Vorbereitung auf einen komplett analogen Tag

18. Februar 2020

Was habe ich letztens gelesen? Ich glaube, es war in einem Erfahrungsbericht.

„Jeder ist ein potentieller illegaler Einwanderer!“

Das heimelt ja richtig an und es steigert meine Ambitionen, mich um ein Visum zu bewerben. Jeder Bewerber wird wohl in diese Schublade gesteckt und hat im Interview in der US-Botschaft dien Gelegenheit, diesen Eindruck zu widerlegen. Ich bin hocherfreut!

Wenn ein mehrmonatiger Aufenthalt in den USA nicht so dermaßen viele positive Effekte, Auswirkungen, Nachwirkungen etc. hätte, ich glaube man könnte über diese Unterstellung mehr nachdenken und dieses Land von seiner Wunschliste streichen. Nun sieht es aber bei unserer Planung so aus, dass Sanja 10 Monate ein anderes Schulsystem kennenlernen kann, ich sie begleite und dadurch ebenfalls so viele Möglichkeiten habe, die sich mir zuvor nie so geboten haben. So ist es eben, wenn man im falschen System aufgewachsen ist. Obwohl die Gastfreundschaft der USA bei Visa-Beantragung nicht vorhanden zu sein scheint, wollen wir es durchziehen. Ein Jahr dort leben. Die Sprache vervollkommnen. Eventuell eine zweite Sprache, Spanisch erlernen. Mit Sanja einfach eintauchen, sie wird Freiheiten haben, die ich ihr ermöglichen kann, einfach weil ich vor Ort bin. Mit einer Gastfamilie sind einige Vorhaben nicht unbedingt realisierbar, so z.B. der Erwerb der Fahrerlaubnis. Ich aber kann alles erlauben, da ich als leibliche Mutter die Verantwortung anders übernehme, als eine Gastfamilie es könnte oder dürfte.

Aus diesem Grunde bewerbe ich mich um dieses Visum. Alle Informationen, die ich schon zusammengetragen habe, sind hier nachzulesen (Link).

 


10. März 2010

Um einen Termin in der US-Botschaft wahrnehmen zu dürfen muss man sich an bestimmte Vorgaben halten. Logisch ist, dass man pünktlich kommt, was mich allerdings überrascht hat, ist die stringente Herangehensweise um eventuelle Bedrohungen, die durch mobile digitale Geräte entstehen könnten auszumerzen. Und zu mobilen Geräten scheint alles zu gehören, was einen Akku enthält, selbst ein ebook-Reader steht auf der Black List, von der Apple Watch gar nicht erst zu reden! Alles muss zu Hause bleiben. Da bin ich ja mal froh, dass meine Monatskarte für den ÖPNV noch in Plastik-Karten-Format vorliegt und nicht digital auf dem iPhone gespeichert ist.

Ich werde mich entsprechend verhalten und kann bestimmt darüber berichten…

Auf das Interview bin ich echt gespannt und ob ich in der Lage sein werde, bei dem mir gegenübersitzenden Beamten alle Zweifel daran auszumerzen, dass ich ein potentieller illegaler Einwanderer bin;)

 


27. April 2020

Ein Botschafts-Termin hat nicht stattgefunden. Zweimal hat die Botschaft ihn storniert, im Zuge der COVID-19 Pandemie auch nachvollziehbar. Hier (Link)  habe ich darüber kurz geschrieben. Trotzdem hoffe ich, dass es zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein wird.

 


24. Mai 2020

Meine Texte doppeln sich etwas, aber manchmal ist es einfach so, dieses Weblog ist eben ein Tagebuch und ich habe mich jetzt erst entschieden, den Ablauf des Visum-Erlangens erneut neu aufbereitet niederzuschreiben. In meinem neuen Beitrag werde ich alle zuvor erstellten Beiträge verlinken, in der Hoffnung, dass es nicht allzu unübersichtlich wird.

Hier der Link zum erwähnten Post:

Beantragung eines US-Visums im Februar und die Entwicklung in Corona-Zeiten