November ’14 Hong Kong 1.0, Anreise, Tipps, kurzer Abriss

Wir haben uns auf ein kleines Abenteuer eingelassen. Hong Kong stand eigentlich gar nicht auf unserer Wunschliste, aber wie es sich manchmal ergibt. Flug-Voucher der Etihad, die in einem bestimmten Zeitraum eingelöst werden mussten, ließen uns auf der Etihad-Seite recherchieren. Irgendwann im November kam Mike mit dem Vorschlag „Hong Kong“. Dank einer guten Freundin wussten wir unsere Kinder gut aufgehoben und konnten diesen Trip näher planen.
Oder eigentlich auch nicht. Ich habe zwar einen kleinen übersichtlichen Reiseführer besorgt, dieser hat uns auch einige Tipps gegeben, aber eigentlich wußten wir nur, wie wir vom Flughafen zum Hotel kommen, ohne den Airport-Express nutzen zu wollen.
Apropos Hotel: sehr teuer, Mike hat lange recherchiert ehe er etwas akzeptables gefunden hat. Wir waren in Kowloon untergebracht. Um direkt in Hong Kong ein zu Hotel zu buchen muss man noch tiefer in die Tasche greifen.
Wenn man ein Hotel sucht, dann ist es eigentlich nur wichtig auf die Nähe zur MTR zu achten, das kann man online, als ortsunkundiger gut in Erfahrung bringen. Bus-Maps oder Bus-Fahrpläne findet man gar nicht. Das Bussystem ist gut ausgebaut, es gibt unterschiedliche Unternehmer, z.B. CityBus oder die Lightbusses (das sind Kleinbusse). Letztere haben wir gar nicht genutzt, da wir überall mit der MTR hinkamen und sehr viel zu Fuss unterwegs waren.

Weiteres zum Hotel: wir hatten eins mit Frühstück gesucht und gebucht (der Preisunterschied ohne Frühstück war nicht besonders hoch), es gibt fast ausschließlich Angebote ohne Frühstück und das hat seinen Grund. Man benötigt es einfach nicht. Es gibt an jeder Ecke leckerste Backwaren oder wer eher verpackten Kram sucht findet Supermärkte oder kleine Läden. Für den Europäer ist ein guter Morgen-Kaffee wichtig, auch kein Problem, die Fastfood-Kette mit dem goldenen M hat Kaffee oder Starbucks ist auch oft zu finden. Es gibt an viele Ständen irgendwelche Tees fertig gekocht/ gebrüht (?) zu kaufen…da haben wir uns nicht rangetraut, aber nächstes Mal…

Ankunft am Airport und erste Schritte:
Man findet auf dem Flughafen Ständer des Hong Kong Tourist Board, hier sollte man sich mit Stadtplänen eindecken, da diese unterwegs nicht so reichlich gesät sind. Als Vorbereitung, noch in der Heimat, ist es gut, sich über die Seite von „CityBus Hong Kong“ rauszusuchen, welcher Bus einen zum Ziel bringt.
Bevor man zum Busterminal rennt bitte unbedingt eine OctopusCard kaufen, diese bekommt man MTR Info-Schalter für 150.-HKD, wobei 50.-HKD Pfand sind. Im Bus muss man passend zahlen, da es sich je nach Entfernung um 7.- bis 14.- HKD handelt (das entspricht ungefähr 0,70 bis 1,40 €) hat man diese bestimmt nicht parat, es sei den man konnte die ATM entsprechend überreden;-)
Eine OcctopusCard ist das absolute Muss! Jedes Verkehrsmittel akzeptiert sie, Supermärkte und Restaurants, man kann sie cash betanken (Add Value Machines in den MTR-Stations) oder an ausgewählten Bankautomaten auch via Kreditkarte. Die Octopus-Card kann mit 35.- HKD ins Minus gehen (deswegen der Pfand) und kann bei Abreise gegen Auszahlung zurückgegeben werden. Angeblich soll sie nach 180 Tagen ungültig werden, aber wir haben heute nachgefragt und da hieß es, wir können sie auch nach einem Jahr neu betanken. Wir haben also unsere behalten und werden es nächstes Jahr testen (die Planung für das kommende Jahr steht).

Also, nachdem man statt mit dem schnellen, teuren (ca. 100.- HKD) Airport-Express losgefahren ist, hat man die Möglichkeit erste Eindrücke zu sammeln. Bestimmt ist jeder erst mal geflasht (oh Gott gibt es das Wort überhaupt geschrieben???)… Besonders die Bauweise der Häuser und deren (äußerer) Zustand haben mich leicht geschockt (eben wegen der nicht ausführlichen Vorbereitung). Dann kommt man weiter in die Stadt hinein….Menschen, überall drängen sich Menschen, es ist voll. Die Laustärke nimmt man erst später wahr, wenn man nicht mehr im Bus sitzt.

Wir sind mit dem Bus bis zur Olympic Station (ca. 1 Stunde) gefahren und sind dann etwas orientierunglos rumgelaufen. Die Stadtpläne sind zwar ganz gut, aber eben auch nicht so gut, dass alle Straßen darauf zu finden sind). Trotzdem alles gefunden auch das Hotel. Rein, kurz akklimatisieren und los. Nun möchte ich nicht unsere Stationen nocheinmal aufführen, dabe ich zuvor im Blog schon gemacht. Was ich schreiben möchte ist, wir waren sehr viel zu Fuß unterwegs und gerade das brachte uns immer wieder dazu, neues zu entdecken. Märkte, die definitiv nur von Einheimischen aufgesuchte werden, einfach einen (sehr oberflächlichen) Blick in das Leben hier, das doch so vollkommen anders ist. Hier der Staßenhändler oder die alte Dame, die abends Papier sammelt und eine Straße weiter eine Shopping-Mall, die vor Luxus nur so strotz. Hier die Luxuslimosine, die sich Deutschland kaum jemand kaufen kann, die es teilweise in Deutschland (und ich rede von Autos mit dem Stern oder den vier Ringen) gar nicht gibt und auf der anderen Seite der alte Mann mit dem Beladenen Karren, der gemütlich die Hauptverkehrsstraße etlangläuft und damit den Verkehr zu Erliegen bringt.

Ja, wir waren auch an Touri-Orten, z.B. um Abends den Blick auf die Stadt oder den Hafen zu genießen, aber hauptsächlich haben wir versucht diese zu meiden. In einer Woche haben wir wirklich nur Kowloon und Hong Kong erkundet, weiter sind wir nicht gekommen, nicht hoch in die Northern Territories oder ins Mainland gefahren….vielleicht nächstes Mal.

Diese Infos wollte ich nur niederschreiben, weil ich vieles nicht wusste und vielleicht hilft es ja jemandem bei der Vorbereitung. Via PN könnt Ihr mich auch kontaktieren.

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