06. September ’18 New York City (5)

Was macht man, wenn das Töchterchen den starken Wunsch hat, sich ein richtiges Tattoo stechen zu lassen?

Option eins: warten, bis sie volljährig ist, dann kann sie selbst entscheiden. Damit haben die Ellis auch die Möglichkeit den Empfehlungen der Experten zu folgen, wegen der Selbstfindungsphase der Kids und dem späteren Bereuen des Tattoos…

Option zwei: Bedenkzeit, diese kann ausgeweitet werden, bis die Volljährigkeit erreicht ist.

Option drei: wenn man zufällig in den USA ist, dann gibt es Bundesstaaten, in denen auch 14-Jährige mit Einwilligung der Eltern ein Tattoo bekommen dürfen.

Wir hatten also einen Plan:) Ich suchte online nach einem Tattoo-Studion in New Jersey, welches mit dem PATH von New York City aus gut zu erreichen war. Ich fand eins und nahm per eMail Kontakt auf. Sanja hatte schon ein Motiv entworfen und zu guter Letzt tauchten wir einfach vor Ort auf. Wir wurden unsere letzten Fragen los und vereinbarten einen Termin für den kommenden Tag. Sanjas Entwurf wurde noch etwas abgeändert.

Soweit zu den Vorbereitungen. Um ein minderjähriges Kind tätowieren zu lassen muss man seine ID und die des Kindes vorlegen und kopieren lassen. Wir wurden nach einer Geburtsurkunde gefragt, diese wäre aber in deutscher Sprache nicht hilfreich gewesen und damit wählte das Studio diesen Nachweis ab. Unsere Pässe wurden kopiert und wir unterschrieben beide eine Art Haftungsfreistellung.

Damit war Sanja bereit.

Das Stechen des Tattoos dauerte eine knappe Stunde. Sanja ertrug es gut, es fühlt sich an, als wenn mich eine Katze kratzt, allerdings dauerhaft und mit ziemlichem Nachdruck… ;)

Es geht los…
…fast fertig…
…geschafft, glückliches Kind.

Die „Nachbehandlung“ war easy. Ich dachte, dass wir das Tattoo nun mehrere Tage abdecken und schützen und sonst was treiben müssen. Nichts. Wir bekamen etwas Heilsalbe mit, den Tip unparfümierte Lotion zu besorgen und nach einem bestimmten Plan Hautpflege zu betreiben. Es heilte super, wir brauchten keine Pflaster, einfach nur die Anwendung von Hautpflegeprodukten.

Gekostet hat der Spaß $180.- und Sanja ist wirklich glücklich. Erstens: dass sie es durchgezogen hat, zweitens: dass sie es selbst entwerfen konnte, drittens: sie ist der festen Überzeugung, dass es ihr immer gefallen wird.

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Zusammenfassend war unsere Woche in New York ein voller Erfolg. Sanja hat viel gesehen und erlebt und viele neue Eindrücke gesammelt.

Am Airport, zurück nach Brüssel…
…Wartezeit @JFK…
…Wartezeit am Brüsseler Bahnhof. Unsere Rücktour ging diesmal mit der Bahn.

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