25. Juni ’12 Amtrak „Coast Starlight“ von LAX nach SEA (6. Tag)

Nun sitzen wir alle im Amtrak. Wir haben zwei Roomettes (das sind kleine, aber doch bequeme Abteile mit zwei Betten) gebucht, d.h. die Kinder haben ihr eigenes kleines Reich, ich trau‘ mich da gar nicht mehr reinzuschauen, da Sanja und Colin ihre Rucksäcke sofort bei Bezug komplett entleert haben. Das ist halt das, was Kinder als gemütlich empfinden…..
Wir haben uns heute morgen von unserem Motel zur Union Station, L.A. gestaut (klar, das eben ist Los Angeles). Mike hat uns abgesetzt und ist dann ganz schnell losgefahren, um den Mietwagen (aka „massive Schrankwand“ auf Rädern = „BUICK Enclave“) am Airport zurückgeben….wieder Stau, der METRO STAR vom Airport zurück zur Union Station (oder wie der Zug gleich hieß) war heute out of service…aber Mike ist doch noch rechzeitig zurück gewesen. Während dessen bin ich mit den Kindern die Union Station erkunden gegangen, mehrmals sind wir in irgendwelche Filmaufnahmen reingestolpert (ist eben Hollywood), was Sanja ganz toll fand, dann konnten wir unsere Tickets ausdrucken und sogar das Gepäck einchecken, dass heißt, wir mussten uns nicht mit dem Krempel behängen :-)
Nun sitzen wir hier im Zug mit all-inclusive (wenn man Schlafwagen bucht, dann ist das automatisch 1. Klasse und das bedeutet, alles ist enthalten…und wenn man jetzt noch sehr frühzeitig bucht, dann ist es gar nicht so teuer) und lassen es uns gut gehen. Die Kinder sind gerade zum Kino(!) um die Muppets zu gucken :-) Wirklich, der AMTRAK hat ein Kino ;-)

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L.A. Union Station, Bahnsteig
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Zum Zweiten…
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Einstieg
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…noch ’ne Ansicht des Bahnsteigs ;-)
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Roomette, die Kids lieben es!
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Costline
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Coastline

Hier ein paar Eindrücke von den ersten zwei Stunden unserer Fahrt :-)
Und nun beginnt hier noch eine Weinverkostung mit kalifornischem Wein und Käse…
Anmerkung zum AMTRAK: Fahre ich in Deutschland eine längere Strecke mit dem ICE, dann sehe ich den Zugbegleiter und weiß, dass im Triebwagen der Zugführer sitzt. Vielleicht ist da noch jemand im Speisewagen beschäftigt, aber das war es im Allgemeinen.
Hier nun sehe ich auch nach fünf Stunden Fahrt immer wieder neue Gesichter in AMTRAK-Uniformen an Bord. Ich frage mich, ob der halbe Zug unterwegs ist, die Angestellten von A nach B zu schaffen. AMTRAK ist ein Staatskonzern, das ist nicht zu verleugnen, ich habe aufgehört zu zählen, aber nachdem ich im Speisewagen sechs(!) AMTRAK-Menschen arbeiten sehen habe bin ich überzeugt, dass hier von Wirtschaftlichkeit nicht die Rede sein kann.

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