COVID-19 und wie sich Planungen dadurch ändern können…

21. März 2020

Ich schreibe heute noch einen zweiten Blog-Eintrag. Zur Zeit stecke ich ganz tief in der Planung für ein High School Year in den USA für unsere Tochter oder soll ich das lieber in der Vergangenheit formulieren? Bis vor kurzem  war ich mit der Planung beschäftigt…

Wer in der Beitragsübersicht nach unten scrollt wird hier einiges dazu finden. Wir organisieren komplett selbst und aus diesem Grunde habe ich begonnen diese Arbeit durch Beiträge zu begleiten. Ich habe viele Informationen zusammengetragen und diese nicht anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen, empfinde ich als effizienzlos.

Die erste Änderung meines eng gestrickten Planes zur Realisierung dieses Auslandsaufenthalts wurde mir per SMS aufgezwungen. Am 12. März erhielt ich von der US-Botschaft in Berlin folgende Mitteilung:

Kurz und schmerzlos, die Übermittlung. Der 12. März, war der Tag, an welchem Trump seinen Travel-Ban gegenüber der EU ausgerufen hat (da wir ja wohl wqahrscheinlich die Schuld daran trägen, dass die USA ebenfalls COVID-19 Fälle zu verzeichnen hat). Mein Termin war für den 17.03.20 avisiert. Ich war der naiven Ansicht, ein B1/2-Visum zu beantragen, welches mir hoffentlich ab August ’20 einen längeren Aufenthalt in den Staaten ermöglichen sollte und dazu wollte ich es schon nutzen, um am 15. April für 10 Tage einzureisen. So hätte ich mir die erneute Beantragung einer ESTA gespart und das Visum, wenn man es einmal hat, gilt für 10 Jahre. Diese Idee war nun geerdet. Alles nicht so schlimm, Mike und ich werden im April mittels ESTA einreisen, dies zeigt, wie optimistisch wir nioch bei unserer Planung vorgingen. Ich vereinbarte Termine an der zukünftigen Schule, die Sanja besuchen möchte und wir waren mental schon auf knapp zwei Wochen Kalifornien eingestellt.

Meinen Botschafts-Termin habe ich online neu festgelegt, mein neuer Termin ist nun der 11. Mai 2020 (das war der erste verfügbare Termin).

 


Update 27. April 2020

Thema „Botschafts-Termin“. Just an dem Tag, an welchem Trump verkündet hat, dass er die ganze Green-Card-Geschichte auf Eis legen wird, erhielt ich von der Berliner US-Batschaft eine Neuanfertigung der bekannten SMS.

 

Weg war er mein Termin. Nicht, dass mir zur Zeit ein B-Visum für die USA irgendetwas nützen würde, so naiv bin ich nicht, nein ich möchte nur meine Bewerbung um ein Solches nicht verpuffen lassen. Um in diesem Prozess bis zur Terminverbarung zu kommen, hat der Bewerber nicht nur Zeit, sondern auch Geld investiert. Und die Passfotos sind hierbei der kleinste Posten. Ich bleibe also dranne, kann aber zur Zeit keinen neuen Termin vereinbaren, da der Link auf die entsprechende Webseite deaktiviert wurde.

Dafür gibt es aber neue Informationen…

Viel Text, aber der Hinweis, dass meine entrichtete Gebühr ein Jahr gültig bleibt ist schon hilfreich.

Den folgenden Text habe ich am 21. März geschrieben und bin eigentlich neugierig, wie eine Neuvergabe eines Termins nun vom System gehandhabt wird, aber leider ist die Seite z.Zt. nicht erreichbar. Ich werde diese Info aber nachreichen:)

 


Eins noch zur Terminvergabe seitens der US-Botschaft. Folgenden Screenshot muss ich einfach dazu posten. Die Botschaft hat meinen Termin annulliert, daraufhin habe ich einen neuen online festgelegt, diesen möchte ich weiterhin als meinen ersten Versuch bezeichnen. Das sieht die Botschaft aber anders, für das System ist es mir nun nicht mehr erlaubt einfach eine Änderung vorzunehmen… siehe folgende Mitteilung:

Das passierte alles in der 11. Kalender-Woche (09.-15.03.2020). Sanja hatte am Montag, dem 16. März ein Skype-Interview mit der High School. Dieses wurde schon via „work from home“ geführt, da die Schulen in Kalifornien nun geschlossen sind. Trotzdem klang alles sehr zuversichtlich, das Interview war ein voller Erfolg.

Bis vor wenigen Tagen betrachteten wir unseren Plan als ausführbar, allerdings scheint uns die Entwicklung seit Mittwoch eines anderen zu belehren. Kompletter Shut-down in Kalifornien, dann Lock-down und steigende Fallzahlen.

Momentan plant die High School am 20. April den Betrieb wieder aufzunehmen, das sehen wir von außen allerdings nicht so, wir sehen, das selbst hier in Deutschland als nicht realisierbar an. Mein letzter Kontakt mit der High School, gestern brachte mir die Information, dass es schon Schulen gibt, die das gesamte International Student Program ausgesetzt haben, unsere Wahlschule dazu aber erst am 20. April entscheiden kann.

Momentan liegt alles auf Eis. Unsere Orga, vor Ort ein Apartment zu mieten, genauso, wie die Planung unseren Polo mit auszuführen. Zum letzteren gehören einige nicht wenig aufwändige Vorbereitungen, tja…erst mal Stillstand!

 


27. MÄrz 2020

Kein High-School-Year! Vor zwei Wochen habe ich abgesagt. So wie es in der Welt aussieht, wird Reisen für viele Monate nicht möglich sein. Mit der High School bin ich so verblieben, dass Sanjas Bewerbung stehen bleibt und wir sie im kommenden Schuljahr reaktivieren können. Ich hoffe, dass sich bis dahin alles normalisiert hat, etwas Zweifel drängen sich mir aber auf…