September ’20, meine Beobachtungen

28. September ’20

Nun ist auch dieser Monat fast vorbei. Der Herbst hat begonnen, astronomisch gesehen genauso, wie kalendarisch und die Temperaturen sinken langsam.

Natürlich bestimmt weiterhin dieses Virus, welches sich nun seit Monaten über den Globus bewegt weiterhin unser Leben in einer nicht unbeachtlichen Art.

Wir befinden uns in keiner besseren Situation, aus vielen Richtungen kam die Vermutung, dass sich mit dem Sinken der Temperaturen die Infektionsraten erhöhen werden, dazu kam der Beginn des neuen Schuljahres und Unterricht in Klassenzimmern ohne Abstandsregeln, dafür aber in der vollen Klassenstärke. Hier hätte ich gedacht, dass nach einigen Wochen die Schulen ein anderes Konzept fahren müssen, aber die bestätigten Fällen sind sehr gering. In der Schule meiner Tochter wurde eine gesamte Klassenstufe für eine gute Woche nach Hause geschickt, ansonsten sind wohl keine Fälle zu verzeichnen. Es fehlen trotzdem Kids, die Anweisung bei entsprechender Symptomatik nicht die Schule zu betreten fruchtet wohl. Meiner Kinder erzählen, dass die Klassen ziemlich ausgedünnt sind. Ein positiver Side-effect: weniger Kids, die zusammensitzen. Nun beginnt die Heizperiode aber erst, zur Zeit wird noch relativ gut gelüftet, in den Räumen, in denen es möglich ist (rein baulich gesehen sind einige Klassenräume an dieser Schule nicht unbedingt für einfachen Luftaustausch konzipiert).

Heute nun, ein Morgen mit nur 10°C Lufttemperatur muss ich unbedingt zu einem Termin nach Berlin. Mit dem Auto in die City der Hauptstadt zu fahren, ist selbst mit einem Elektroauto zum Berufsverkehr ein absolutes no-go für mich! Die Randbezirke mögen hier weiterhin eine Ausnahme bilden, zumal der ÖPNV in einigen äußeren Bezirken Berlins wohl eher ein ungeliebtes Stiefkind der Verkehrsplanung ist. Ich muss aber auf die Friedrichstraße, also nehme ich die S5. Erste Anmerkung: SIE FÄHRT!!! Ich bin heute wirklich ohne Betreibsstörungen an Schienen oder Zügen, ohne Schrankenstörungen (meistens in Mahlsdorf) und sogar ohne „Wegen eines Arzteinsatzes ist…“, die 16 Staionen nach Berlin-Mitte und wieder zurück gefahren. Ich bin mittelmäßig beunruhigt;) Die Bahn war voll, nichts mit Abstandhalten und alle, aber wirklich alle Fenster sind geschlossen! Natürlich war ich mutig und habe das mir am nächsten liegende die paar Zentimeter aufgeklappt, sofort böse Blicke erntend. Nun muss ich sagen, niemand ist erfrohren, zumindest solange ich an Bord war. Meine Rücktour gestaltete sich ähnlich, die Bahn war um einiges leerer und wieder zuckte meine Hand hoch, um diese kleine nur an jedem zweiten Fenster vorhandene Klappluke zu öffnen… (Anmerkung: die S- und U-Bahnen der BVG und der Berliner S-Bahn Gesellschaft nicht nicht mit einer A/C ausgesattet…lecker Atemluft, im Sommer genauso, wie in den anderen Monaten des Jahres).

 

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