04. September ’18 New York City (3)

Unseren ersten Tag hier in New York verbrachten wir, wie zuvor berichtet mit Besorgungen. Somit konnten wir hier ein Häkchen setzen und uns anderen Dingen zuwenden. Wie schon erwähnt verbrachte Sanja eigentlich jeden Zeit Tag Zeit im Buchladen. Dieser eignet sich zum ausruhen, es gibt immer einen Starbucks bei Barnes&Noble, und ich hatte die Möglichkeit das nächste Ziel zu recherchieren (Wi-Fi ist auch vorhanden bei B&N, wobei man sich eine SIM-Karte besoregn sollte, mobiles Internet ist sehr hilfreich).

Wir ließen uns treiben und diese Stadt auf uns wirken. Die Architektur, der Central Park, der HighLine-Park, eine Fahrt mit der New York Ferry (von Roosevelt Island zum Pier11, Wall Street) oder die Seilbahnfahrt rüber nach Roosevelt Island. Das alles waren Eindrücke, die meine Tochter nicht mehr vergißt. Der ständige Kontakt zur englischen Sprache war gegeben.

An einem der Tage buchte ich eine Tour im 9/11 Tribute Center. Das ist nicht das große unterirdische Museum direkt am Groud Zero, das Tribute Center ist vielleicht 200m entfernt und kleiner, aber persönlicher. Da ich schon einmal hier war und ich im Vergleich beider Gedenkstätten vom Tribute Center sehr beeindruckt war, wählte ich dieses. Ich kannte die Tour nicht, aber ich muss sagen, das war mit das Beeindruckendste, was ich und auch Sanja in NYC erlebt haben. Wir waren nur 4 Teilnehmer, die Tour wurde von, ich benutze mal die Bezeichnung „Betroffenen“ geführt. Sonja heißt sie und war First responder bei 9/11 (Ersthelfer), außerdem begleitete uns ihr Ehemann, John, der als Cop direkt vor Ort war. Es war unglaublich, wie uns alles geschildert wurde. Wir konnten Fragen stellen. Die Berichte waren so erschütternd. Wer sich mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich diese Touren nur empfehlen. Sonja hat uns auch erklärt, dass diese Tätigkeit sehr hilfreich für die Betroffenen ist, viele leiden unter den Erlebnissen und finden bei dieser Arbeit die Möglichkeit besser damit zu leben, ich möchte sagen, es ist fast wie eine Art Therapie, darüber zu sprechen, mit Menschen, die interessiert sind, die deswegen hierhergekommen sind. Wir waren sehr beeindruckt. Diese Touren werden ausschließlich in Englisch angeboten (nur als Information).

One World Trade Center
Foto von Sanja, weiße Rosen werden zu Geburtstagen der Opfer durch das 9/11 Tribute Center den Namen zugeordnet. Wenn andersfarbige Blumen zu sehen sind, dann wurden diese von Verwandten, Freunden etc. gebracht.

Dieser Besuch war sehr beeindruckend und unwahrscheinlich informativ. Sanja konnte im Museum, welches wir auch noch besuchten, den gesamten Ablauf der Vorfälle kennenlernen. Das ist schockierend, z.B. wenn man originale Audiodateien zu hören bekommt, erst dachte ich, dass ich meiner 14-jährigen Tochter zu viel zumute, aber sie kann sehr gut damit umgehen.

Hier weitere Fotos rund um Ground Zero:

Oculus
Oculus, außen
Oculus, Bauarbeiter
Bauarbeiter bei der Pause

Ich möchte hier weitere Fotos posten, die wir in diesen Tage aufgenommen haben:

Midtown Manhattan
Airial Tramway nach Roosevelt Island
…nochmal
Roosevelt Island mit Manhattan Skyline
Skyline
East 23 St, Ferry Terminal, American Copper Buildings
Ferry Terminal, Fender
Manhattan Bridge
Brooklyn Bridge

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