Pacific coastline, California – north bound

Unsere zwei Wochen hier in den Staaten sind schon wieder vorbei. Wir haben am Montag San Diego verlassen. Am Mittwoch müssen wir in San Francisco sein. Eine Übernachtung haben wir in Carlsbad, CA geplant (das sind nur ca. 50 Meilen von San Diego bis hierhin), danach geht es weiter, mit Stopp in San Luis Obispo, um dann am Mittwoch, unserem Abreisetag, die letzten ca. 300 Meilen nach San Francisco zurückzulegen.

Sunset Carlsbad Beach
Mike! Aufgenommen bei einem Zwischenstopp in Oceanside

Alles ist geplant und ein rechtzeitiges Erscheinen am Airport SFO scheint sicher. Diese letzte Etappe ist nicht ganz so spektakulär, wir haben (natürlich) eins, zwei Outlets auf dem Weg, wo wir kurz anhalten, darüber gibt es nichts zu schreiben. Trotzdem habe ich die Möglichkeit nutzen können, Fotos vom Sonnenuntergängen an der Küste von Carlsbad und Lompoc, CA zu machen. Lompoc, eine Stadt nördlich Santa Barbaras ist wieder eins dieser Zufallsfunde. Wir wollten, wie gestern den Sonnenuntergang über dem Pazifik sehen und so erreichten wir Lompoc. Dieses Städtchen, wohl mal die Blumenfabrikations-Stadt mit Weltrekordeinstufung (haben aber die Holländer ihnen vor einigen Jahren streitig gemacht, wurde uns zumindest erzählt) ist auf dem ersten Eindruck ziemlich nett (den Knast in unmittelbarer Nähe haben wir erst beim Verlassen der Gegend wahrgenommen). Toll ist der Strand. Von Lompoc sind es einige Meilen, durch Berge, es zieht sich etwas, aber wenn man direkt die AMTRAK-Station via Navi anpeilt, dann findet man auch gleich einen Parkplatz. Diese AMTRAK-Station hat direkten Zugang zum Strand. Wir haben die Gleise passiert und befanden uns auf dem Strandzugang. Hier kommt zweimal täglich der „Pacific Surfliner“ durch, ohne Halt (oder vielleicht doch, manchmal?). Wir sind 2012 diese Strecke von Los Angeles nach Seattle LINK gefahren (ich bin verwirrt, 2012 habe ich über den „Coast Starlight“ geschrieben, aber AMTRAK-Webseite finde ich nun den Surfliner-Namen, vielleicht umbenannt…keine Ahnung).

Eine Art Vorortzug hält hier mehrmals täglich und diesem wollten wohl die beiden Mitglieder der Zeugen Jehovas, die hier warteten auflauern. Sanja hat sich mit der einen Dame unterhalten, und zwar über Lompoc und Berlin, ohne irgendwelche Bekehrungsversuche seitens der Zeugin…(unüblich, aber nett).

Dieser Küstenstreifen ist eine echte Empfehlung, nicht nur, wegen der folgenden Sonnenuntergangs-Fotos. Der Strand scheint unentdeckt zu sein, er ist im Sommer wegen der dortigen Fauna komplett gesperrt und damit für Touris eher uninteressant. Jetzt im Herbst totale Einsamkeit, wir trafen zwei „Eingeborene“, die uns mit den oben erwähnten facts versorgten. Wir genossen den Sonnenuntergang und verbrachten hier bestimmt eine Stunde. Irgendwann war es nicht nur dunkel, sondern auch kalt…spätestens das war das Zeichen zum Weiterfahren.

AMTRAK Station
Direkter Strandzugang
Beach 1
Beach 2
Beach 3
Töchterchen
Beide Kids
…nochmal
Die gesamte Family:)
Mike

Wir hatten noch eine gute Stunde Fahrt vor uns, ehe wir in San Luis Obispol ankamen. Hier haben wir unsere letzt Übernachtung gebucht. Die Temperatur hatte sich ziemlich verändert. In Lompoc haben wir dies schon gespürt, es wurde kälter, auch o.k., dann müssen halt die langen Klamotten raus und wir können uns schon langsam auf Germany einstellen.

Am kommenden Morgen, machten wir uns rechtzeitig auf den Weg weiter gen Norden. Wir hatten aber noch ausreichend Zeit, um einen Abstecher in Morro Bay einzulegen.

Das ist vielleicht eine halbe Stunde zusätzliche Fahrtzeit plus die entsprechende Zeit, die man dort verbringt.  Es war ziemlich wolkig und vom berühmten Felsen nicht wirklich viel zu sehen war, trotzdem interessanter Anblick…

Morro Bay
…nochmal, mit Wasser
Die beiden Männer:)

Morro Bay -> San Francisco ist noch ein Stückchen, aber alles lief gut, keine Komplettsperrungen irgendwelcher Autobahnen, keine Panne, nichts. wir waren rechtzeitig am Airport, wurden das Auto wieder los, passierten die Security, die mir diesmal ein kleines, stumpfes Edelstahlmesser wegnahm…selbst die Aufschrift „LUFTHANSA“, die zeigt, dass es zum offiziellen Bordessen gehörte (Vergangenheit, und bitte keinen Kommentar, warum es nun in meiner Tasche war), überzeugte die Dame von der Ungefährlichkeit. Nein, es ist ein MESSER(!) und damit muss es einbehalten werden. Also werde ich nächstes Mal wieder das Kunststoffbesteck mitnehmen müssen…

Der Flug, in der gleichen Maschine, wie gut zwei Wochen zuvor verlief ruhig, in Helsinki erreichten wir ebenfalls den Anschlussflug und Niemand kam auf die Idee unser „Hand“-Gepäck nachzuwiegen. Glück gehabt, die Maße stimmen immer einigermaßen, aber das Gewicht, das war diesmal jenseits von gut und böse;)

In Frankfurt erreichten wir sogar einen Zug früher, als den geplanten. Unterwegs erlebten wir Chaos, mit Verspätung, Ausfall anderer Züge und damit spontane Überfüllung unseres ICE in Erfurt. Überall verspätete Reisende, dazu Weichenstörung etc…

Damit nicht genug, wenn man aus Frankfurt/M. mit dem Zug um 19:48 nach Berlin fährt, dann kommt man definitiv so in Berlin an, dass Betriebspause ist. Aber, das hatte ich ja schon, man sollte nicht zuviel erwarten, von einer Hauptstadt und dem ÖPNV dort. Warum sollte Wochentags eine Möglichkeit bestehen, die Reisenden zu befördern und es waren nicht wenige im Zug. Der Taxistand war ziemlich umlagert und die Strecke, die der Nachtbus in Südkreuz anbietet war für viele nicht wirklich verlockend…einen großen Dank an die Schwägerin, die uns abholte und uns damit ca. 4 Stunden nächtliche Wartezeit ersparte:)

Noch ein paar Fotos, der Heimreise:

Die Katzen oder Schweine, wir sind uns nicht einig geworden, was es sein soll, kurz vor der Security.
Colin past drauf auf:)
…nochmal…