26. Oktober ’18, Martinique, Ankunft erste Eindrücke, Strand (Anse Dufour) und Gegend

Wir erreichten den Airport Fort-de-France. Der Flug war ruhig und komplett Französisch. Da sprach niemand Englisch, nur zweimal kam eine Ansage aus dem Cockpit zweisprachig rüber. Wir haben diese Tickets als Billigtickets gebucht, keine Ahnung, welcher Art Rest-Kontingent sie entstammten. Zwei Tage vor Abreise hatte ich realisiert, dass in unseren Tickets kein Essen enthalten war, soweit kein Problem, aber es war schon merkwürdig, als allen, aber wirklich allen um uns rum Essen und Getränke ausgeteilt wurde und wir nicht mal ein Wasser angeboten bekamen. Wir hatten nahrungstechnisch und getränketechnisch vorgesorgt, so dass alles o.k. war.

In Fort-de-France angekommen bekamen wir den obligatorischen Hitzschlag, erholten uns aber augenblicklich und verließen den Airport ohne jegliche Pass- oder sonstwas-Kontrolle, nur unser Gepäck wurde kurz geröntgt. 

Weiter zur Auto-Vermietung, wir erwarteten kein Car-Rental-Center, aber, was wir vorfanden, war wirklich niedlich. Kleine Kabuffs, eins pro Vermieter, wo man nacheinander eintreten durfte. Die Wartenden draußen durften langsam in der Sonne zerkochen, während drinne über verschiedenste Unklarheiten diskutiert wurde. Die Dame war leider der englischen Sprache, außer ein paar Standardwörten, nicht mächtig.

ysieht aus, wie ein Mini-Gafängnis, ist aber das Car Rental Büro von Buget

Wir gewannen den Hauptgewinn, einen KIA Picanto und Mike war richtig glücklich! Heute durften wir auch feststellen, dass die 26 PS eines 2CV von damals mehr Power bringen, als dieses Hamsterlaufrad (ob es überhaupt 26 PS hat?) aber dazu später mehr.

Unser Hotel liegt in Saint Luce, eine knappe Stunde Fahrtzeit entfernt. Eine kleine, sehr kleine, familiäre Anlage und zum Strand sind es gut gerechnet 50 Meter. Das Wetter ist toll, die Kinder sind glücklich und wir sind abends nur noch zum Supermarkt um dann ins Bett zu kippen.

Das Hotel Vague Dolce, sehr klein und überschaubar

Unseren ersten Tag verbrachten wir mit akklimatisieren. Langsam ans Klima gewöhnen, das heißt, ich war seit 2°° Uhr wach, bin dann zum Sonnenaufgang ans Meer, eine Weile rumgelaufen und gegen 7°° Uhr zurück zur schlafenden Familie. 

Erste Eindrücke, Beach Cros Raisin
nochmal
Blick ostwärts
Foto von Sanja

Wir nutzten den Strand, lagen in der Sonne rum und versuchten uns nicht das Fell zu verbrennen. Eben Entspannung pur.

Der Abend kann ganz entspannt ausklingen. Rum gibt es hier und ist eins der wenigen nicht importierten Waren und damit relativ preiswert.

Allgemein sind wir im Supermarkt preistechnisch fast umgefallen. Das Lebensmittel in Deutschland (teilweise) zu preiswert verkauft werden ist schon immer meine Meinung aber, was hier für Preise aufgerufen werden, das gibt einem schon zu denken (und die Einkommen sehen anders aus, als bei uns). Die Insel produziert hauptsächlich Bananen, Unmengen an Zuckkerrohr, daher auch Unmengen an Rum, verschiedenster Labels und alles andere nicht erwähnenswert, zumindest konnte ich nicht viele Informationen recherchieren. Daher kommen die Preise, es wird wirklich alles eingeführt und zwar aus dem gernen Frankreich, nicht etwa vom amerikanischem Festland, welches entfernungstechnisch günstiger liegt. Jedes Stück Käse, jede Zahnpasta, das Toastbrot, selbst die H-Milch: Fabriqué en France. Frischmilch scheint es gar nicht zu geben, auch klar, wenn alles mit dem Containerschiff aus Übersee kommt.

Umrechnung in Franc?

Unser zweiter Tag war dann schon ereignisreicher. Wir fuhren mit diesem untermotorisiertem Mietwagen zur Anse Dufour. Einem Strand nordwestlich gelegen. Der KIA schaffte nicht mal die Höchstgeschwindigkeit auf der Schnellstraße, es ging eben ganz leicht bergauf. Wir fungierten als Schlangenzüchter, trotz untertourigem Fahrens und ganz ehrlich Mike fuhr mehrmals rechts ran und ließ das Schlagenende passieren. Echt cool, dass in diesem leicht bergigem, bis bergigem Gebiet Autos vermietet werden, die kaum eine Chance haben eine 8%ige Steigung zu schaffen! Wie erreichten unser Ziel. Anse Dufour, toller Strand, leichte Wellen, glasklares Wasser, total schön. Zum Schnorchel eine Empfehlung. Den Kindern hat es richtig gut gefallen. Wir sind geblieben, bis es begann zu regnen, was verhinderte, den in der Nähe befindlichen Anse Noir zu inspizieren, aber wir sind ja noch ein paar Tage hier.

Anse Dufour, Ankunft. War ziemlich gut besucht, deshalb sollte man früh erscheinen.
Dieses Foto hat Colin gemacht! Die war richtig groß, die Schildi…
Noch ein Foto von Colin, gleiches Motiv

Auf unserer Rücktour empfahl WAZE plötzlich eine andere Route, wir sollten Abbiegen und da wir sehr für Abkürzungen zu haben sind, taten wir dies auch. Später stellte sich heraus, dass es nicht wirklich eine Abkürzung war und wir fast unser Leben verloren hätten (leicht übertrieben), dafür aber zumindest grandiosen Abrieb der Bremsklötze in Kauf nahmen (ich hoffe, dass BUDGET hier nicht mitliest) und dieses Familiengrab eines Autos enormen Verschleiß aller Komponenten erfuhr. Es ging hoch und runter, auf engen teilweise unbefestigten Straßen. Der erste Gang war der am meisten genutzte, die Steigungen waren >10% und belohnt wurden wir mit grandiosen Ausblicken. Einfach toll, nicht unbedingt wiederholenswert, zumindest nicht mit einem KIA Picanto Hamsterlaufrad, aber missen möchten wir es nicht. Hier ein paar Fotos:

Scenic View 1
Scenic View 2
Man sieht es der Straße nicht an, aber sie hat Steigung und scheint nicht KIA-tauglich zu sein…
…anderer Standort, gleiche Straße, die selben Probleme mit dem KIA (hier Verschaufpause, nicht für uns)…
…ein letztes Bild, erneute Pause, aber diese Steigung haben wir auch gemeistert.
Scenic View 3
Scenic View 4

Die Mittagshitze überstanden wir im Hotel, es ist wirklich unglaublich heiß, dazu Schwüle, bedingt durch den Regen (wir befinden uns am Ende der Regenzeit).

Entspannung, dann noch etwas rumlaufen an der Küste, um den ziemlich frühen (gegen 18°°) Sonnenuntergang zu genießen.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang, im Hintergrund der Diamond Rock

…der nächste Betrag kommt :)

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