31. Januar ’16 Vorbereitungen

Es sind Ferien, zumindest haben die brandenburger Schulen eine Woche geschlossen. Das ist ja nicht überall in Deutschland so. Beide Kinder haben gute Zeugnisse zu Hause präsentiert und wir hatten vor einigen Wochen, die Idee mit den Kids diese Woche irgendwo in der Wärme zu verbringen. Da unser Sommerurlaub (siehe die Posts zu den vergangenen Reisen) dieses Jahr nicht stattfinden wird, forcierten wir diese Idee mit den Winterferien.

Die Idee war geboren und nach weiteren Planungen machen wir nun eine Männer-Nummer und eine Mädchen-Nummer :-)

Die Jungs sind in Hurghada, da kann man sich wunderbar in einem Resort einquartieren und braucht es die gesamte Zeit nicht einmal zu verlassen, einfach nur chillen, relaxen, die Haut im Pool aufweichen lassen, die Haut auf diversen Rutschen wundscheuern oder was auch immer. Alles unter den Prämisse der totalen Erholung!

Die Mädchen nennen ihre Reise „Bildungsreise“…wir haben Zypern gebucht und das klingt nach Ausgrabungen gucken, Wanderungen mit unendlich vielen zu Fuß zurückgelegten Kilometern …eben alles, was die Männer als Bestrafung ansehen würden. Zypern ist relativ teuer, da kommt es zu Gute, dass in Deutschland nicht wirklich Ferienzeit ist. Wir haben eine Pauschalreise gefunden, die ein Hotel zu guten Konditionen beinhaltet und den Flug. Dies separat zu buchen ist preislich nicht wirklich interessant. Und bei einer Pauschalreise gehört immer diese überflüssige Reiseleitung dazu…ich freue mich jetzt schon, wenn bei Ankunft ein Termin kommuniziert wird, an welchem man sich in der Lobby einzufinden hat. Hier erwartet einen dann ein Mitarbeiter des Reiseveranstalters und versucht überteuerte Ausflüge an den Mann/ die Frau zu bringen.

Ich habe einige Male aus Neugierde an solchen Verkaufsveranstaltungen teilgenommen und es war immer ein Erlebnis. 1997, zusammen mit Mike, wir waren sieben Wochen in den USA unterwegs, oh, das waren noch die wilden Zeiten, in denen man mindestens jede zweite Nacht im Auto schlief… Unsere letzte Woche haben wir von L.A. aus eine Pauschalreise nach Oahu gebucht. Pauschal = preiswerter, als individuell. Hier sind wir zu o.g. Veranstaltung getrabt, rein aus Neugierde. Als erstes wollten die uns fotografieren, dazu wurde jedem von uns ein Lei (dieser hawaiianische Blumenkranz) umgehangen. Ganz schrecklich, ich hasse gestellte Fotos und was soll ich schreiben: meine Seele haben die nicht in ihren Knipsapparat bekommen. Dann kam die Infoveranstaltung, die hätte in russisch abgehalten werden sollen. Wir waren sehr erstaunt, wie viele Russen hier Urlaub machten. Lange Rede, kurzer Sinn es kam überhaupt nichts sinnvolles raus. Immerhin wurde uns verraten, dass wir nahe dem Äquator waren und die Sonne hier stärker scheint, als zu Hause. Wir waren das erste Mal auf Hawaii und trotz der Fremde, haben wir auf eigene Faust bestimmt mehr gesehen und erlebt, als wenn wir Touren gebucht hätten.

Einmal war dieses Treffen aber wirklich toll. Mit meiner Schwester, war ich (auch pauschal) in Tunesien. Es war kurz nach dem Arabischen Frühling 2010. Es waren kaum Gäste im Hotel und dann kam die nette Dame von der „TUI“. Sie war Deutsche, vor vielen Jahren ausgewandert und nur wir drei saßen zusammen. Wir hatte ein Frage, wie wir an einen speziellen Ort kommen könnten und so kamen wir ins Reden. Es war ein tolles Gespräch, sie hat uns alles berichtet, wie sie den Arabischen Frühling erlebt hat, was die Tunesier nur erwarten, wie die Umstände davor waren, was sich schon geändert hat. Das Gespräch verlief nicht so, wie geplant (das Angebot irgendwelcher Touren war nicht im geringsten Bestandteil), aber es ist mir im Gedächtnis geblieben.

Nun habe ich mich mit diesem Post ein bisschen vom eigentlich Thema entfernt.

Sanja und ich werden morgen von TXL über Athen nach Larnaca fliegen, von dort werde ich berichten. Mike ist schon gestern nach Hurghada geflogen. Er wurde an der Passkontrolle in Deutschland nach einer Vollmacht gefragt. Diese Vollmacht hätte er vorlegen müssen, um zu beweisen, dass ich (Mama) mit der Reise Papa-Sohn einverstanden bin. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet! Zum Glück war der Beamte so kooperativ und hat das Kind befragt und befunden, dass Colin alt genug und glaubwürdig ist.

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