Reisen mit Air China, was man tunlichst unterlassen sollte! //-Review-//

 

CA_Voucher2

Bangkok, Do. 07.01.2016

Morgen (das „Morgen“ gilt für unsere Leser zu Hause in Deutschland, denn hier ist schon wieder Heute, der 07.01. und nicht mehr der 06.01.) habe ich Zeit über unsere momentane „Lieblings“-Airline zu schreiben…

Oh, wir hatten und haben ganz viel Spaß und es wird Zeit, dies für andere hier zu posten…

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In meinem ersten Post zu dieser Reise Post vom 03/01/2016 bin ich schon kurz auf unseren Herflug und die Air China eingegangen, man verzeihe mir also bitte, wenn ich etwas wiederhole.

Folgendes Szenario:

Am 31.05.2015 kaufen wir Tickets von Berlin nach Bangkok. Die Flugroute führt über Peking, das ist logisch, da wir Air China gebucht haben. Die Flugzeiten passen gut, da wir nicht ab Berlin fliegen, sondern ab Düsseldorf, können wir mit dem ICE anreisen. Alles war also gut und in einigen Monaten hätte man in die nähere Planung einsteigen können.

Reiseplan vom 31.05.2015 (Ticketkauf)

  • 01. Januar 2016, 19:45 ab DUS Düsseldorf (CA 964)
  • 02. Januar 2016, 12:40 in PEK Peking
  • 02. Januar 2016, 19:45 ab PEK Peking (CA 979)
  • 02. Januar 2016, 23:45 in BKK Bangkok
  • 09. Januar 2016, 01:05 ab BKK (CA 980)
  • 09. Januar 2016, 06:30 in PEK
  • 09. Januar 2016, 13:20 ab PEK (CA 963)
  • 09. Januar 2016, 17:10 in DUS

Wir buchten über einen Vermittler namend ELUMBUS. Von diesem erhielten wir am 05.08.2015 eine eMail. Hier ein Excerpt:

„…Ihre Fluggesellschaft führt den von Ihnen gebuchten Flug nicht mehr wie geplant durch. Wir wurden über folgende Flugzeitenänderung in Ihrer Buchung 6NNSMR informiert. Ihre neuen Zeiten sind:“

  • 02. Januar 2016, 12:30 ab DUS (CA 964)
  • 03. Januar 2016, 05:30 in PEK
  • 03. Januar 2016, 08:50 ab PEK (CA 757)
  • 03. Januar 2016, 13:15 in BKK
  • 09. Januar 2016, 19:15 ab BKK (CA 960)
  • 10. Januar 2016, 00:45 in PEK
  • 10. Januar 2016, 02:00 ab PEK (CA 963)
  • 10. Januar 2016, 06:05 in DUS

Dieser neue Flugplan, an dem nichts zu rütteln war, wir nahmen direkt mit der Air China Kontakt auf und erhielten die Information, dass Storno unsere einzige Alternative war, also diese neuen Flugzeiten zwangen uns unser Hotel kostenpflichtig (für uns) umzubuchen und unsere geplante Anreise nach Düsseldorf neu zu organisieren. Es gibt leider keinen Zug, der zeitlich gesehen passt und Berlin mit Düsseldorf verbindet. Unsere Alternativen hier, die Nacht auf dem Airport rumhängen oder mit dem Auto fahren.

Wir hatten unsere Flugzeiten, e-Ticket Numbers, Buchungscodes, alles was das Herz begehrte. Das Abreisedatum kam näher. Der Online-Checkin funktioniert erst 24 Stunden vorher, also wartete ich entsprechend und versuchte mein Glück. Die Flüge waren im Timetable zu finden, also alles gut, bis zum Check-In. Das System gab merkwürdige Fehlermeldungen heraus, es kam keine klare Information, dass eine Buchung auf unsere Namen nicht vorlag, nein, da standen Sachen, wie in Online-Check-In sei erst in 3 Tagen wieder möglich <???> wirklich merkwürdig. Die Website von Air China ist auch nicht wirklich gut aufbereitet. Ziemlich unübersichtlich und definitiv nicht preisverdächtig in der Kategorie „Webdesing“ und „Funktionalität“. Wir versuchten noch die Hotline zu kontaktieren, aber diese war nicht besetzt. Ebenso war niemand direkt bei der Air China in DUS erreichbar. Egal, wir beließen es dabei, denn was soll passieren? Erst in Düsseldorf könnten wir Auskunft erhalten, also fuhren wir am 02.01.2016 gegen 4:00 früh los. Erreichten Düsseldorf und erfuhren am Schalter, dass wir gar nicht auf diese Maschine gebucht seien. Ganz großes Kino! Da standen jetzt 4 Personen, die  mit dem Flug CA 964 fliegen wollten, in welchem sie laut Air China nicht gebucht waren…

Es wurden Plätze gefunden, allerdings konnten wir nicht in der Anschlussmaschine um 8:50 nach BKK untergebracht werden. Das hieß, wir hatten in Peking einen Aufenthalt von 14 Stunden…

Die Voucher, die wir in DUS erhielten (personengebunden und mit einem Zeitfenster versehen), diese Voucher sollten uns den nicht geplanten Aufenthalt dort etwas erleichtern. Kaffee, Buffet, Dusche, Entspannung. Diese Voucher konnten wir nicht einlösen, die Air China hat sich geweigert sie zu akzeptieren. Das ist schon grenzwertig, wir wurden wie Störenfriede behandelt und es wurde uns klar gemacht, dass wir einfach verschwinden sollten.

CA_Voucer1
Sie sehen doch wichtig aus, mit Seriennummer, drinne mit unseren Namen versehen…und sind nicht das Papier wert, auf das sie gedruckt sind!

 

Diese Vorgehensweise überraschte schon sehr, da wir unter dem Buchungsfehler zu leiden hatten und Zeit verloren. Auf alle Fälle werden wir diesen Vorgang noch einmal direkt mit der Air China kommunizieren.

Unser Weiterflug (Peking -> Bangkok) war dann der bekannte Flug mit der

  • 03. Januar 2016, 19:45 ab PEK Peking (CA 979)
  • 03. Januar 2016, 23:45 in BKK Bangkok.

Das war die Option, die wir zu Beginn gebucht hatten. Mit zusätzlicher Verspätung kamen wir dann in der Früh des 04.01.2016 in Bangkok an.

Soweit, sogut. Der Aufenthalt in Peking ermöglichte uns den Besuch der Stadt, zwar nur für ein paar Stunden und ohne Kaffee, Buffettstärkung und anderen Annehmlichkeiten…aber es war cool, wir besuchten die „Verbotene Stadt“.

Link: http://sumisaco.eu/2016/01/03/20160103-peking/

Am nächsten Tag dachten wir, dass wir mal direkt bei Air China nachfragen sollte, ob unsere Rückflüge im System seien (das war nur ein flinke Idee, weil ganz ehrlich….wieso sollten unsere Buchungen 2x nicht erfasst worden sein).

Die Antwort der eMail, die ich an Air China in DUS richtete, belehrte uns eines Besseren.

Uns wurde mitgeteilt, dass die Umsteigezeit in Peking sowieso zu kurz sei (CA960) und dass uns stattdessen eine neue Verbindung vorgeschlagen wird.
CA758     SA09JAN  BKKPEK    1655 2230
CA963     SU10JAN  PEKDUS    0230 0605″
Upsi, zweieinhalb Stunden früher los, das passte nun überhaupt nicht in unseren Reiseplan, das zerhackt uns den letzten Tag komplett. Also teilten wir der Fluggesellschaft (wir hatten ja jetzt einen persönlichen Ansprechpartner) dies mit.
Die Antwort, war nicht das, was wir hören wollten:

Nun kam die Information, dass CA 960 über keine freien Sitzplätze mehr verfügte. Alle anderen Optionen Peking -> Frankfurt seien ebenso ausgebucht!

Ein weitere Hinweis war, dass wir uns für die 16:55-Option schnell entscheiden sollen, denn sonst werden auch diese Plätze weg sein!
Das klang jetzt ein ganz klein bisschen nach Druck ( bitte sofort bestätigen!“…und das gefällt uns so gar nicht ;-)
Die nächste eMail enthielt etwas ganz Neues, nämlich die Frage, ob wir einen Tag später fliegen könnte <???>…das wurde jetzt wirklich schräg.
CA810     MO11JAN  BKKPEK    0550 1125
CA931     MO11JAN  PEKFRA    1355 1715
Und ein Rail&Fly Zugticket gibt es dazu ;-)

Air China kam nicht auf die Idee, uns ein Upgrade anzubieten. Plätze in anderen Kategorien waren lt. Internet verfügbar. Selbst auf Anfrage nach diese Option, gingen sie nicht darauf ein.

Wir blieben bei dem von uns gebuchten Flug, denn ganz ehrlich, wir haben Flüge gebucht, haben uns mit der Umbuchung beim Hinflug arrangiert und waren jetzt an dem Punkt, dass wir sagen: „Ist genug, nun kümmert Euch!“

Wir erhielten in der folgenden eMail Tickets, die uns 19:15 aus BKK nach PEK bringen sollen (war wohl doch möglich) und den Anschlussflug, wie es geplant war (und niemand sprach mehr darüber, dass die Umsteigezeit im PEK nicht realisierbar sein sollte). Nun sind wir gespannt…

Der Online-Checkin gab gestern wieder eine komische Meldung heraus, diesmal aber mit anderem Wortlaut ;-)

Bildschirmfoto 2016-01-08 um 22.37.24

Wir wundern uns, noch ein bisschen (war der Flug nun ausgebucht oder nicht?)…

Ich werde berichten, was wir am Flughafen erleben, wahrscheinlich mit Zeitverzögerung, da es in PEK kein Internet auf dem Airport gibt oder wir haben keine Zeit, da wir direkt wie geplant in den Anschlussflieger steigen können.

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Auf dem Flug CA 960…wirlkich AUF!!!

Wir erreichten den Airport und waren gespannt, was nun passieren würde. Am Check-In gab es mit  dem Erstellen unserer Boarding Cards etwas Verzögerung. Es wurde hin und her gefragt (wir verstanden nichts), aber dann wurden wir eingecheckt. Auf den 19:15-Flug!!! Wir waren etwas verwirrt, dass es so reibungslos bis hierhin geklappt hat. An Board merkten wir dann, das wir doch ein Upgrade erfahren hatten, wir saßen nun in der Economy Premium Class, d.h. mehr Beinfreiheit.

Nun sind wir auf dem Weg nach Peking und wir sind gespannt, ob mit unsrem Anschlussflug alles klappt…

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Wir kommen pünktlich in Peking an. Da wir relativ weit vorne sitzen vertrödeln wir keine Zeit mit dem Ausstieg. Raus aus dem Flieger, ich fühle mich in dem Rüssel, der vom Flieger in das Gebäude führt, sofort schockgefrostet. Sollten wir Probleme mit dem Anschlussflug bekommen, dann werden das wirklich kalte Stunden. Klamottentechnisch sind wir genau so ausgestattet, wie zum Herflug ;-) Sommersachen!

Rein ins Flughafengebäude und der Menschenmenge hinterher. Wir müssen durch die Health Detection, fiebrige Menschen werden hier ausgesondert (mittels Wärmebildkamera werden sie herausgefiltert). Was mit diesen passiert, weiß ich nicht, die Info wäre schon interessant, aber selbst möchte ich das nicht testen. Wir sind hier immerhin in China und wer weiß, wie hier eine Quarantäne-Station aussieht (vielleicht geht es von dort aus direkt ins Umerziehungslager)…<Nein, das war jetzt nicht ernst gemeint>

Nach dieser Station geht es weiter zum Durchgang in den Transitbereich. Hier erste Pass- und Boardig-Card-Kontrolle. Es werden rote Aufkleber für Passagiere ausgegeben, die schnell ihren Flieger erreichen müssen. Diese Aufkleber bringen nicht wirklich viel, wie wir gleich an der nächsten Passkontrolle (die, die die Fotos macht und im großen chinesischen Datensumpf speichert), der Engpass befindet sich dahinter, die Security-Kontrolle—-endlich mal wieder und die ist in China ja speziell (ich schrieb  schon darüber).

Meine Schwägerin begann nach ihrem Feuerzeug zu suchen um den Abschied langsam vorzubereiten, denn dieses gute Stück wurde gleich in die transparenten IKEA-Kiste zu den vielen anderen geworfen. Ich versuchte meine Kamera-Tasche, die ganz unten im Rucksack und richtig gut verkeilt verpackt war wieder ans Tageslicht zu befördern. Und Powerbanks sind es, es gibt eine Größenangabe, mit dieser kann der normale Reisende zwar nichts anfangen, wer aber einen Elektroingenieur dabei hat :-) kann sich die Angaben von 160 Wh ganz schnell umrechnen lassen.

Wir warteten vor der Passkontrolle, der Beamte hinter dem Tisch (mit der Kamera) verzögerte die Kontrolle immer so lange, bis wieder etwas Platz im Securitybereich war, viele um uns herum, deren Flieger früher als unser starten sollte, wurden unruhig. Die Fast-Track-Aufkleber waren genau jetzt total überflüssig, wir warteten und warteten. Irgendwann erreichten wir den Bereich, alles auspacken, zeigen, durchleuchten lassen, durch den tollen Türrahmen gehen (alle sind schlecht gelaunt, schein ein China-Ding zu sein) und endlich, nachdem ich noch gründlich abgetastet wurde, durften wir unseren Kram wieder verpacken.

Es trat das ein, woran wir nicht geglaubt hatten: Wir erreichten unseren Flieger! Sollte wirklich alles gut gehen, ich meine, ein Rückflug ohne Voucher, ungeplanten Aufenthalt etc.

Es sah gut aus, wir starteten. Eine Option gab es noch, nämlich, dass unser Gepäck, bedingt durch dich kurze Umsteigezeit in Peking zurückbleibt. Um es gleich vorweg zu nehmen, nein, unser Kram erreichte zusammen mit uns DUS.

Der Flug war für uns Economy-Premium-Verwöhnte nicht so entspannend und es war echt eng ;-)

Etwas ist da noch, was ich unbedingt schreiben muss. Wenn ich irgendwohin fliege, dann ist die Bordverpflegung für mich nicht wirklich wichtig. Im Allgemeinen bin ich mit allem zufrieden, ich meine, ich fliege in den Urlaub und gehe nicht ins Restaurant. Die Air China ist aber in punkto Verpflegung wirklich speziell.

Die Hinflüge waren eher was für Hungerkünstler, es gab wirklich wenig, Getränke wurde auch genau 1x ausgeteilt und das ist nicht angenehm, wenn man in der trockenen klimatisierten Luft ausharrt. Die Art des Essens war ok, nicht der Brüller, aber es hat den Hunger vertrieben. Der Rückflug war diesbezüglich eine Erfahrung.

Das vegetarische Essen, das wir zuvor noch geordert hatten war nicht verfügbar, auch damit arrangierten wir uns. Es gab Fisch und Ente. Im Bordentertainment (die alte Variante mit großem Bildschirm, den man nicht abschalten kann) wurde parallel gezeigt, wie ein Koch eine Ente langsam zerlegt. Das war wirklich merkwürdig! Wir haben den Fisch genommen!

Zur Nacht gab es geschmiertes Toastbrot und irgendwelche Beigaben (Muffin und so ein Kram) aber morgens war es richtig toll. Es gab Omelette und Porridge (Haferbrei). Der Vegetarier unter uns griff zum Porridge und war schockiert. Oatmeal oder Haferbrei kann echt lecker sein, wirklich. Aber das hier…

Da war eine wässrige weiße Pampe, total geschmacklos, man hatte nichts zu Verfügung, um die Sache aufzupeppen. Die Beilagen waren aber noch besser. Wer kennt Tausendjährige Eier? Die Dinger gibt es auch in einer industriell gefertigten Variante und lagen jetzt vor uns, in Folie eingeschweißt, auf dem Tablett. Das ist nichts für einen internationalen Flug. Inlandsflüge sind damit bestimmt gut bedient, aber unser Flug war schätzungsweise zu 80% mit Europäern gebucht. Das nächste Tütchen enthielt eingelegtes Gemüse, sehr chinesisch gewürzt und ging zu Frühstück überhaupt nicht. Unsere Vegetarierin hielt sich am Joghurt fest und hatte das Glück, dass es noch ein kleines Brötchen gab, ich ergatterte ein Omelette. Die Reihe hinter uns bekam nur noch Porridge…

In DUS sahen wir dann Massen zum KAMPS-Bachstand stürzen (ich glaube, die waren alle recht hungrig)…

Ich habe gerade festgestellt, dass das Board-Entertainment-System, welches bei Air China via WLAN auf die Geräte der Passagiere gestreamt wird, mein gespeichertes Lesezeichen zerstört hat, kein Problem, wird wieder hergestellt, aber ist schon nett, wenn man die Vorschau in WordPress anklickt und man erhält:

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 10.49.38

 

…und noch was, aber dann höre ich auf, versprochen:-)

Handys, ganz großes Thema! Während in Europa teilweise das schalten in den Flugmodus während Start und Landung gar nicht mehr erforderlich ist, sieht das hier ganz anders aus! Das iPhone bleibt aus!!! Flugmodus und Musik damit hören wird nicht akzeptiert! Es wird komplett heruntergefahren!!! Die Flugbegleiter reagieren echt genervt, wenn sie jemanden dabei erwischen, wie er/ sie das Handy einschaltet. Mobiles Internet führt wahrscheinlich direkt zum Absturz der Maschine, auch wenn es durch den Flugmodus abgeschaltet ist. Lege ich im Gegenzug ein iPad auf den Tisch (hat auch eine SIM-Karte, befindet sich ebenfalls im Flugmodus), wird genickt das ist o.k. Ich verstehe es einfach nicht!!!

 

 

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