Beobachtungen, wie beeinflusst COVID-19 unser Familienleben? (Juni ’20)

Es ist Juni, genauer gesagt, Mitte Juni. Ich habe über zwei Wochen nichts Neues geschrieben. Trotzdem beeinflusst Corona weiter unser Leben, nicht mehr so massiv, wie in der Zeit nach dem 18. März, aber es ist weiter präsent. Die Schulen sind nun für alle Klassenstufen geöffnet, allerdings wir weiterhin nur die halbe Klasse unterrichtet, so dass die Kids nur zwei ider drei Mal pro Woche zum Gymnasium fahren. Sanja hat ihren MSA geschrieben und unsere Schule hat entgegen der Empfehlung des MBJS den Präsenzunterricht der 10. Klassen nicht gestoppt. In Brandenburg ist an vielen Schulen dieses Jahr nach der Prüfung Schluss, man kann sich vorstellen, dass meine Tochter nur mittelmäßig erfreut ist, die Schulbnk zu drücken, mit dem Wissen, dass eigentlich kein Stoff mehr vermittelt wird. Goethes „Faust“ in den letzten Tagen der 10. Klasse zu beginnen bringt nicht unbedingt motivierte Gesichter hervor…

Ansonsten beobachten wir. Wenn ich mit den Öffentlichen nach Berlin fahre, sehe ich weiterhin, dass sich einige Fahrgäste den Hygieneregeln widersetzen. Des Weiteren gab es große Demos und die strengen Regeln zum Thema, wieviele Menschen dürfen sich privat oder im öffentlichen Raum treffen, wurden auch aufgeweicht. Trotz allem sind die Infektionsraten, besonders in Brandenburg rückläufig aber ich kann den Gedanken an eine zweite Welle einfach nicht verdrängen. Der R-Wert liegt über 1 und seit heute sind die KiTAs wieder geöffnet. Dazu kommt, dass die Reisewarnungen für die EU und den Schengenraum nicht mehr gelten. Es gibt nur noch Hinweise aber keine Warnungen mehr. Ich bin gespannt,  nachdem ich heute las, dass zwei vollbesetzte Flieger von Deutschland nach Mallorca geflogen sind. Es gibt wohl genügend Menschen, denen nicht unwohl bei dem Gedanken ist, eventuell direkt neben einem Superspreader einige Stunden in der Luft zu verbringen. Vielleicht liege ich ja auch total falsch, wenn ich denke, dass dieses Virus unterschätzt wird. Bin ich eventuell zu vorsichtig? Ich mache keine Panik, ich verfolge nur die täglich veröffentlichten Zahlen des RKI, halte mich an die verbliebenen Regeln und beobachte. Es wäre natürlich schön, wenn ich auf dem Holzweg wäre und sich die gesamte Situation in den nächsten Monaten einfach in Luft auflöse, aber ich kann es einfach nicht glauben…

Hier wieder einige Fotos, die ich hin und wieder aufgenommen habe:

Hm,…krieg‘ ich da welches? ;)
Aufgenommen auf dem Gelände des Krankenhaus Rüdersdorf. Das ist wohl das Corona-Test-Zelt oder so…zum Glück nix los! :)
Gesehen im Hornbach Vogelsdorf: „Nine-Eleven“ ;)

In Rheinland-Pfalz werden wohl silberbeschichtete wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckungen vertickt. Was macht das Nano-Silber eigentlich mit den Viren?!

Gesehen im HIT-Supermarkt in Hachenburg, RLP

Als ich hier, Driedorf in Hessen, ankam, ich habe für ein paar Tage meine Schwester besucht, kamen mir einige Familien, bepackt mit unterschiedlichem Badeequipment entgegen…

Tja…

 

„Corona“-Party auf der Halfpipe!
;)

Der Juni geht zu Ende. Die Kinder haben Ferien und ich glaube, das die Schule der festen Überzeugung ist, das Corona komplett weg ist. Ich bin gespannt, megamäßig gespannt, wie es sich entwickelt und auch, wie die Schule im Herbst auf eine eventuelle zweite Welle vorbereitet sein wird. Natürlich hoffe ich, dass diese nicht kommt, aber die Eventualität kann man nicht wegreden…

Ich werde versuchen hier weiter zu berichten.

 

Eine gute Nachricht habe ich noch! Es gibt wieder Hefe!!!

Gesehen bei EDEKA inNeuenhagen.