02. Januar ’16, Beijing, China („Forbidden City“ and Airport PEK) //-Kurzbewertung//

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Unser Flug von Düsseldorf nach Peking verlief gut, wir erreichten unseren Zwischenstopp morgens, es war noch dunkel und es sah diesig aus. Es war nicht wirklich diesig, das war eher Smog.

In Düsseldorf erhielten wir Voucher für den Aufenthalt in Peking, der mehr als 12 Stunden betrug. Was diese Voucher wirklich beinhalteten, konnte uns in Düsseldorf niemand sagen, also wollten wir uns überraschen lassen. Uns wurde gesagt, dass wir uns am Gate E10 einfinden sollten und dort hätten wir wohl die Möglichkeit einer Dusche, eines Frühstücks etc. Das ganze nannte sich „Business-Lounge <Irgendwas>“  und es hatte auf jeden Fall mit Zeitaufwand zu tun, sie zu erreichen. Wir durften uns bei den Transitpassagieren einreihen (ich glaube alle hatten diesen Status, denn die Schlange war lang) um in einen anderen Bereich des Flughafens, in unserem Fall, der Terminal 3 zu gelangen durften wir erneut die Security passieren. Niemand hatte die Möglichkeit, sich zwischen dem Ausstieg aus dem Flieger und dem Wechsel in diesen Bereich des Flughafens, zu bewaffnen oder an spaltbares Material zu kommen, so war die ganze Show eher eine pro-forma Sache. Allerdings darf ich nicht vergessen zu schreiben, dass alle Passagiere ihre mitgeführten Feuerzeuge abgeben mussten. Diese dürfen in der Stückzahl „Eins“ weltweit im Handgepäck mitgeführt werden (und NUR im Handgepäck). In China stehen sie auf der Black-List, der Liste für gefährliche und verbotene Dinge?…
Wir grübelten nun über den Grund für diese Ausnahmeregel nach und fanden nur zwei mögliche Erklärungen:
Da niemand in der Lage war, sich mit gefährlichen Dingen auszurüsten (siehe oben, wir stiegen ja alle gerade aus einem Flugzeug aus) hatte man mit der Aufnahme der Feuerzeuge in die Gefahrgutliste eine Existenzberechtigung für diesen Security-Check geschaffen, es wurden wirklich viele Feuerzeuge eingesammelt, die in durchsichtigen IKEA-Kisten, mit Einwurfschlitz, zu bewundern waren.
Wir waren uns nicht wirklich sicher, ob unsere Erklärung trifft, aber durch die Menge der konfiszierten Feuerzeuge inspiriert formulierten wir eine zweite Vermutung. Feuerzeuge sind in China ein rares Gut…. ?, also nicht mehr, nach Beschlagnahme dieser von allen einreisenden und durchreisenden Personen. Das könnte ein volkswirtschaftlich zu betrachtender Faktor sein in der VR China sein…
Wir erreichten irgendwann das Gate E10 und traten ein. Es war warm und gemütlich und ein Buffet war am Ende des Raumes zu erblicken. Hier könnten wir uns wirklich ein paar Stündchen akklimatisieren. Leider gab es ein Problem, die Dame am Empfang (der englischen Sprache nicht mächtig) tat sehr erstaunt beim Anblick unserer Voucher. Per google-Translator schrieb sie auf ihrem Rechner, dass die Dinger hier nicht akzeptiert würden. Tja, da ging er hin der Traum auf einen Kaffee in ruhiger Umgebung. Auch Rumtelefonieren brachte keine Lösung. Wir durften von dannen ziehen. Immerhin hat die Fluggesellschaft den Fehler gemacht und uns nicht umgebucht, da denkt man schon, dass einem eine lange Wartezeit etwas versüßt werden könnte. Wir fanden eine andere Air-China Lounge, diesmal stand „Business“ im Zusammenhang mit dem Air-China-Logo dranne. Wir präsentierten unsere Vouchers und bekamen sofort eine Abfuhr, dies wollten wir nicht so im Raum stehen lassen, eine kurze Diskussion, die wir zur Lösungsfindung begannen, brachte uns die Info, dass wir aus diesm Bereich des Flughafens heraus sollten und im T2 auf Etage sowieso eine andere Air China Lounge finden würden. Unsere Frage, wie lange wir dahin benötigen würden wurde mit einer Stunde beantwortet. Unglaublich, es war nun unsere Aufgabe von Pontius zu Pilatus zu rennen, um eine Entschädigung zu erhalten. Der Herr wurde dann richtig unfreundlich und machte uns herablassend klar, das wir hier nichts zu suchen hätten („…wir sind Business!“).
Es führte kein Weg zu einer Lösung, wir waren in der Lage uns selbst einen Kaffee zu kaufen und hatten mit der in Peking gewonnenen Zeit etwas anderes geplant.

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…nicht gegenlehnen…
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…auf gar keinen Fall! @Airport PEK
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„Stunden-Hotel“ ?! ;-)

Wir wollten in die Stadt. Es ist ziemlich einfach ein Tagesvisum zu erhalten, so unsere Information.

Es verlief folgendermaßen: Als wir das Flugzeug aus Deutschland verließen hatten wir die Möglichkeit, uns, nach einem gefühlten 2-Kilometer-Marsch, rechts zu halten. Hier war die Immigration und verteilte nach Paßprüfung Visa. Wir folgten aber dem Tross, der sich Richtung Transit/ Anschlußflüge bewegte (ich schrieb davon weiter oben). Wir hatten ja den Plan, erst in der „Lounge“ (ich glaube, das wird mein Unwort des Jahres) einzukehren. Das stellte sich nun als Fehler heraus. Wer einmal im Terminal 3 angekommen ist, bleibt im Terminal 3! So die Auskunft. Der Anschlussflug geht ab Terminal 3, also gibt es keinen Grund, diesen noch einmal verlassen zu wollen!!! Klare Regeln….und wir sind in China! Also diskutieren ist hier nicht! Siehe oben: „We are business, go away!“.

Wir fanden einen Informationsschalter und die Dame dort erklärte uns, dass es doch einen Weg gäbe. Wir sollten nur den „Staff only“-Schildern folgen. Wir fragten bei ihr nach, ob sie das wirklich so meinte und daraufhin machte sie eine Zeichnung auf einem Post-It….damit zogen wir los. Ein schmaler Gang, dann ein Drehkreuz um die Ecke 180°, eine Treppe hoch und schon standen wir im Rücken der Kollegen, die für irgendwelche Security-Aufgaben zuständig waren. Sie sahen uns nicht kommen und erschraken, als wir uns verbal bemerkbar machten. Sie waren wirklich überrascht, dass wir aus dieser Richtung kamen. Ein Uniformierter verschwand und kam nicht wieder. Ein anderer gab uns zu verstehen, dass wir hier nicht durch gehen dürften und blieb im Weg stehen. Wir hatten unsere Wegbeschreibung (Post-It), diese fungierte leider nicht als Passierschein. Ein anderer Uniformierter verschwand. Wir überlegten, ob sie plötzlich alle zur Frühstückspause gingen oder ob ihnen die Last der Verantwortung in diesem Fall zu groß erschien. Vielleicht wollten sie sich auch bewaffnen? Hinter uns tauchten nun vier weitere Reisende auf, sie hatten die gleiche Wegbeschreibung (Post-It) in der Hand und wir fühlten uns nicht mehr so ganz alleine. Leider kamen wir nicht weiter. Ein verbliebener Uniformierter erklärte uns, dass heute kein guter Tag sei, um nach Peking rein zu fahren. Wir waren aber nicht gewillt, seinen Ratschlag anzunehmen. Die vier Amerikaner die nun mit uns da standen versuchten ebenfalls ihr Glück. Irgendwann traten wir den Rückzug an. Treppe runter 180°, tja, da war aber das Drehkreuz. Wir hatten auf einen anderen Weg, den wir vielleicht finden würden gehofft, um wenigstens zurück in den offiziellen Teil von Terminal 3 zu kommen und von dort hätten wir einen neuen Versuch starten können. Nichts! Drehkreuz! Wir waren gefangen :-) Kopfkino: Es gib da diesen Film mit Tom Hanks, „Transit“, wie lange hielt er sich gleich im Transitbereich auf?…. Nein, weg mit diesen Gedanken und wieder hoch… Doch bevor wir den Rückweg antraten kam eine einzelner Reisender auf uns zu, noch hinter dem Drehkreuz, aber auch mit dem Post-It ausgestattet. Wir gaben zu bedenken, dass er, wenn er hier durchginge, oben nicht weiterkäme und auch nicht zurück könnte. Er zögerte und wir gingen wieder zurück zu unseren Uniformierten (wohin sollten wir auch?). Ich glaube, die waren nun echt genervt ob unserer Dreistigkeit, nun schon wieder hier aufzutauchen. Wir begannen wieder, unseren Wunsch, hier durch zu wollen/ durch zu müssen zu formulieren. Hinter uns tauchte der andere Reisende auf (er folgte wohl irgendeiner Zwangshandlung, dass er das Drehkreuz, ohne Möglichkeit des Rückwegs, passieren musste) so vergrößerte sich langsam unsere Gruppe. Um zum Schluss zu kommen, wir wurden durchgelassen, es waren vielleicht 15 Meter, die wir überwinden mussten und schon standen wir am Schalter der Immigration. Nun ging es wirklich einfach, wir bekamen unsere Visa gestempelt…

Bargeld besorgen ist theoretisch nicht schwer, allerdings konnte der Automat genau eine Sprache (die Landessprache) und es war ein Glücksspiel den richtigen Knopf zu drücken, nachdem man erraten hatte, was die Schriftzeichen wohl bedeuten könnten. Wir fanden sogar den richtigen Befehl zur Rückgabe meiner Kreditkarte, da diese nicht automatisch ausgespuckt wird, dazu läuft rechts oben auf dem Display ein 30-Sekunden-Countdown. Und 30 Sekunden können echt kurz sein, wenn man grübelt, ob der Geldautomat vielleicht bei falschem Tastendruck die Kreditkarte sofort zerhächselt oder die Karte einbehält (auch zu diesem Thema habe ich schon mal schreiben dürfen und es war nicht wirklich einfach, die Karte in einem fremden Land zurückzuerhalten). Alles ging gut und wir nahmen den Airport-Express Richtung City. Dieser kostet 25 RMB und ist wirklich flink. Unser Ziel war der Tian‘ Anmen Platz,, in dessen unmittelbarer Nähe liegt die Verbotene Stadt und genau diese beiden Sehenswürdigkeiten wollten wir und anschauen.

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Tian‘ Anmen Platz, „diesig“
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Kalt!!!

Das Wetter änderte sich von „diesig“, wohl eher smoggig (?neue Wortkreation!?) in, die Sonne möchte intensiv scheinen aber schafft es nicht, dazu war es saukalt. Wir waren nicht wirklich winterlich gekleidet, da wir Bangkok, mit mehr als 30°C, als Ziel geplant hatten. Mike und seine Schwester hatten wenigstens noch gefütterte Jacken an, meine Schwester und ich hatten nur die Möglichkeit, alles verfügbare übereinanderzupellen. Die Gewässer waren zugefroren und wir klapperten leise vor uns hin (albern sah es dazu auch noch aus, Annette z.B. war so farbenfroh angezogen, da war eine komplette RAL-Farben-Palette auf ihrem Oberkörper verteilt…ok, ich sah auch nicht wirklich geschmackvoll gekleidet aus).

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Wir :-)

Die „Verbotene Stadt“ ist der Hammer!!! Man hat schon mal ein paar Ansichten im Fernsehen gesehen, aber was sich da vor uns auftat, war einfach unglaublich. Es wollte kein Ende nehmen, Wir betraten, durch ein Tor, eine Art Hof um nach dem nächsten Tor wieder einen Hof mit neuem Tor vorzufinden. Alles restauriert (UNESCO Weltkulturerbe) und damit in gutem Zustand. Ich habe natürlich versucht Fotos zu machen, aber die können das nicht wiedergeben, was wir gesehen haben. Wir waren lange, sehr lange hier und haben nicht alles geschafft. Die „Verbotene Stadt“ ist ist auf jeden Fall eine Empfehlung!

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Etwas gibt es noch zu sagen zur Verbotenen Stadt. Das Verlassen ist nicht wirklich einfach. Den Weg, den wir hinein nahmen durften wir nicht in die andere Richtung (also hinaus) nehmen. Etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man weiß, dass direkt hinter diesem Tor die Straße liegt, zu der man möchte, aber ein bestimmtes „No!“ mit einer Handbewegung, die bedeuten soll, geh‘ hier weg und nimm den anderen Weg, ließ uns mehrmals zurückweichen und andere Ausgänge suchen. Diese waren auch angeschrieben, aber sehr unauffällig, so dass sie leicht übersehen werden konnten. Vielleicht war es heute einfach zu leer, sonst, wenn man mit dem Tross der Massen läuft wird man bestimmt gleich zum richtigen Ausgang geschoben oder mitgerissen…

Am Ausgang hat man die Möglichkeit hoch auf die Mauer zu gehen, das ließen wir uns nicht entgehen und es gab hier auch nette Ausblicke. Irgendwann mussten wir entscheiden, ob wir den Abgang links benutzen wollten oder weiter auf der Mauer bleiben wollten. unsere Entscheidung war fatal, nach nur einem Schritt in die Richtung des nächsten Abganges wird einem verwehrt, zurückzugehen und den verpassten Abgang zu nutzen. Fatal war es nur deshalb, weil die Kälte nach vielen Stunden so tief in unseren Körpern war, dass es langsam schwerfiel weiterzulaufen (das habe ich jetzt ein ganz klein wenig übertrieben)…

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Handschuhe am Motorroller

Hier ein paar Eindrücke, die mich teilweise an früher (an ein altes System) erinnern…überall sind sie… :-)

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Staatsmacht…

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Teaser :-|
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Laterne, für Licht und Ton und natürlich Überwachung
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…ganz viele von den Dingern…
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Ampel
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Wir wurden gefühlte 52x durchleuchtet, also nicht wir, sondern unser Gepäck (…und was mag da bloß dranne stehen)
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„Wanne“
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zwei Wannen…
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Police (mittels Verlängerungs-Strippe…)

Ein anderes Thema ist der Flug mit der Air China, das zu erleben war auch nicht schlecht. Da ist wirklich noch ein bisschen Sozialismus zu spüren. Ich werde in den nächsten Tagen eine Bewertung bei TripAdvisor schreiben und diese hier verlinken.