Oktober ’20, meine Beobachtungen

04. Oktober ’20

[RKI meldet heute 2.279 Fälle, Sonntag]

Folgendes Szenario: Das Kind besucht die Schule (das ist nichts Besonderes), am Freitag, 02. Oktober [RKI: 2673, Freitag], wird bekannt, dass es wohl einen Corona-Fall in der Klassenstufe unserer Tochter gibt (auch schon dagewesen). Das wird mündlich über die Schüler kommuniziert (neue Vorgehensweise). Die entsprechende Klassenstufe hat ab Montag zu Hause zu bleiben (auch das passiert dieses Schuljahr nicht zum ersten Mal).

Die Informationspolitik seitens der Schulleitung ist in meinen Augen verbesserungswürdig. Die Info „Die Klassenstufe 11 bleibt ab Montag zu Hause und die direkten Kontakte werden separat informiert“, so zu verteilen, als wenn ein Gerücht von Ohr zu Ohr geht, erscheint mir nicht adäquat. Wir sind eine sog. „Digitale Schule“ (wobei die Verleihung dieses Zusatzes bestimmt nur das Erstellen einer Webseite belohnt, denn sonst suche ich bis dato, die Begründung warum unsere Schule ein solches Badge verliehen bekommen hat, vergeblich), die Infos, die ja vielleicht auch die Eltern aus erster Hand erhalten sollten, werden weder über die Webseite, wir haben einen internen Bereich, noch über einen eMail-Verteiler (der hätte in den letzten Monaten erstellt werden können), noch über die Schulcloud geteilt. Die Webseite gibt seit Beginn diesen Schuljahres folgende Information heraus:

Vom 13. August!

04. November!

08. November! Bis dato habe ich immer vermieden, bekanntzugeben, um welche Schule es sich handelt. Das ist jetzt mit Veröffentlichung der obigen Screenshots vorbei.

Unsere Infos können wir definitiv nicht über die Webseite erhalten. Die Schulcloud ist offiziell für und tabu. Zitat Informatiklehrerin: „Dort haben Eltern nichts zu suchen.“ Dies wurde mir zu Beginn des letzten Elternabends sehr direkt gesagt. Wir erhalten nun grundsätzlich wichtige Informationen nur über unsere Kinder. Das sehe ich grenzwertig, erstens sind die Kids minderjährig, also sollten wir im Boot sein, dann gibt nicht jedes Kind alles zeitnah weiter und letztens, wie sollen Eltern handeln, die eventuell eine Covid-Infektion in Dunstkreis des eigenen Kindes an ihren Arbeitgeber melden müssen? Kein Lösungsansatz. Das soll wohl so sein und bleiben.

Also, am Freitag, den 02. Oktober kocht die Gerüchteküche und die Kids erhalten später über Whatsapp(!) von einem Schüler die Liste, wer direkter Kontakt ist. Unsere Tochter betrifft dies. Wohlgemerkt, keine Info der Schulleitung, nein, der Rektor hat einem Schüler die Liste per Whatsapp übermittelt und dieser sollte sie teilen. Das scheint an einer „Digitalen Schule“ das non-plus-ultra zu sein. Alleine das Thema Whatsapp lässt meinen Blutdruck geringfügig ansteigen.

Also, unsere Tochter erfuhr, dass sie direkte Kontaktperson sei. Damit konnte sie herausarbeiten, wer die infizierte Person war. Das war bei der dürftigen Informationslage für uns wichtig, da wir wissen mussten, ob Symptome, seit wann, etc. Fazit, Mi von SuMiSaCo wurde vom Arbeitgeber freigestellt. Das macht mich nicht glücklich, dass wir, die Eltern auf unsere privaten Kontakte zugreifen müssen, um über Recherche zu erfahren, was für uns zwingend notwendig ist.

Am 04.10. erhielten wir von der Schulleitung eine eMail, die uns über den bekannten Covid-Fall informierte, am Sonntag, zwei Tage später. Ab Montag solle die gesamte Klassenstufe 11 zu Hause bleiben und ein Hinweis, dass die Liste der direkten Kontakte ja geteilt wurde. Na, zum Glück erhalten wir solche Infos von unserer Tochter, aber ich denke, dass da vielleicht manche Eltern am Sonntag überrascht waren…

Ich bin mittelmäßig erzürnt, was die Arbeitsweise unserer Schule betrifft.

Unsere Tochter befand sich zwei Wochen in Quarantäne, mit täglichen Kontrollanrufen des Gesundheitsamts. Sie entwickelte keine typische Symptomatik, aber getestet werden direkte Kontakte, auch wenn sie viele Stunden, über einige Tage die selbe Schulbank teilen, in unserem Landkreis nicht.


 

22. Oktober ’20

[RKI meldet heute 11.287 Fälle, Donnerstag]

Heute stand wieder ein Berlin-Besuch auf dem Plan, mit den Öffis. Es sind Herbstferien und damit ist die Bahn nicht so stark frequentiert wie gewohnt, was ich aber heute sah, das war anders.

Parkplatz fast leer und das wochentags…

…ebenfalls sehr überschaubar, die Anzahl der Fahrgäste. Hier tummelt es sich sonst um einiges mehr.

 

 


23. Oktober ’20

[RKI meldet heute 11.242 bestätigte Fälle, Freitag]

Es beginnt!!!

Das Klopapier wird wieder knapp. Zumindest im Kaufland Vogelsdorf durfte ich folgendes bewundern:

…was machen die Leute nur mit dem ganzen Klopapier?

Küchentücher gibt es noch, Klopapier ist raus!

…und nochmal, aber wer genau hinsieht, da sind noch 2er Packungen, bestimmt zu Millionärspreisen;)

 


Noch ein Abschluss-Foto, das gefiel mir einfach:

„FULLY CHARGED“, das ist richtig gut. Gesehen bei „TESLA“ in der Berlin-Mall 

2 Kommentare

  1. […] wie die Informationen zu uns in die Familie kamen, was mehr als unprofessionell war (ich habe am 04. Oktober ’20 darüber geschrieben) und was mich regelrecht aufregt, dass sind Äußerungen, wie : „Für […]

  2. […] Idee, die Schule nicht schliueßen zu müssen oder zumindest unsere Kinder zu schützen. Hier LINK habe ich schon eine Idee formuliert. Diese ist so nicht mehr so einfach realisierbar, aber was […]

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