AirChina (Dezember ’17)

Excerpt:

[…] Der Online-Checkin war wieder nicht möglich. Die App fragte bei der Installation so viele Daten ab, dass ich dies abbrach, da ich zusätzlich zu meinen im System der AirChina hinterlegten Daten nicht noch mehr einem autoritärem Staatssystem überlassen wollte. Auch direkt auf der Air China Website konnten wir uns nicht erfolgreich einchecken. Dafür fand ich einen Weg, trotzdem Spezialessen (vegetarisch) zu ordern. Die Hotline, mit kostenfreier internationaler Rufnummer nimmt pro Tag gefühlt nur 3 Anrufe an, ich gab irgendwann entnervt auf, auch weil ich Bedenken hatte, dass die Musik die in der Warteschleife eingespielt wurde irgendwann mein Hirn formatieren würde. Die AirChina hat in Berlin ein Büro (Leipziger Platz 2, 10117 Berlin, Tel. (030) 23 60 8 1-0), angerufen und die Dame am Ende der Strippe nett gefragt, ob sie das Essen so im System vermerken könnte. Hat geklappt, sogar für den Rückflug. Weshalb ich hier so einen Aufwand trieb, ist einfach der Erfahrung von 2015 geschuldet. Dafür war das vegetarische Essen diesmal auf diesem Flug aber auch eine Erfahrung:)

Ovolakto-vegetarisch, ist gar kein Problem, aber die Meals schienen komplett aus Ei zu bestehen. Ich glaube ich habe noch nie soviel Ei verzerrt, gemessen an der Zeit, die ich dafür zur Verfügung hatte (so ein Flug ist ja endlich). Um dem Gesundheitsfaktor wenigstens etwas in diesen Diätplan einfließen zu lassen, ist das vegetarische Essen komplett zuckerfrei! Etwas neidisch schauten wir dann schon auf die Passagiere der Nachbarreihe, die irgendwelchen Kuchenstücke als Dessert bekamen. Egal, wir versuchten unseren Zuckerbedarf mit gesüßtem Kaffee zumindest temporär wettzumachen. Unser Flug war ein Co-Sharing-Flug mit, unter anderem, der Lufthansa. Der allgemein kaffeesüchtige Deutsche an Bord, der sich auf eine gute Koffein-Versorgung im Vorfeld freute, sah allerdings in die Röhre. Es gab kalte Getränke, dann merkwürdigerweise warmes(!) Wasser <brrr> und der Kaffee (Nescafe) war sehr gut auf dem Wagen versteckt, unsichtbar für alle Passagiere. Bei direkter Nachfrage und ich habe beobachtet, dass nicht viele diese Frage wagten, wurde die Kanne hervorgezogen, von ganz unten hinten.

Ansonsten herrschte die bekannte Unfreundlichkeit des Begleitpersonals, Übersetzung der Körpersprache: „Bitte nicht ansprechen!“, aber, das ist ja nicht wirklich wichtig, genau wie das Essen. Der Vogel soll sicher fliegen, im Notfall, wenn man kurz vor einem hypoglykämischen Schock stehen sollte, hat man irgendeinen Riegel oder Keks im Gepäck und Wasser habe ich sowieso immer dabei. Nur bei Kaffee wird es prekär, Wasser kann man gut hinter der Security am Airport auffüllen, einen Kaffeebrunnen habe ich noch nirgends gesehen…

In Düsseldorf bekamen wir ganz problemlos die Bordkarten bis nach Hong Kong, wurden also durchgecheckt. Wir flogen nur mit Handgepäck, was die Sache immer sehr vereinfacht. Der Flug war gut, die Zeit zum Umsteigen in PEK ausreichend bemessen und auch die Security passierten wir ohne Probleme. Wir waren ja informiert, welche Kapazität die Powerbank maximal haben darf, wonach sonst gesucht wird und hatten demzufolge nichts dabei, was uns verdächtig gemacht hätte. […]

Link zum kompletten Bericht:http://sumisaco.eu/hong-kong-4-0-air-china/