01. November ’18, eine Woche auf Martinique „Zusammenfassung“

Da isses nochmal, unser Lieblings-Mietwagen! Wirklich nicht erbauend gewesen, im ersten oder zweiten Gang die Steigungen hochzuzuckeln...

 

Zuvor hatten wir noch nie über eine Reise in die Karibik nachgedacht, einfach, weil wir uns immer anders orientiert haben und damit auch immer ganz gut gefahren sind. Nun hat es sich ergeben, dass ziemlich überraschend die Idee mit Martinique in den Focus rückte. Wir waren uns bewußt, dass es sprachliche Hürden geben würde, einfach, weil wir kein Französisch beherrschen, nicht mal Basiswissen. Unsere Kinder haben ebenfalls in der Schule keinen Kontakt zu dieser Sprache. Uns war bekannt, dass die englische Sprache von Bewohnern Frankreichs und der Übersee-Departements nicht geliebt wird, aber wir waren sehr überrascht, kaum jemanden zu finden, der auch nur ein paar Brocken beherrschte.

Es begann in der Autovermietung, hier wurde im Vertrag eine zusätzliche Versicherung eingetragen, die wir weder benötigen, noch bereit waren zu zahlen (mehr als einen Mietwagen von Deutschland aus vollkommen abzusichern geht nun mal nicht). Es war uns nicht möglich, der Dame verständlich zu machen, dass hier ein Fehler vorlag. Mike änderte den Vertrag  it einem handschriftlichen Zusatz ab, die Dame war nicht sehr erfreut darüber und unterschrieb ihn dann.

Unsere Vermieterin des Hotel-Zimmers spricht die Basics, aber in einem Restaurant ein Essen zu bestellen erscheint uns unmöglich, da wir nicht klarmachen können, dass wir z.B. etwas vegetarisches möchten und um es einfach zu riskieren, dazu ist es hier definitiv zu teuer.

Also, eine komplett neue Erfahrung für uns. Trotzdem ging alles gut. Wir waren eine Woche auf Martinique, komplett ohne Kontakt zu Einheimischen, zumindest Kontakte, die über Bon Jour und Merci hinausgingen. Das ist schade, aber nun mal nicht zu ändern. Und ganz ehrlich, die französische Sprache reizt uns nicht wirklich, als dass wir Ambitionen hätten, sie zu lernen.

Martinique ist ein Eckchen Erde, auf dem man wunderbar entschleunigen kann, wenn man das kann. Nicht jeder Charakter ist dazu in der Lage (ich spreche da aus Erfahrung)…

Die Hauptbeschäftigungen eines Reisenden scheinen Strandbesuche zu sein. Alternativ kann man wandern, allerdings muss die Compliance der Familie vorhanden sein;) Der mitteleuropäische Körper braucht schon etwas Zeit, um mit dem Klima zurecht zu kommen und erst dann sollte über Wanderungen nachgedacht werden. Wir hatten ganze 7 Tage Zeit und am Tag der Abreise waren wir etwas akklimatisiert und auch langsam in der dortigen Zeitzone angekommen. Also, Wanderungen vielleicht nur planen, wenn man etwas länger auf der Insel oder in der Region verweilt. Somit beschränkte sich das Freizeit und Erholungsangebot hauptsächlich auf Baden und Strand. Das ist schön, nach einer kompletten Woche aber auch genug.

Was und sehr positiv auffiel, ist die Sauberkeit. Sehr selten liegt etwas (Plastikflaschen oder anderer Zivilisationsmüll) in der Gegend herum.

Zusätzlich ist es sehr entspannend, irgendwo mit dem Mietwagen anzukommen und einen Parkplatz zu finden. Es ging uns grundsätzlich so, egal wo wir waren, wir konnten problemlos dieses Gefährt von einem Mietwagen parken, sehr positiv. (Aussage für Oktober, das scheint eher Off-Season zu sein.)

Waren des täglichen Bedarfs (diese Umschreibung habe ich lange nicht benutzt und damit oute ich mich definitiv, woher ich kommen)…also, alles, was man so benötigt ist ziemlich teuer. Klar, fast alles wir aus Übersee eingeführt. Es dauerte auch zwei Tage, bis wir herausgearbeitet haben, wo es Brot in typischer Baguetteform und nicht zu Mondpreisen gab. Verhungert sind wir nicht, aber man kommt schon ins Nachdenken. Restaurants sind richtig teuer, zumindest, was wir so gesehen haben…wir blieben einfach bei der Selbstversorgung.

Preiswert ist der heir gebraute Rum und lecker ist er auch!

Soweit, so gut…es war eine schöne Woche (wobei mir EINE Woche gereicht hat). Tolle Gegend, Tolles Wetter. Nette Menschen (zumindest kann ich das für’s Grüßen und Bedanken sagen—mehr ging ja nicht).

Ein paar letzte Eindrücke:

In der Nähe von Fort-de-France, am Hang gebaut.
ROT!
GRÜN!
Da isses nochmal, unser Lieblings-Mietwagen! Wirklich nicht erbauend gewesen, im ersten oder zweiten Gang die Steigungen hochzuzuckeln…

Ich kann mir vorstellen, die Karibik erneut zu besuchen, dann gerne eine englischsprachige Insel und vielleicht mit mehr Plan, vielleicht mehrere Inseln…ich weiß noch nicht, bzw. wir wissen noch nicht…

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