02. August ‘18 Tagesausflug nach Heringsdorf

Co, von SuMiSaCo ist für knapp vier Wochen in Heringsdorf auf Usedom. Hier gibt es frische See-Luft und andere gesundheitsfördernde Faktoren, welche die DRV davon überzeugte unserem Sohn einen mehrwöchigen Aufenthalt zu genehmigen.

Wir, eben SuMiSa ohne Co trieb die Sehnsucht und auch die Verpflichtung gewisse Dinge nachzuliefern, heute hoch in den Norden gen Ostsee. Es ist Donnerstag, damit ist kein Wochenendreiseverkehr, trotzdem zieht sich die Fahrt dahin, da über 100 km auf einer Landstraße zurückgelegt werden müssen, aber wir schaffen es.

Der Verkehr wird dichter auf Usedom, Autokennzeichen aus allen Ecken der Republik und nur ganz wenige aus der unmittelbaren Umgebung sind zu sehen. Kurz bevor wir die Brücke nach Usedom überqueren sehen wir links ein surreales Areal. Es sieht sumpfig aus, das Wasser steht aber ausreichend hoch, dass sich Schwäne, Enten und anderes Wassergetier hier tummeln. Wir legen einen Stopp (halb illegal, aber wenigstens mit eingeschaltetem Warnblinker) am Straßenrand ein. Beim Aussteigen nehmen wir einen etwas unangenehmen, leicht fauligen Geruch wahr. Er erinnert uns an den Großen Salzsee im Antelope State Park in Utah. Das sehen wir als Beweis, dass es sich um Salzwasser handeln muss, das hier brackig geworden zwischen den abgestorbenen Baumstämmen herumschwappt. Die folgenden Fotos zeigen diese merkwürdige Gegend. Würden Alligatoren am Wegesrand rumliegen, dann könnte man glauben in den Everglades zu sein…

Sieht mystisch aus…
…sowas erwarte ich eher in Georgia oder Louisiana…
…Fotos sind aber wirklich kurz vor Usedom entstanden.

Heringsdorf ist touristisch, sehr touristisch. Der Verkehr ist zäh, die Schilder an den Häusern informieren uns, dass fast alle Ferienwohnungen belegt sind. Wir wollen ja nicht bleiben, deswegen ist diese Information nicht wirklich wichtig für uns. Es fahren zwei verschiedene merkwürdige Touristen-Transport-Züge herum. Sie sehen aus wie kleine Züge, fahren aber auf der Straße, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und sind mit fast ausschließlich weißhaarigen Passagieren besetzt. Das blau-weiße Transportmittel hat ein deutsches Kennzeichen, das grün-weiße Gefährt ein Polnisches. Letzteres verbindet wohl die Kaiserbäder mit Swinoujscie (Swinemünde).

Mit Colin, den wir entspannt und nur unter den „frühen“ Aufstehzeiten leidend im Kurheim vorfanden, gingen wir zum Strand. Überall Menschen, Leute, die hier auf Urlaub waren bzw. sind. Das Wasser ist der Hammer, 25(!)°C, in der Ostsee, das gibt es eigentlich gar nicht. Am Strand sitzend konnten wir Colin ausfragen, der nun schon seit einer ganzen Woche von uns getrennt war!

Unser Kurztrip war ein voller Erfolg, wir verbrachten Zeit mit unserem Sohn. Die Kinder hatten Spaß, so unternahmen sie z.B. einen Ausflug mit dem Bananaboat.

Banana Boat
Banana Boat

Wir mussten unseren Sohn bald wieder zurückbringen, da er sonst eine Therapie verpasst hätte.

Unser Tagesziel war damit eigentlich erreicht (Kinder glücklich, Ellis glücklich). Wir waren nur wenige Kilometer von Polen (Swinemünde) entfernt und so hatten wir schon einen Einkauf dort ins Auge gefasst. Wir sind keine Polen-Besucher, die den Einkauf auf sog. Polen-Märkten favorisieren, nein, wir fahren gerne hierher, um in den Supermärkten polnische Waren zu kaufen. Die ganz normalen Supermärkte, nicht unbedingt LIDL, der hat ziemlich viele Waren, die es bei uns auch gibt. Biedronka ist ein Discounter mit toller Backtheke. Sonst sind die polnischen Sauerkonserven eine Empfehlung, egal ob man Gurken mag oder eingelegte Champies, alles ist sehr lecker. Wer sich an die russischen Bonbons aus dem Magazin zu Ost-Zeiten erinnert, in Polen gibt es ähnliche (mit Suchtfaktor)… Wir hielten in Swinemünde nach Lebensmitteln ausschau, entschieden uns dann aber weiter gen Süden nach Szczecin zu fahren, von hier fuhr es sich sowieso besser über die A11 zurück nach Berlin.

Waze (unser Navi) routete uns zur „93“ (Karsiborska). Wir hatten diesen Trip ja nicht wirklich geplant, es war eher eine spontane Entscheidung, diesen Weg zurück zu nehmen. Plötzlich Stau, das kommt vor, aber von jetzt auf gleich kompletter Stillstand. Kurze Zeit später bewegte sich die Autoschlange, dann wieder Stillstand. Es dauerte etwas, ehe wir realisierten, dass die Straße zu Ende war, wir mussten mit der Autofähre weiter. Waze zeigte das so nicht an. Wir waren entspannt. Fähren sind dazu unser Ding, so dass wir diese Unterbrechung nur positiv sehen konnten.

Die beiden Inseln Usedom und Wolin sind hier mittels Fähre miteinander verbunden.

Der Meeresarm ist ca. 500 Meter breit und wir haben vier(!) Autofähren gezählt. Dazu kommt, dass die Überfahrt auch noch kostenlos ist…da kann sich nichts rechnen.

Fähr-Terminal
Fähr-Terminal
Kasibor I
Kasibor III
Mi und Sa :)

Die Weiterfahrt nach Stettin gestaltete sich auf einer sehr modernen Autobahn völlig problemlos. Unterwegs fanden wir Gelegenheit am Straßenrand leckersten polnischen Waldhonig zu kaufen. In Stettin fiehlen wir über den Supermarkt im Einkaufszentrum „Ster“ in der Ul. Kú Slonću her und deckten uns hier mit polnischen Waren ein.

Das war unser Tagesausflug Berlin – Usedom – Swinemünde – Stettin.

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