High School Year USA, selbstorganisiert, Planung, erste Infos

20. Januar 2020

Das Jahr hat gerade begonnen, das Kalenderjahr, nicht das Schuljahr, als wir im Familienrat beschließen, es wäre doch gut sich mal schlau zu machen, ob ein High School Year für’s Töchterchen in Eigenregie zu organisieren, von Erfolg gekrönt sein könnte (ich kann in 2020 immer noch super Schachtelsätze verfassen🤪). Ich hoffe, der vorangehende Satz war verständlich… Also, Sanja besucht gerade die 10. Klasse eines Gymnasiums, das heißt, sie wird, beginnend im Frühjahr, Klausuren schreiben und Prüfungen ablegen, um die 10. Klasse mit der  eBBR (ein doofes Akronym, welches „erweiterte Berufsbildungs-Reife“ bedeutet) abzuschließen. Im Bundesland Brandenburg haben wir diesen Abschluss der 10. Klasse, anders, als in Berlin. Hier erlangt man den MSA. Egal, bräuchte Sanja den MSA, um eventuell zur 11. Klasse in eine Berliner Schule wechseln zu wollen, dann könnte dieser auf Antrag, bei uns abgelegt werden. Grob hatte ich mal herausgearbeitet, das eine dann eine zusätzliche Prüfung abgelegt werden muss. Nun ist das aber erst mal nicht von uns gewollt (also ein Wechsel nach Berlin). Eine andere Idee keimte ja schon in uns, wie oben erwähnt.

Der übliche Weg, um ein High School Year zu organisieren, ist der über eine Organisation/ Agentur. Derer gibt es einige und wir haben uns auch schon auf einer entsprechenden Messe mit einigen Vertretern unterhalten. Unsere Erfahrung geht sogar soweit, dass wir einen Austauschschüler bei uns aufgenommen haben. Dies ist einige Jahre her und die Erfahrungen waren leider eher negativ. Die Vorbereitung dieser Organisation war einfach schlecht, richtig schlecht, es machte alles einen eher planlosen Eindruck (und besagte Organisation war nicht neu am Markt, sondern alteingesessen). Wir hatten einfach Pech und möchten dieses Thema als erledigt betrachten.

Zurück zur Messe, hier möchte ich die JUBI (Jugendbildungs-Messe) empfehlen, diese findet mit Regelmäßigkeit an verschiedenen Orten der Bundesrepublik statt und ist einfach ein sehr guter Einstieg, um Fragen zu stellen, Kontakte zu machen, Informationen zusammenzutragen: https://weltweiser.de/jubi-messen-auslandsjahr-schule-reisen-lernen-bildung/

Diese Erfahrungen sind ein Grund, dass wir zur Option „Selbst-Orga“ greifen, aber auch irgendwie der Zustand, dass sich auf Grund dieser Planung ganz andere Möglichkeiten offenbaren. Und ich meine nicht nur, die Auswahl der Schule. Einige Agenturen bieten ebenfalls eine Auswahl aus einem eher bescheidenem Repertoire. Ich werde bestimmt noch einige Berichte zur Verwirklichung unserer Idee verfassen und hier werde ich versuchen alle Vorteile, aber auch Nachteile aufzuzeigen. Wie immer, alles rein subjektiv. Der eine oder andere schüttelt bestimmt den Kopf darüber, wenn er liest, was ich mit sehr viel Zeitaufwand versuche auf die Beine zu stellen, aber, wir wollen es versuchen und sind gespannt, in wieweit wir was schaffen…als, wie das Ergebnis aussehen wird.

Wir haben uns also entschieden, uns der Aufgabe zu stellen, einen Auslandsaufenthalt mit High School besuch selbst zu organisieren (das schrieb ich schon). Nun werde ich die Präsentation meiner Organisation nicht so spektakulär in diesem Blog darstellen können. Ich möchte Informationen zusammentragen, Links veröffentliche, vielleicht eine Art Check-List erstellen, die vielleicht jemand (ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich doch mal jemand auf diese Seite verirrt;) zum Nachahmen anregt. Keine Ahnung. Ich werde sehr viele Informationen über Abläufe, Regularien, Gesetze erfahren und es ist zu schade, dieses erlangte Wissen unveröffentlicht zu lassen.

Die Suche nach weiterführendern Informationen gestalten sich nicht unbedingt immer einfach. In einigen Städten Deutschlands findet man eine Anlaufstelle, um Fragen Betreff Auslandsaufenthalte, Visa, etc., persönlich klären zu können. In Berlin, als Hauptstadt sieht das eher mau aus! Gerne hätte ich im Amerika-Haus (Wikipedia: Amerika-Haus) begonnen, dieses gibt es aber nicht mehr, meine (naive, und so muss ich es wohl bezeichnen) Erwartung, dass ich über die US-Botschaft Informationen erhalten könnte, wurde relativ schnell geerdet. Nach der Wahl Rufnummer der Botschaft in Berlin (+49-30-8305-0), konnte ich einer Bandansage lauschen. Hier wird der Anrufen auf die Webseite verwiesen. Über https://de.usembassy.gov/de/ gibt es nicht wirklich erschöpfend Auskunft. Standard-Infos findet man unter einem weiterführenden Link https://www.ustraveldocs.com/de/de-niv-visatypeinfo.asp . Hier sind die verschiedenen Visa-Typen aufgeführt und auch kurz erklärt, aber nicht ausreichend  für unsere Planung, welche eher einem Sonderfall gleichkommt und das bringt automatisch zusätzliche Fragen mit sich. Es drehte sich, erst mal kein Weiterkommen. Die automatisierte Ansage gab mit unterschiedliche Optionen, welche aber nie zu einem Mitarbeiter führten, sondern nur zu Hinweisen. Ich probierte alle aus und irgendwie kam ich doch plötzlich zu einem Mitarbeiter durch. Ich stufe es als Versehen ein, da es für mich trotz mehrerer Versuche nicht reproduzierbar war. Ich war mittelmäßig aufgeregt, da ich aber noch am Anfang meiner Recherche stand, konnte ich meine Fragen noch nicht so spezifisch formulieren. Ich bekam einiges geklärt und für weiterführende Fragen eine eMail-Adresse. Dies nahm ich gerne an, ich schrieb kurze Zeit später eine eMail an folgende Adresse: austausch@state.gov Die Antwort sah folgendermaßen aus:

Da scheint jemand in einer Zeitschleife zu sein… Hier komme ich wohl nicht weiter!

Auf der Webseite der Botschaft wird auf die sog. „USAEducation Centers“ verwiesen. Leider sind diese nur Ansprechpartner für  „higher education“, nichts mit High School. Zumindest als ich hier herumgestochert habe. Über die Botschaft konnte ich demzufolge nichts erfahren. In Leipzig ist wohl gerade ein „USAEducation Centers“ im Aufbau, irgendwas läuft dort mit den „American Space“ in Zusammenarbeit mit der Uni Leipzig, ganz klar wurde es mir nicht und momentan ist da niemand richtig auskunftsfähig.

Weitere Recherche!

Ich fand fand das Deutsch-Amerikanische Institut Tübingen im Internet. Auf deren Webseite ist eine Broschüre zusammengestellt, welche erste Fragen klärt.

LINK: Info-Broschüre des „dai Tübingen“

Hier das pdf in der Version 1.3 (2017)  Info-Broschüre zum High School Year vom „dai“ Tübingen

Quelle: https://www.dai-tuebingen.de

In diesem Post habe ich erste Informationen zusammengefasst. Dies werde ich fortführen, zu Beginn thematisiert, später eher chronologisch. Über Kommentare und/ oder weiterführende Tipps, Ideen und auch Kritik freue ich mich immer…


Update [12.02.2020]

Durch Zufall fand ich eine Rufnummer, die mich zu der richtigen Mitarbeiterin der Amerikanistik-Fakultät der Uni Leipzig brachte. Die Webseite des DAIS ist zwar noch nicht sehr umfangreich aber hierüber erfuhr ich, dass der Aufbau des Deutsch Amerikanischen Instituts Sachsen in vollem Gange ist und hier findet sich der „American Space Leipzig“ wieder. Es wird über kurz oder lang eine Beratungsstelle im Osten geben. https://dai-sachsen.de/americanspaceleipzig