manhattan bound
Roosevelt Island Bridge, Manhattan bound
Manhattan bound
Ankunft
@night

Das war aber nicht das Einzige, was wir an diesem, unserem letzten kompletten Tag hier unternahmen. Wir ließen uns durch Manhattan treiben, schauten hier und dort, einfach alles unter der Prämisse, dass uns niemand hetzt. Zum Abschluss des Tages besuchten wir World Trade Center Station/ Oculus erneut. Jetzt war wenig hier los. Ganz oben haben wir uns auf die Treppe gesetzt, eine Dose Coors geöffnet (keine Ahnung, ob man in NYC in der Öffentlichkeit Bier trinken darf) und haben diese Eindrücke eines unglaublichen Bauwerks wirken lassen.

Oculus
Oculus
Mike
Der 5-Train brachte uns wieder nach Grand Central

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