02. September ’18 New York City (2)

Sanja und ich sind im YMCA Vanderbilt in Midtown Manhattan unter gekommen. Mit Mike war ich schon im Januar hier, so dass ich wusste, worauf wir uns einließen. Das YMCA ist ein Hostel. Es gibt einzelne Zimmer in unterschiedlichen Größen. Wir haben ein Zwei-Bett-Zimmer in der 8. Etage. Das Zimmer ist ganze 7m2 groß und ist mit einem Doppelstockbett ausgestattet. Alles kein Problem. Das Gruppenklo und die Gruppendusche sind vielleicht nicht das Optimum, zumal ich feststellen musste, dass sich manche Gäste einfach nicht benehmen können. Das fängt damit an, dass Einigen wohl die Bedienung einer Klospülung komplett unbekannt ist. Außerhalb der Saison, wie im Januar ist es entspannter, aber in der Hauptsaison ist es wirklich grenzwertig hier einzuchecken. Das ist die Aussage von Jemanden, der/ die mit allen Gegenbenheiten versucht zurecht zu kommen. Das Personal war genervt, der Commonroom ständig überfüllt, die Dusche kam einem Hammam gleich, man brauchte echt einen guten Kreislauf, um hier nicht abzuklappen. Für Sanja war es ein Erlebnis. Wir konnten unsere Tür verschließen und hatten Ruhe, sonst waren wir unterwegs und irgendwie klappte es auch mit der Dusche.

Ganz doll schlimmes Internet im YMCA, zum Glück hatten wir uns mobiles Internet besorgt!
Frühstück auf der oberen Etage unseres Bettes

Das YMCA liegt super günstig. Ganz in der Nähe des UN Headquarters und des Grand Central Terminal. Wir konnten zu Fuß zur 5th Ave und hier zu Sanjas geliebtem Barnes&Noble.

Als Startpunkt, um die Stadt zu erkunden ist dieses Hostel sehr gut geeignet.

Sanjas Lieblingsladen -> Bücher, dieser hier am Union Square Park
:)
„The Strand“ auch ein cooler Bookstore in der Nähe vom Union Square Park

Wir haben eine Woche Zeit, um diese tolle Stadt zu erkunden.

Unser erster Tag gehörte dem Outlet in Woodbury, upstate New York. Das hatte nichts mit Bildungstrip zu tun, ist aber obligatorisch, wenn man in den USA unterwegs ist. Dazu kam, dass wir im Jet-Lag waren, was bedeutet, wir werden sehr früh wach sein an unserem ersten Tag. Die Vorbereitung bestand darin, dass Mike ein Auto bei Alamo reserviert hat. Ich wollte nicht unbedingt durch Manhattan fahren, muss nicht sein und um Manhattan Richtung New Jersey zu verlassen muss man über eine der Toll-Brücken. Es ist also egal, ob man Toll zahlt oder die Bahn nach New Jersey, um dort ein Auto beim Vermieter zu übernehmen. Letzteres taten wir. Wir fuhren ab NY Penn mit dem Zug zum Liberty Airport in Newark. Hier wartete ein Mietwagen auf uns. Alles problemlos, die vermieten sogar an weibliche Fahrer, bis jetzt ist immer der beste Ehemann von allen der Fahrer gewesen;) Ich musste mir nicht mal das linke Bein fesseln, um mit der Automatik zurechzukommen, nein alles funktionierte…

Unterwegs ließ mich meine Navi-App im Stich und schickte mich zu einer Toll Plaza, eigentlich keine Schwierigkeit diese zu passieren, nur, dass ich hier unbedingt bar zahlen sollte (der Weg war eigentlich ohne Toll-Gebühren geplant). Hm…ich brachte es auf eine Barschaft von ca. $5.- und handeln lassen die Mitarbeiter von der New Jetsey Turnpike Authority auch nicht mit sich…zum Schluss wurde mir eine Quittung mit dem Hinweis übergeben, dass ich unbedingt innerhalb von 5 Tagen die Toll-Gebühr bezahlen muss. Es war die Rede von einer Money Order (ich hatte keinen Schimmer, wovon die Dame sprach). Wir fuhren weiter, ohne irgendwelche Unterbrechungen, um rechtzeitig in Woodbury anzukommen. Eine halbe Stunde vor Öffnung. Nun hieß es erst mal Frühstück bei IHOP! :)

Über unseren Einkaufstag gibt es nicht viel zu schreiben, nur: plane NIEMALS soetwas am Labor Day Weekend! Es war voll und zwar so richtig. Unsere ersten beiden Stunden waren noch entspannt, aber ab Mittag bildeten sich vor(!) den Läden Schlangen. Die Menschen stellen sich wirklich meanderförmig in eine Schlange, um in einen bestimmten Laden gelassen zunwerden! Wir hatten zum Glück einen Plan, wußten genau, wohin wir wollten und so gestaltete es sich einigermaßen entspannt. Als wir allerdings nachmittags das Areal verlassen wollten traf uns fast der Schlag. Stau, um auf die Straße zu kommen, überall Polizei, die versuchte den Verkehr (der nur aus dem Outlet herausquoll) zu regeln. Echt eine Erfahrung, also nochmal: nicht am Labor Day Weekend ins Outlet gehen! ;)

Wir erreichten die Straße (State Route irgendwas) und fuhren nur ca. 1 Meile, um dann noch Station beim WalMart zu machen. Auch hierfür gilt: schlechtes Timing!

Alles ging gut, abends erreichten wir Newark, gaben das Auto zurück, fanden den richtigen Zug Richtung Manhattan und kamen spät und müde im YMCA an.

Zwei Tage später, am Dienstag machte ich mich auf den Weg, um herauszubekommen, was es mit dem Money-Order-Ding auf sich hat. Ich ging in eine Bank und fragte die Dame am Empfang aus und siehe da, das ist eine ganz übliche Bezahlvariante in den USA. Sehr sicher, aber mit Gebühren verbunden. Im Postoffice z.B. kann man für die Höhe des Zahlbetrages plus einer Gebühr eine Art Scheck kaufen. Diesen füllt man mit seinen Daten aus. Danach wird das Zettelchen in einen Umschlag, so einen altbackenen Briefumschlag, versehen mit Briefmarke,  getütet und wirklich via Snail-Mail an den Empfänger geschickt. Ich fühlte mich etwas wie im letzten Jahrtausend. Von einer Freundin ließ ich mir später, zu Hause, erklären, dass es wirklich üblich ist und sehr viele Rechnungen so beglichen werden. Oh, wie lobe ich mir da mein Internetbanking:) …